02.04.2009 | Redakteur: Ulrich Roderer
Dank der Virtualisierung mit VMware kann die Wilken-Gruppe mehrere zehntausend Euro pro Jahr an Hardware- und Energiekosten einsparen.
Die Wilken-Gruppe, spezialisiert auf Anwendungsentwicklung von betriebswirtschaftlicher Software für die Bereiche Rechnungswesen, Material- und Warenwirtschaft, Energieabrechnung, Stahlhandel sowie Openshop-Lösungen betreibt ein eigenes Rechenzentrum für das Hosting von Applikationen. So hat sich die Wilken Rechenzentrum GmbH darauf spezialisiert, Wilken-Anwendungen für Kunden zu betreiben und diese per Internet bereitzustellen.
Das Wilken Rechenzentrum setzt auf moderne IT-Infrastruktur, darunter IBM-Hardware mit Mehrprozessorsystemen, Storage Area Network (SAN), Virtualisierungen mit VMware und Legato-Datensicherungen.
Bereits im Jahr 2005 sah sich der Geschäftsführer der Wilken Rechenzentrum GmbH, Roman Hoffmann, vor der Herausforderung, eine Lösung zu finden, die eine schnelle Adaption der Softwareentwicklungen auf die gängigen Betriebssysteme ermöglicht. Wichtig waren für diese Überlegungen vor allem energieeffiziente Lösungsansätze, die mit Hilfe von Virtualisierungs-Technologien erreicht werden sollten.
Zudem besuchten Hoffmann und sein zehnköpfiges Team entsprechende Schulungen, um einen kompletten Einblick in die Virtualisierung zu erhalten. Das primäre Ziel war, die verschiedenen internen Softwareumgebungen physikalisch abzubilden.
„In unserer Test- und Produktionsumgebung laufen derzeit rund 110 virtuelle Maschinen“, erklärt Roman Hoffmann. „Dabei ist die Tendenz deutlich steigend. Wir betreiben diese VMs auf 30 physikalischen Servern. Also haben wir noch ein wenig Spielraum, bevor neue Hardware angeschafft werden muss. Wir konnten durch die Virtualisierung mit VMware unterm Strich Hardwarekosten in Höhe von mehreren Zehntausend Euro einsparen. Dazu kommen noch Energiereduktionen um rund 15 bis 30 Prozent für Server und Clients, was umgerechnet Einsparungen in Höhe von ungefähr 20.000 Euro pro Jahr ausmacht.“
Wilken setzt unter anderem diverse Datenbank-Systeme ein, darunter DB2, MS SQL oder Oracle. Diese Mischkultur macht eine entsprechende Aufteilung der verfügbaren Ressourcen notwendig, damit sich die jeweiligen Anwendungen nicht ins Gehege kommen. Aber auch die Integration der EMC Clariion Storage-Systeme musste störungsfrei funktionieren. So wurde nach der Testinstallation der GSX Server in kürzester Zeit auf ESX 2.0 und in der Folgezeit auf ESX 3.0 umgestellt. Derzeit betreiben Hoffmann und sein Team die aktuelle Version ESX 3.5.
„Abschließend lässt sich sagen, dass wir unser Ziel voll und ganz erreicht haben“, so Roman Hoffmann. „Der Umgang mit unseren Betriebssystem-Richtlinien ist viel einfacher geworden. Aber noch wichtiger ist es, dass wir die schnelle Adaption unserer Entwicklungen auf die verschiedenen Plattformen schnell umsetzen konnten.“
Als positiven Nebeneffekt begrüßt Hoffmann auch die Einsparungen im Bereich Hardware und Energie: „Wir konnten unsere Hardware sehr effizient auslasten, sodass keinerlei Neuanschaffungen in diesem Bereich notwendig waren.“
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