Ein etwas zynischer Schachzug. Die Security-Hersteller aus der gut gefüllten Halle 11 warben in diesem Jahr sogar ausgesprochen plakativ mit dem Slogan, die Gefahr käme sowohl von innen als auch von außen. So seien vor allem frustrierte Mitarbeiter eine große Gefahr für die Stabilität eines Unternehmens.
Ob dies ein allzu durchsichtiger Schachzug bleibt, die Umsatzzahlen gegen Ende des Jahres werden es uns zeigen. Neben Produkten rund um die physikalische und virtuelle IT-Sicherheit gehörte zu den tatsächlichen Gewinnern vor allem der Bereich Mobilität, sowie entsprechende Dienstleistungen, bis hin zu den kleinen Alleskönnern inklusive mobilem Webzugang.
Flächendeckende Breitbandnetze für das mobile Internet sind dazu auch in Deutschland die zwingende Voraussetzung. So passte es gut in den Rahmen der diesjährigen CeBIT, dass die Deutsche Telekom ankündigte, ihr schnelles VDSL-Netz auch für Konkurrenten zu öffnen – gegen entsprechende Gebühr, versteht sich.
Und noch ein Wermutstropfen trübte die Harmonie: Warben normalerweise die Unternehmen in den letzten Jahren auf der Messe händeringend um begabte High Potentials und intelligente Fachkräfte, gab es diesmal auch einen gegenläufigen Trend: einige etwa bei den internationalen Branchengrößen Avaya und EDS beschäftigte Mitarbeiter demonstrierten gegen den in ihren Unternehmen bereits eingeleiteten Arbeitsplatzabbau.
Kein Zweifel, das sind düstere Vorzeichen für ein Jahr voll harter Einschnitte, in dem bei einer rückläufigen Konjunktur gerade leicht ersetzbare Tätigkeiten in der IT betroffen sein dürften. Dennoch sieht unter dem Strich die Bilanz der diesjährigen CeBIT gar nicht so schlecht aus.
Die Wirtschaftkrise ist gegenüber so manchem Konzern mit Überkapazitäten vor allem bei der mittelständischen IT-Szene noch nicht so deutlich ausgeprägt. Nach Einschätzung des Verband IT-Mittelstand e.V. (VDEB) will die Hälfte aller Betriebe in diesem Jahr sogar neue Jobs schaffen und weitere Investitionen tätigen.
Von staatlichen Konjunkturprogrammen dürften am Ende aber weder die CeBIT 2010 noch die mittelständischen IT-Betriebe profitieren. Doch Totgesagte leben manchmal länger. Selbst Branchenprimus SAP versprühte trotz personeller Einschnitte und einer neuen Bescheidenheit infolge der wirtschaftlichen Talfahrt auf der Messe immerhin einen kleinen Funken Zuversicht – und will der Krise auch mit neuen Investitionen begegnen.
Fachgebiet:
Business-Prozesse, Kommunikation, Digitales Equipment, Banking
Öffnungszeit: 9 bis 18 Uhr
Eintrittspreis:
Tageskarte: Vorverkauf 33,00; Tageskasse 38,00
Dauerkarte: Vorverkauf 71,00; Tageskasse 81,00
Ermäßigte Tageskarte (nur an den Tageskassen):
für Schüler, Auszubildende, Studenten, Wehrpflichtige und Zivildienstleistende (gültig am Wochenende 07. und 08. März 2009) 17,00 für Behinderte (gültig an allen Messetagen) 17,00
Veranstalter:
Deutsche Messe AG, Hannover
Messegelände
30521Hannover
Deutschland
Telefon: +49 (0)511 89-0
Telefon: +49 (0)511 89-32626