Tools zur SSD-Optimierung für Microsoft Windows 7 und ihre Vorteile

SSD-Drives bieten eine erhöhte Sicherheit und Zugriffsgeschwindigkeit, erfordern aber besondere Einstellung beim Einsatz in Windows-7-Umgebungen

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Desktop-Management

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Kunden können auf vielfältige Weise vom Einsatz von Solid-State Drives (SSD) in ihrer Umgebung unter Microsoft...

Windows 7 profitieren, etwa von verbesserter Schockresistenz sowie von höheren Lese- und Schreibgeschwindigkeiten. Allerdings müssen Anbieter von Lösungen zur SSD-Optimierung unter Windows 7 bestimmte Einstellungen für den Alltagsbetrieb deaktivieren, darunter Prefetch und Superfetch.

Ed Tittel ist Experte für Windows 7 von Microsoft. In diesem Beitrag vermittelt er Hintergrundwissen zu SSDs, gibt Tipps zum Tuning von SSDs unter Windows 7 und macht auf Fakoren aufmerksam, die Sie beim Optimieren von SSDs zur Performance-Verbesserung unter Microsofts Betriebssystem berücksichtigen sollten.

1. Was ist eine SSD und was macht sie so besonders – und teuer?

Bei einer SSD handelt es sich um ein Solid State Drive. Die meisten SSDs nutzen die Schnittstelle Serial Advanced Technology Attachment (SATA) und sind in der Regel sehr kompakt. So dominieren in dieser Produktkategorie Modelle mit 1,8 Zoll und 2,5 Zoll, wodurch sich diese Laufwerke hervorragend für den Einsatz in Notebooks und Desktops eignen. Bei SSDs erfolgt die Speicherung von Daten nicht auf rotierenden Magnetplatten wie bei herkömmlichen Festplatten, sondern in Speicherchips. Sie sind dadurch sehr kompakt, im Vergleich zu den üblichen rotierenden Festplatten extrem schnell (der Zugriff auf SSD ähnelt mehr dem Zugriff auf RAM) und auch ziemlich teuer. Im Moment liegen die Kosten pro Gigabyte SSD-Speicher zwischen 2,50 und 3,50 US-Dollar – bei Festplatten zahlen Sie in der Regel nur um die 10 US-Cent pro Gigabyte.

Für Anbieter von Lösungen und deren Kunden bieten SSDs eine Reihe sehr attraktiver Vorteile. Sie sind bei Lese- und Schreibvorgängen vier- bis fünfmal schneller als herkömmliche Festplatten. Sie besitzen keinen Elektromotor wie normale rotierende Platten und sparen dadurch erheblich Strom. Dies senkt den Energieverbrauch insgesamt und wirkt sich gerade bei Notebooks und Netbooks sehr positiv auf die Akkulaufzeit aus.

Darüber hinaus sind sie im Vergleich zu rotierenden Platten viel widerstandsfähiger bei Stürzen und Stößen. In der Regel verfügen SSDs über eine Schockresistenz von 1000 G und mehr – bei Festplatten liegt die Schockresistenz bei lediglich 30 G bis 70 G im Betrieb und bei 350 G im Ruhezustand.

Wenn der Kunde die Kosten nicht scheut, bietet eine SSD also viele Vorteile für Desktops oder Notebooks. Ganz besonders zeigt sich dies bei System-Laufwerken, bei denen sich das Starten, Hochfahren und Herunterfahren durch den Einsatz von SSDs drastisch beschleunigen lässt.

2. Wie gut eignet sich Windows 7 für SSDs? Bietet es eine automatische Konfiguration für SSD-Optimierung und -Einrichtung?

Windows 7 harmoniert normalerweise am besten mit SSDs, wenn Sie es auf einem Solid-State Drive installieren. Allerdings nimmt auch Windows 7 im Gegensatz zu den Aussagen in der Produkt-Informationen von Microsoft nicht alle Einstellungen automatisch vor. Es ist daher absolut unerlässlich, eine kurze Checkliste mit Einstellungen selbst abzuarbeiten, egal ob das System bereits über eine SSD als System-Laufwerk für die Installation von Windows 7 verfügt oder das SSD als Ersatz für ein ursprünglich installiertes Laufwerk (wahrscheinlich das System-Laufwerk) dienen soll.

Führen Sie folgende Schritte durch:

- Prefetch, Superfetch und ReadyBoost deaktivieren

- System-Wiederherstellungsdienst von Windows für die SSD deaktivieren

- Datenträger-Defragmentierung für die SSD deaktivieren

Sie können diese Einstellungen für die SSD-Optimierung unter Windows 7 auch mithilfe eines wirklich guten Tools überprüfen: SSD Tweak eignet sich hierfür hervorragend. Vielleicht sollte ich noch darauf hinweisen, dass es jede Menge Tipps für spezielle Einstellungen gibt, die entweder unnötig oder schlichtweg kontraproduktiv sind. Natürlich sollten die Anbieter von Lösungen ein wenig Anpassungsarbeit betreiben, allerdings nur, soweit das wirklich hilfreich ist.

 

 

Über den Autor

Ed Tittel ist freiberuflicher Journalist und hat neben eigenen Büchern bereits Beiträge für über 100 Bücher zum Thema Computer verfasst, einschließlich MCSE Windows XP Professional Exam Cram 2 (Exam Cram 70-270) Er schreibt und bloggt regelmäßig für zahlreiche Websites. Mit seinen letzten Projekten hat er sich auf Windows 7 konzentriert und den Verkaufsstart des Betriebssystems begleitet.

Artikel wurde zuletzt im Mai 2010 aktualisiert

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