Single Image Management und die Nachteile für Storage und Performance

Viele Administratoren erleichtern sich den Umgang mit VDI-Umgebungen durch Single Image Management. Es gibt dabei aber auch einige Nachteile.

Setzen Sie ein einzelnes Festplatten-Image ein und rollen das an alle Ihre VDI-Anwender (virtuelle Desktop-Infrastruktur)...

aus, dann ist das theoretisch sehr komfortabel, erleichtert das Management und Sie benötigen weniger Storage. Praktisch gibt es allerdings auch einige Nachteile in Bezug auf das Management eines einzelnen Images, über die Sie sich im Klaren sein sollten.

Die Vorteile von Single Image Management sind einer der Gründe, warum IT-Abteilungen VDI überhaupt einsetzen. Die Software hinter dem Management eines einzelnen Images verwendet Driver-Injection-Technologie, um ein Image auf einen PC zu streamen. Gleichzeitig verwaltet sie auch die Konfigurationsdateien und hält eine Treiber-Bibliothek vor. Somit weiß das Programm, welcher PC welche Treiber benötigt und kann diese entsprechend ausliefern. Das so genannte Golden Image können Sie dann an viele Desktops und Anwender ausgeben. In diesem Fall müssen Sie lediglich ein einziges Abbild patchen und updaten, nicht viele verschiedene. Das klingt alles ganz einfach, hat aber auch Nachteile. Nebenbei bemerkt müssen Sie übrigens nicht zwingend VDI verwenden, um die Vorteile von Single Image Management nutzen zu können.

Was sind die Nachteile von Single Image Management?

Rollen Sie ein VDI-Image an eine Gruppe an Anwender aus, ist das Image selbst für Änderungen und Anpassungen möglicherweise gesperrt. Die Anwender können aber trotzdem Ihre Desktops anpassen und neue Applikationen installieren. All diese zusätzlichen Informationen werden dann separat gespeichert. Das geschieht entweder auf der lokalen Festplatte, einem gemeinsam genutzten Netzwerk-Speicher oder einem virtuellen Massenspeicher. Je mehr die Nutzer „ihren“ Desktop allerdings anpassen, desto mehr persönliche Informationen müssen beim Anmelden des Anwenders in den virtuellen Desktop geladen werden. An dieser Stelle gibt es eventuell Performance-Probleme, was unter Umständen einige der zuvor angesprochenen Vorteile bei der Verwendung eines einzelnen Images zunichte macht: Sie benötigen nicht so wenig Storage wie gehofft, wenn jeder Anwender viel Speicherplatz für persönliche Zwecke verbraucht, und anstelle des einfacheren Managements müssen Sie sich mit Performance- und Kapazitäts-Problemen auseinandersetzen.

Wie können Administratoren Problem in VDI-Umgebungen adressieren?

Wenn das Storage an sein Grenzen stößt oder Updates für Applikationen und Betriebssystem zur Verfügung stehen, können Sie das Basis-Image neu erstellen und ausrollen. Behalten Sie allerdings im Hinterkopf, dass das neue Basis-Image mit den Anpassungen der Anwender inkompatibel sein kann. In diesem Fall müssen Angestellte ihre persönlichen Einstellungen neu konfigurieren oder entsprechend Applikationen von Drittanbietern neu installieren.

Es gibt einige Management-Tools für Images, die Ihnen bei dieser Aufgabe helfen. In diesem Fall verwenden Sie allerdings nicht mehr wirklich länger ein einzelnes Image. Zum Beispiel sehen Sie beim Image-Management von Windows Server 2012 die komplette VDI-Umgebung auf einen Blick. Sie installieren Patches, sobald diese verfügbar sind, und identifizieren Pools von Anwendern, die gleiche Anforderungen haben. Anstelle eines einzigen Images stellen Sie nun verschiedene Images für kleinere Gruppen mit ähnlichen Ansprüchen zur Verfügung.

Alternativ können Sie beispielsweise mit VMware Horizon Mirage Abbilder in verschiedene Schichten aufteilen. Sie haben mindestens ein Basis-Image für das Betriebssystem, diverse Treiber-Bibliotheken und Images für die Applikations-Schichten. Nun können Sie verschiedene Kombinationen an Treibern und Applikationen an die entsprechenden Anwender ausgeben. In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit, eine Ebene zu aktualisieren und stören die anderen dabei nicht.

Wie benutze ich Single Image Management ohne VDI?

Mithilfe von Disk-Streaming-Tools können Sie die gleiche Funktionalität realisieren, wie das auch beim Single Image Management in einer VDI-Umgebung möglich ist. Beim Single Image Management in VDI-Umgebungen verwenden Sie für jede virtuelle Maschine nur ein Image. Jeder Anwender lädt also das gleiche Festplatten-Image und es gibt lediglich in Bezug auf individuelle Anpassungen nach dem Startvorgang Unterschiede.

Beim Disk-Streaming dagegen stellen Sie jedem im Netzwerk befindlichen Computer das gleiche Image zur Verfügung und sind nicht nur auf virtuelle Maschinen beschränkt. Disk-Streaming-Tools stellen lediglich die grundlegenden Daten bereit, die das System für das Starten von Windows benötigt. Sobald Windows gestartet ist, schicken die Disk-Streaming-Tools nur noch notwendige Informationen an die Clients. Die Daten auf dem Gerät können dabei persistent oder nicht-persistent sein und nach jedem Herunterfahren gelöscht werden. In letzterem Fall bekommen Anwender auch ohne VDI bei jedem Anmelden eine frische Instanz des gleichen Desktops.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2014 aktualisiert

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