Interview mit Hasenstab Robert, NetApp

Deduplizierung auf allen Datenebenen

02.04.2009 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter / Ulrich Roderer

„Wir haben Deduplizierung in unser Standardbetriebssystem integriert“, Robert Hasenstab, NetApp

Die steigenden Datenmengen müssen nicht nur gespeichert, sondern auch gemanagt werden. Netapp hat Deduplizierung vollständig in sein Standardbetriebssystem integriert. SearchDataCenter sprach mit Robert Hasenstab, Product Marketing Manager bei NetApp.

SearchDataCenter: Mit welchen Herausforderungen haben CIOs derzeit im Storage-Umfeld zu kämpfen und wie adressiert NetApp diese Problematik?

Robert Hasenstab: CIOs kämpfen an allen Fronten gegen steigende Datenmengen. Diese Daten müssen nicht nur gespeichert, sondern auch gemanagt werden. Je komplexer die Umgebung, umso komplexer das Management. Gleichzeitig müssen Kosten gespart und die Flexibilität der Infrastruktur erhalten werden, sodass CIOs gefordert werden, nach Wegen zu suchen, die Effizienz ihrer Speicherumgebung zu erhöhen. NetApp ist auf Technologien spezialisiert, die zum einen die Storage-Auslastung und Performance verbessern und zum anderen das Datenmanagement vereinfachen sowie die TCO reduzieren.

Deduplizierung spielt aufgrund des rasanten Datenwachstums eine immer größere Rolle. Welchen Lösungsansatz bietet NetApp an dieser Stelle?

Generell besteht das Grundprinzip der Deduplizierung darin, identische Datenblöcke, Datenbruchstücke oder Dateien anhand ausgefeilter Algorithmen zu finden, Duplikate zu löschen und so Speicherplatz zu gewinnen. Während sich Produkte anderer Speicherhersteller auf die Deduplizierung von Backup- oder Archivdaten beschränken, bieten wir Deduplizierung auch für Primärspeicher an und haben die Funktionalität vollständig in unser Standardbetriebssystem integriert. So profitieren unsere Kunden von den Vorteilen der Deduplizierung auf allen Datenebenen – Primärspeicher, Backup und Archiv. Mithilfe unserer V-Series können wir unsere Deduplizierungstechnologie zusätzlich auf Storage anderer Hersteller anwenden.

Welche Vision hat NetApp vom Rechenzentrum der Zukunft?

Das Datacenter wird sich in punkto Betriebsflexibilität und niedrigeren Kosten deutlich weiterentwickeln. Die Netzwerkinfrastruktur wird auf Ethernet-Technologien mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten konvergieren, wobei zwischen der internen, externen und der Infrastruktur von Partner oder Kunden dynamische Verbindungen bestehen. Da Daten schneller wachsen, als Server- und Netzwerkressourcen verbraucht werden, wird der Storage immer mehr Raum einnehmen. Storage wird sich zu kostengünstigen, verbrauchsarmen und aktiv geschützten Archiven in Exabyte-Größe entwickeln, die hoch performante Storage Pools von viel kleinerem Ausmaß für die Produktivdaten unterstützen. Applikationen, Server und Daten werden virtualisiert sein. Sie werden die dynamische Fähigkeit besitzen, auf verschiedenen physischen Komponenten, die ohne Auswirkung auf die Anwender der Applikationen ersetzbar sind, zu laufen oder darüber Zugriff zu erhalten. All das wird anhand von Richtlinien gemanagt werden, um den Betrieb einzelner Komponenten zu optimiere

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