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Linux-Container: Grundlagen, Risiken und Anwendungsfälle der Container-Virtualisierung

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Vier Neuerungen beim Hybrid-Cloud-Management mit Red Hat CloudForms 4

Red Hat CloudForms ist seit kurzem in Version 4 erhältlich. Der große Versionssprung bringt vier zentrale Neuerungen beim Hybrid-Cloud-Management.

Die Hybrid Cloud liegt derzeit schwer im Trend, entsprechend groß ist der Bedarf an Management-Lösungen, die von...

virtuellen Umgebungen über Private Clouds bis hin zu angebundenen Public Clouds verschiedenste Infrastrukturressourcen über eine einheitliche Oberfläche verwalten können. Diesen relativ neuen Bedarf an Cloud-übergreifenden Management-Tools decken inzwischen verschiedenste Unternehmen wie beispielsweise VMware mit der vRealize Suite oder auch HP Enterprise mit dem neu vorgestellten Cloud Service Broker ab.

Zu den bereits etablierten Produkten gehört auch Red Hat CloudForms, das vor kurzem einen großen Versionssprung auf CloudForms 4 vollzogen hat und damit gegenüber CloudForms 3.2 vor allem vier zentrale Neuerungen bietet: Die Möglichkeit zum Container-Management, die Integration von Microsoft Azure, Multimandantenfähigkeit sowie ein neues Management-Dashboard.

Integriertes Container-Management: Für Alessandro Perilli, General Manager Cloud Management Strategy bei Red Hat, ist die Möglichkeit zum gleichzeitigen Management von Docker- bzw. Linux-Containern und herkömmlichen virtuellen Maschinen eine der wichtigsten Neuerungen in CloudForms 4.

Erstmals, so Perilli, könnten Red-Hat-Kunden damit über eine einheitliche Management-Oberfläche gleichzeitig virtuelle Maschinen und Container verwalten, konfigurieren und bereitstellen, und zwar von Red Hats eigener PaaS-Ebene (Platform as a Service) OpenShift bis hin zur IaaS-Ebene (Infrastructure as Service) unterschiedlichster Cloud-Anbieter.

Microsoft Azure und Hyper-V: Seit Anfang November 2015 gehört Red Hat Enterprise Linux (RHEL) zu den offiziell von Microsoft in seiner Public Cloud Azure unterstützten Linux-Distributionen, eine von vielen Red-Hat- und Microsoft-Kunden seit langem geforderte Integration. Der RHEL-Support in Azure war dabei nur der Anfang einer viel weitreichenderen Kooperation, wie die neue Integration von Azure und Hyper-V in CloudForms 4 zeigt.

CloudForms-Nutzer können damit ihr Hybrid-Cloud-Management auf Azure- und Hyper-V-Umgebungen ausweiten, zusätzlich zur neuen Container-Integration können zudem auch Red-Hat-, AWS-, OpenStack- und VMware-Umgebungen integriert werden. Red Hat öffnet CloudForms damit immer weiter auch für neue Kundengruppen, laut Alessandro Perilli sei auch die Integration der Google Compute Engine schon weit fortgeschritten und werde in CloudForms 4.1 nachgereicht, das voraussichtlich im zweiten Quartal 2016 erscheinen wird.

Mandantenfähigkeit: Während die Ausweitung von CloudForms auf Container- und Microsoft-Umgebungen einen offensichtlichen Vorteil verspricht, dürfe man laut Perilli aber auch die neue Mandantenfähigkeit von CloudForms 4 nicht unterschätzen. Für manche Branchen und Unternehmen sei dies nicht weiter wichtig, so Perilli, zum Beispiel für Telekommunikationsanbieter dagegen kritischer Bestandteil ihrer Infrastruktur.

Inzwischen sollen bereits viele Telekommunikationsanbieter zum Management ihrer OpenStack- und NFV-Umgebung (Network Functions Virtualization) auf Red Hat CloudForms setzen, ein fehlender Baustein in Red Hats Managment-Plattform sei aber bislang die Multi-Tenancy gewesen, die bisher nicht gegeben war. Letztlich, so Perilli weiter, bestehe der NFV-Stack grundlegend aus den zwei Komponenten OpenStack und MANO, letzteres steht für NFV Management and Organization und beschreibt einen von der European Telecommunications Standards Institute (ETSI) geführten Entwicklungsstrang, der die Automatisierung und Orchestrierung von NFV-Umgebungen erleichtern soll – und nichts anderes soll laut Perilli auch Red Hat CloudForms bieten.

Dashboard: Eine der unspektakulärsten, aber für Perilli dennoch nicht zu vernachlässigenden, Neuerungen ist die überarbeitete Benutzeroberfläche von CloudForms 4. Das Dashboard wurde komplett neu erstellt und bietet jetzt für Administratoren und Anwender in den Fachabteilungen zwei unterschiedliche Ansichten, womit Red Hat eine leichtere Nutzung von CloudForms verspricht.

Red Hat CloudForms in der heutigen Form geht auf das 2012 gekaufte Startup ManageIQ zurück, dessen Produkt inzwischen als Open-Source-Projekt verfügbar ist. Seitdem hat Red Hat seine Management-Plattform beständig ausgebaut und wird mit CloudForms 4.1 und der angekündigten Integration der Google Compute Engine ein Verwaltungs-Tool bieten, das die gängigsten Virtualisierungs- und Cloud-Plattformen unterstützt. Spätestens dann dürfte CloudForms eine der umfangreichsten Management-Lösungen für Hybrid Clouds sein.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2015 aktualisiert

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