Interview mit Thomas Klauder, Vertriebschef Business IT, NEC

Thin Clients sind strategische Projekte

02.04.2009 | Redakteur: Ulrich Roderer

„Die Mitarbeiter müssen überzeugt werden“, Thomas Klauder, NEC

SearchDataCenter sprach mit Thomas Klauder, Vertriebschef der Sparte Business IT bei NEC Deutschland.

SearchDataCenter: NEC bietet eine komplette Infrastruktur für virtualisierte Desktops. Wie viel Aufwand muss ein Unternehmen leisten, um selbst so eine Lösung aus einzelnen Komponenten zu bauen?

Thomas Klauder: Unsere VPCC Virtual PC Center-Lösung besteht aus Thin Client-Technologie, Virtualisierungssoftware, Voice over IP (VoIP) und Videoconferencing, Management- und Automatisierungssoftware, Servern, Storage und weiteren Peripheriegeräten wie beispielsweise zur Internet-Telephonie, Bildschirmdarstellung, Präsentation oder zur Identifikation. Das kann man sich bei eingeschränkter Leistung, Sicherheit und Funktionalität auch aus anderen Komponenten selbst zusammenstellen.

Worin wir uns abheben, sind zunächst einige technische Aspekte, wie die grafische Leistung unserer mobilen und stationären Thin Clients und die leistungsfähige und flexible USB-Verarbeitung. Weiter setzen wir zum Management der Infrastruktur fehlertolerante Servertechnologie ein, die umso bedeutender wird, je größer die Zahl der virtualisierten Desktops ist. Für diesen Einsatz sind fehlertolerante Server dem bekannten Clustering weit überlegen. Jedoch als Gesamtlösung ist Virtual PC Center (VPCC) überlegen, weil im optimalen Zusammenspiel aller Komponenten eine höhere Sicherheit, Verfügbarkeit und Effizienz erzielt wierden.

Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach die Möglichkeit, das Management virtueller Umgebungen zu automatisieren?

Seit etwa zwei Jahren ist es das Credo der Virtualisierungsgemeinde, dass der Virtualisierung die Automatisierung folgen muss, und daran arbeiten alle – mit folgenden Schwerpunkten: Dem Prozess und den Regeln der Virtualisierung und Migration, den Themen Sicherheit und Verfügbarkeit und der Optimierung der Lastverteilung. Hauptaugenmerk dabei: der Serverpark im Rechenzentrum.

Was für den Serverpark gilt, muss für den Client-Bestand umso mehr gelten. Stellt man den Kosten für eine Serviceleistung die Investitionskosten für diesen Server gegenüber, so mag das in vielen Fällen unschön aussehen. Errechnet man denselben Faktor beim Client, wird die Schieflage grotesk. Manuelle Eingriffe sind tunlichst zu reduzieren, Policies und deren automatisierte Umsetzung sind dringend geboten. Gerade hier bietet NEC Lösungen wie Softwarekomponenten zu Administration und Deployment, einem Connection Broker und dem automatisierten Load Balancing.

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