Hochverfügbare IT garantiert ausfallsichere Geschäftsprozesse

In zehn Phasen zum ausfallsicheren Rechenzentrum

18.12.2010 | Autor / Redakteur: Wolfgang Wündsch / Nico Litzel

Der Autor: Wolfgang Wündsch ist Geschäftsführer des Hamburger IT-Systemhauses Targosoft

Eingeschränkte Datenzugriffe kosten Geld, Ausfallzeiten in der IT kosten sind noch teurer. Ungeplante Ausfälle gefährden die Geschäftsprozesse, die heute mehr denn je von der IT-Basis abhängen. Bares Geld kann hier gespart werden, indem eine zentrale und hochverfügbare IT-Struktur zum Einsatz kommt. In nur zehn einfach planbaren Schritten lässt sich diese erfolgreich umsetzen.

Image, Umsatzzahlen, Kundenvertrauen und sozio-wirtschaftliche Reputation zählen zu den Indikatoren eines erfolgreichen Unternehmens. Abhängig sind diese nicht nur von den einzelnen Mitarbeitern, sondern auch von der Technik, die die Geschäftsprozesse stützt und gewährleistet.

Das Bild des „einfachen“ Systemausfalls ist eine Illusion. In den meisten Fällen bedeutet eine solche Störung Datenverlust, beispielsweise sensibler Kunden- oder Vertragsinformationen. Schlimmer noch, die täglichen Arbeitsabläufe müssen dann unterbrochen werden, im günstigsten Fall nur für Stunden; über Tage oder eine Woche hinweg kann sich das keine Firma leisten. Und somit entspricht ein Systemausfall eben immer einem Umsatzverlust, vielleicht verliert der Betrieb auch Kunden, Aufträge oder öffentliches Ansehen.

Betrachtet der EDV-Verantwortliche seine IT-Struktur einmal tiefer, so wird ihm auffallen, wie abhängig das jeweilige Geschäft von der IT ist. Da die heutige schnelllebige Zeit wirtschaftliche Ausfälle nicht verzeiht, muss ein Unternehmen an der IT-Basis ansetzen, um langfristige Prosperität und Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten. Hauptansatzpunkte sind Ausfallzeiten, Datenverlust und ein nur schwer verwaltbares Datenwachstum. Um das zu verhindern und somit eine kontinuierliche Geschäftstätigkeit zu garantieren, sollte der IT-Manager die Installation eines hochverfügbaren Rechenzentrums in Betracht ziehen. Oft sind dazu nur Modernisierungs-, Erweiterungs- beziehungsweise Konsolidierungsmaßnahmen nötig. Der vorliegende Plan zeigt auf, welche zehn Schritte dazu notwendig sind.

Phase 1 – Application Cluster

Die erste Phase beschreibt die Bündelung aller eingesetzten Anwendungen auf einem oder mehreren virtuellen Maschinen auf den VM Hosts. Diese sind über Fibre-Channel-Host-Bus-Adapter mit einem FC-Switch verbunden. Der Switch gewährleistet die Anbindung an den sogenannten „Shared Storage“ (Speicher mit verteilten Zugriffen). Hier werden die VM Hosts beispielsweise durch VMware High Availability und VMotion Fault Tolerance gesichert.

Der Cluster über die VMs kann Microsoft Cluster Services (MSCS), Novell Cluster Services (NCS), Oracle Real Application Cluster (ORAC) und Storage Foundation HA (SFHA) umfassen. Ausfallsicherheit auf dieser Ebene schaffen die virtuellen Maschinen sowie die Software-Tools für deren Speicherung.

Weiter mit: Phase 2 – Stretched Cluster

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Stefan Lautenschläger
Head CoE Server- & Virtualization-Solutions
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