02.04.2009 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter / Ulrich Roderer
Hohe Skalierbarkeit und Hochverfügbarkeit als Auswahlkriterien für eine virtualisierte Serverinfrastruktur.
Die Host Europe GmbH ist mit über 100.000 Unternehmens- und Privatkunden drittgrößter Anbieter von Internet- und Hosting-Dienstleistungen im deutschsprachigen Markt. Bereits vor einem Jahr stand der Internet Service Provider (ISP) Host Europe vor dem Problem, dass die rasanten Veränderungen im Bereich der Prozessortechnologie eine effiziente Nutzung der Ressourcen nahezu unmöglich machte.
Mit Voranschreiten der Technik und der Entwicklung von Mehrkern-Prozessoren sank die effiziente Nutzung der verfügbaren CPU-Leistung stetig auf einstellige Prozentwerte. Darüber hinaus bereiteten die Stellflächenkosten im Rechenzentrum sowie die gestiegenen Energie- und Kühlungskosten den Projektverantwortlichen Probleme, denn mit steigendem Auftragsvolumen erhöhte sich auch die Zahl der benötigten Server.
Anfänglich versuchte das Team um die Geschäftsführer Uwe Braun und Patrick Pulvermüller, mit Massenvirtualisierung dem Steigen der Gesamtkosten entgegenzuwirken. Allerdings boten die zunächst dafür eingesetzten Produkte keine effiziente Möglichkeit, die wachsenden Kundenanfragen nach Hochverfügbarkeit und freier Skalierbarkeit zu bedienen. „Unser plötzlicher Bedarf rührte natürlich aus der technologischen Etablierung von Virtualisierung am Markt“, konstatiert Patrick Pulvermüller. „Ein Nachteil der Container-Virtualisierung war allerdings, dass hierfür die gleichen Kernelressourcen verwendet werden mussten. Ein eigener Kernel je Kunde konnte wiederum nur durch eine Vollvirtualisierung realisiert werden.“
Also evaluierte das Projektteam erstmals Lösungen von VMware. Nach kurzen Testläufen wurden die Produkte VMware ESX und ESXi, die Bestandteil der VMware Infrastructure 3.5 sind, fest etabliert. Da die Verfügbarkeit der Applikationen auf den von Kunden gemieteten Servern absolute Priorität hat, wurden bei Host Europe mit VMware virtuelle Cluster realisiert. Zwei bis drei dedizierte Maschinen werden darum im Verbund an den Storage angeschlossen und stellen virtuelle Maschinen für die Kunden bereit.
„Wir haben durch die Virtualisierung mit VMware unsere Kundenbedürfnisse zu 100 Prozent gedeckt“, so Patrick Pulvermüller, CTO und Geschäftsführer von Host Europe. „Neben schneller Verfügbarkeit liegt der Fokus unseres Geschäfts auf Skalierbarkeit und Effizienz. Und diese Eigenschaften vereinen sich in der Virtualisierung mit VMware. Im Gegensatz zu derzeit verfügbaren Produkten bekannter und neuer Mitbewerber spielt VMware deutlich seine langjährige Erfahrung aus.“
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