Aspekte der Desktop-Virtualisierung

Virtuelle Desktop-Infrastrukturen (VDI) sind kosteneffektiv und leistungsstark

20.04.2009 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter / Florian Karlstetter

Geringe Nutzung der Desktop-Kapazität

Wie bei Servern ist auch die Ausnutzung von Desktops meist sehr gering, nach IDC beträgt die Rate gerade mal fünf Prozent. Damit stellen auch Desktops einen hohen Kostenfaktor dar. Neben der Total Cost of Ownership (TCO) von Clients für dezentralisierte Architekturen (Anschaffungskosten, Maintenance, Helpdesk, Software-Update und Ausfallzeit) besteht die Gefahr des Datenverlustes bei lokal gehosteten Desktops. Unternehmen müssen deshalb strikte Backup-Vorschriften implementieren, um Datenverluste durch Diebstahl oder Zerstörung zu vermeiden. Ein weiterer Faktor in der Kostenrechnung ist die Effizienz der Anwender. Sie kann nur so gut sein wie die Leistung der IT-Infrastruktur, mit der sie arbeiten. Ausfallzeiten und Zeiten für das Einrichten neuer PCs sollten deshalb auf ein Minimum reduziert sein. Desktopvirtualisierung ist eine ideale Technologie, um hohe Verfügbarkeit zu garantieren.

Sicherheit und gesetzliche Bestimmungen

Immer schwieriger wird es auch, die steigenden Anforderungen gesetzlicher Regularien in verteilten Infrastrukturen zu erfüllen. So wenden sich beispielsweise Unternehmen in Japan gerade deswegen der Desktopvirtualisierung zu. Die Zentralisierung der Desktops und damit auch der Daten vereinfacht es, Sicherheitsbestimmungen und Auflagen an die Datenhaltung einzuhalten.

NEC arbeitet mit Technologieführen der „Fortune 2000 Unternehmen“ zusammen, um die Anforderungen an eine sichere Desktop-Umgebung umzusetzen. Diese Unternehmen entwickeln virtualisierte Thin Client-Lösungen, um den Datenschutz zu verbessern. Die Desktopvirtualisierung erlaubt es zudem, maßgeschneiderte Unternehmensanwendungen auf sicheren Thin Clients auszuführen. Sie reduziert die Kosten, bei mehr PC-Funktionalität. Darüber hinaus vereinfacht sie das Management und die Verwaltung der Clients.

NEC Virtual PC Center

Ein Beispiel für eine innovative VDI-Lösung ist das Virtual PC Center (VPCC) von NEC. Es vereint virtuelle Windows-Arbeitsplätze mit IP-Telefonie. Als Arbeitsgeräte kommen Thin Clients der neuesten Generation kombiniert mit VoIP-Technik (Voice over IP) zum Einsatz. NEC nutzt dabei Entwicklungen von drei seiner Geschäftssparten. Die Sparte Chipentwicklung hat einen neuen leistungsstarken Video-Mikroprozessor für Thin Clients entwickelt. Aus der Sparte Netzwerke & Telekommunikation stammt das Know-how der IP-Telefonie und die Sparte Computersysteme steuert Server und Managementwerkzeuge bei.

Ein weiterer Vorteil der Lösung: Das zentrale Management reduziert deutlich den Administrationsaufwand. Mit der Managementsoftware Sigma System Center ist sowohl das Erstellen von neuen virtuellen Maschinen als auch das Verteilen von Service Packs, Patches und Applikationen sehr einfach. Der Connection Broker „Client Management Option“ (CMO) von NEC ist die zentrale Schnittstelle zwischen dem Anwender und seinem virtuellen Windows-Arbeitsplatz.

Durch den Einsatz der Thin Clients und der mobilen Thin Clients ist ein Zugriff auf die Anwenderdaten von überall möglich. Ein Smartcard Reader erhöht die Sicherheit und Bedienerfreundlichkeit.

Die Virtualisierungslösung

Als Basis der VPCC-Lösung dient die Virtualisierungsplattform von VMware. Mithilfe der NEC Systemmanagement Software Sigma System Center (SSC) können Administratoren auch fortgeschrittene VMware-Managementfunktionen wie VMotion nutzen. So beispielsweise das Ausschalten sowohl von virtuellen Maschinen (VMs) als auch von kompletten Servern. Im Bedarfsfall werden diese automatisch wieder gestartet. Insgesamt nutzt NEC folgende Pakete von VMware: ESX Server, VMotion, HA und VirtualCenter.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)



Spamschutz 

Bitte geben Sie das Resultat dieser Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2020597)