02.04.2009 | Redakteur: Ulrich Roderer
Ich glaube, hier sind starke psychologische Mechanismen wirksam und Aufklärung ist der Schlüssel zur Akzeptanz. Oft sind dem Anwender die Möglichkeiten gar nicht bewusst und er fühlt sich gegängelt. Transparenz der Möglichkeiten, arbeitsplatzspezifisches Design der Lösung und Zusammenarbeit in der Planung werden Desktop-Virtualisierungsprojekte erfolgreich machen. Wünsche und Befürchtungen von Anwendern sind hier – vielleicht mehr als jemals in der Vergangenheit der IT – sehr ernst zu nehmen. Es ist ein altbekanntes Phänomen: Wenn der Mitarbeiter sein Werkzeug nicht mag, so wird es ihm kaputt gehen! Unternehmen müssen für Akzeptanz sorgen, um erfolgreich zu sein.
Ich möchte gerne noch einen Gedanken mit Ihnen teilen: Vielleicht liegt alleine schon in der Bezeichnung „Thin Client“ eine potenzielle Bedrohung für den Anwender? Wer möchte denn ein kleines, dünnes System haben? Da steckt ja die potenzielle Reduzierung der Möglichkeiten des Anwenders schon drin! Und es stimmt ja nicht einmal! NEC verzichtet deshalb auf den Terminus und wir sprechen vom Virtuellen PC Center.
VDI-Technik, wie sie auch von uns eingesetzt und auf eine mobile und stationäre Anwendung hin optimiert ist, bietet die Möglichkeit, den „eigenen“ PC anwendungsseitig so zu belassen, wie er ist. Im Gegensatz zum Unterbau anderer Thin Client-Einsatzszenarien steht dem Anwender schließlich „sein“ kompletter PC zur Verfügung. Sein System ist sicher, hochverfügbar, mobil und effizient, und bietet dem Anwender das gewohnte bewährte Erlebnis bei seiner Arbeit. An Arbeitsplätzen, wo der PC nur eines von vielen Arbeitsmitteln darstellt oder die Zahl der Applikationen sehr beschränkt ist, werden die Anwender über die Simplifizierung sehr erfreut sein.
Mit Verlaub: von proprietärer Plattform kann hier keine Rede sein. Wir legen großen Wert darauf, offen zu sein, gerade weil wir eine Komplettlösung haben. Der Kunde hat bestimmt Komponenten schon in Einsatz oder wünscht sie von einem anderen Lieferanten? Kein Problem, wir integrieren sie in das VPCC. In der Realität ist das sogar gängige Praxis. Ein einfaches Beispiel.
Bei der Umstellung auf virtuelle Desktops müssen zunächst die Systeme virtualisiert werden und auf dem Server laufen. Das geht relativ zügig, danach kann der Mitarbeiter von seinem „alten“ Client aus über das Netz auf seine Maschine zugreifen, auch wenn sie noch nicht durch ein anderes („thin“) System ersetzt ist. Außerdem wird kein Kunde jemals große Mengen von PCs – oder alle auf einmal – austauschen, man denke an Abschreibung, Leasing usw. Unser System ist einfach zu skalieren und in Einzelschritten zu migrieren. Eines der herausragenden Merkmale der VPCC-Lösung besteht ja gerade darin, dass es sich um frei konfigurierbare Einzelkomponenten handelt.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2020687)