DataCore SANmeldoy und SANsymphony bei der Felix Schoeller Gruppe

Papierhersteller Felix Schoeller implementiert performantes DataCore-SAN.

02.04.2009 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter / Ulrich Roderer

Auf Tempo getrimmt

Als Storage Domain Server (SDS) wurden zwei Maschinen vom Typ HP DL380 Quadcore Gen. 5 gewählt. Mit 8 GB RAM bringen sie es auf das 32-fache Caching-Volumen der MSA-Controller. Die Storage-Server sind mit 7,25 TB SAS-Platten bestückt, wovon 6 TB netto zur Verfügung stehen. Vier Fibre-Channel-Karten ermöglichen die Verbindung zu den doppelt kaskadierten FC-Switches von HP (Brocade) und damit eine komplett redundante Anbindung der SAN-Infrastruktur. Während zwei Verbindungen für die Präsentation der virtuellen Platten zu den Applikationen bereit stehen, bleiben zwei für die synchrone Datenspiegelung zwischen den SAN-Servern. Load Balancing zwischen den Seiten sorgt für weitere Performance-Optimierung.

Die Hardware ist auf zwei Rechenzentren verteilt, sodass auch bei einer physischen Einwirkung der Betrieb einer Seite gewährleistet ist. Sie sind über zwei 4-Gbit/s-Fibre-Channel-Switches verbunden. Für VMware ESX Server 3.5 wurden sechs Maschinen des gleichen Bautyps, jedoch mit 32 GB RAM, gewählt. Auch sie sind an je zwei Switches angebunden, um die Ausfallsicherheit auch auf der Applikationsseite zu sichern.

Mit Thin Provisioning auf 80 Prozent

Gemäß des von ISO Datentechnik erarbeiteten Zeitplans erfolgte die Migration nach Installation der Hardware. Nach etwa 14 Tagen, in denen vornehmlich Nacht- und Wochenendzeiten genutzt wurden, schickte VMotion die letzten Deltas auf die neue Infrastruktur.

Die beiden SANmelody-Disk-Server bilden darin die zentrale Schaltstelle für den schnellen SAS-Plattenspeicher. Über die zentrale Managementoberfläche werden Volumes eingerichtet, zugewiesen und mit Hochverfügbarkeitsservices versorgt. DataCores Thin Provisioning optimiert dabei die Speicherauslastung, indem den Hosts die vom Betriebssystem maximal zugelassenen Volume-Größen suggeriert werden, Speicherplatz aber erst beim tatsächlichen Beschreiben belegt wird. „Mit Thin Provisioning lassen sich Systeme für die Zukunft einrichten. Dadurch haben wir weniger ungenutzte Plattenkapazität und können unsere Systeme bis 80 Prozent auslasten“, sagt der IT-Leiter.

Im Normalbetrieb tragen dabei beide DataCore-Maschinen zur Performance bei (Active-Active-Modus). Beim Ausfall eines Systems übernimmt das verbliebene die gesamten IO-Transaktionen durch vollautomatisches Failover/Failback für Daten und Datenpfade. Da dies auch bei virtuellen Maschinen funktioniert, hat Schoeller für die VMotion-Funktion von VMware eine optimale Hochverfügbarkeitsergänzung auf der Speicherseite.

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