Aspekte der Desktop-Virtualisierung

Virtuelle Desktop-Infrastrukturen (VDI) sind kosteneffektiv und leistungsstark

20.04.2009 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter / Florian Karlstetter

IDC rechnet mit einem starken Wachstum für Client-Virtualisierungslösungen in den nächsten Jahren (Quelle: IDC, 2008).

VDI bietet günstige und managebare Thin Clients mit Zugriff auf volle, individualisierte PC-Funktionalität.

Das zentralisierte Modell ist nicht neu, doch die Akzeptanz von virtuellen Desktop-Infrastrukturen (VDI) wächst rasend schnell. Warum werden derzeit Desktop- bzw. Anwendungsvirtualisierungen sehr schnell von Unternehmen adaptiert?

Nach Analysen des Marktforschers IDC tragen mehrere Faktoren zur positiven Adaptierung der Desktop-Virtualisierung bei:

  • Verfügbare Netzwerke: die Entwicklung und der Einsatz von Hochgeschwindigkeits-Internetzugängen verbunden mit entsprechenden Sicherheitslösungen.
  • Management/Automatisierung: verfügbare Lösungen zum Management virtueller Umgebungen.
  • Entwicklung der Desktops: Miniaturisierung der Komponenten wie Flash-Speicher, Flachbildschirme und Thin Clients.

IT-Abteilungen sind zudem gut vorbereitet auf VDI, weil sie bereits über Erfahrungen mit der Servervirtualisierung verfügen. Nach IDC haben bereits 36 Prozent der Organisationen mit über 500 Mitarbeitern in Europa Servervirtualisierungsprojekte durchgeführt. Im Zuge der Serverkonsolidierung und Standardisierung suchen IT-Abteilungen nach neuen Wegen, um die Betriebskosten zu senken. Gerade die Kosten für Desktops zu minimieren ist ein neuer Antrieb, die Infrastruktur zu rationalisieren.

IDC rechnet mit einem starken Wachstum für Client-Virtualisierungslösungen in den nächsten Jahren, bis 2011 soll der Umsatz bei 4 Milliarden Euro liegen im Vergleich zu 1,7 Milliarden Euro in 2007. Dabei glauben die Analysten, dass der Fokus auf virtuellen Desktoplösungen liegen wird, die auf dem Server gehostet werden.

Virtualisierungsmodelle

Die Virtualisierung von Desktops basiert auf einer zentralisierten Architektur, die die traditionellen Desktops ersetzt durch virtuelle Desktops, die auf Servern in Rechenzentren gehostet werden. Dieser einfache Ansatz lässt sich durch verschiedene Modelle verwirklichen. Drei Virtualisierungsmodelle sind derzeit gängig:

  • Applikationsvirtualisierung: Anwendungen werden isoliert gekapselt und können unabhängig von einem Betriebssystem auf einem Client ausgeführt werden.
  • Desktopvirtualisierung: Auf dem Server laufen virtuelle Maschinen, die sowohl Server als auch Clients sein können. Es gibt zwei Varianten der Desktopvirtualisierung: Zum einen Lösungen, die virtuelle Desktops auf dem Server hosten. Dabei erfolgt die Kommunikation über Remote Access. Zum anderen eine virtual Session Software, die mehrere unabhängige Sessions innerhalb eines Betriebssystems erzeugt. Anwender greifen meist über Thin Clients auf ihre Session zu.
  • Die Virtualisierung des Desktops selbst: In diesem Fall wird eine Virtualisierungslösung direkt auf dem Desktop installiert.

Alle Modelle erlauben es, eine virtualisierte Client-Umgebung aufzubauen, in der sowohl Anwendungen selbst als auch Clients zentralisiert auf dem Host virtualisiert werden. Sie vereinfachen das Management immer komplexer werdender, verteilter Infrastrukturen auch über mehrere geografische Orte. Solche Infrastrukturen waren bisher nur schwer zu entwickeln, zu managen und zu pflegen.

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