Performance-Monitoring: Tipps zur Auswahl von Benchmark-Tools für VDI

Das Performance-Monitoring ist ein kritischer Bestandteil einer jeden VDI-Umgebung. Mit diesen Tipps finden Sie das richtige Benchmark-Tool.

Um angemessene Leistungsniveaus zu gewährleisten, genügt es nicht, nur zusätzliche Bandbreite für eine Virtual-Desktop-Infrastruktur...

(VDI) bereitzustellen. Für eine zuverlässige Leistungsfähigkeit muss über Benchmarks kontinuierlich gemessen, getestet und bewertet werden – drei Dinge, die während einer VDI-Implementierung häufig vernachlässigt werden. Doch wie können Sie beurteilen, wie viele VDI-Desktops eine Implementierung unterstützen kann, wenn Sie nicht wissen, zu welcher Leistung das WAN, das LAN und die Netzwerkkomponenten fähig sind?

Zu Beginn eines VDI-Projekts ist eine saubere Planung erforderlich, und dabei sollte bestimmt werden können, welche Desktops, Anwender und Anwendungen für VDI geeignet sind und welche nicht. Ist die VDI-Umgebung erst einmal implementiert, dann möchten Unternehmen schließlich proaktiv reagieren können, wenn Leistung und damit Benutzererlebnis die Erwartungen voraussichtlich nicht erfüllen. Das mag sich auf den ersten Blick so anhören, als wäre dies lediglich eine Frage der richtigen Tools, aber das Messen aussagekräftiger Benchmarks bei VDI kann ein sehr kompliziertes Unterfangen sein.

Das sollten VDI-Benchmark-Tools bieten

Aufgrund der verschiedenen Technologieschichten ist es schwieriger, den Status der VDI-Bereitstellung und vor allem das Benutzererlebnis aussagekräftig zu messen und zu klassifizieren. Diese Komplexität hat letztendlich dazu geführt, dass ein ganzes Ökosystem von VDI-Benchmark-Tools entstanden ist. Statt die Leistung dem Zufall zu überlassen, können Sie also robuste Benchmark-Tools von vielen verschiedenen Anbietern zu Rate ziehen, die die Leistung messen, Trenddaten erfassen und Lösungen für Bandbreitenprobleme bieten.

Bei der Auswahl des richtigen Produkts geht es darum, zu bestimmen, was gemessen werden soll, wie die Messwerte aufbereitet werden sollen und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um Probleme zu lösen. Achten Sie unter anderem auf die folgenden Funktionsmerkmale:

  • Benutzerfreundlichkeit: Die Technologie sollte über ein anpassbares Dashboard belastbare Echtzeitinformationen bieten.
  • Datenbank: Die Datenbank sollte konfigurierbar sein, den Zugriff von mehreren Tools aus ermöglichen, Import- und Exportfunktionen bieten und mehrere gleichzeitige Anwender unterstützen.
  • Spezifikation zusätzlicher Maßnahmen: Das Benchmark-Produkt sollte Empfehlungen, zusätzliche Recherchefunktionen und eine Möglichkeit bieten, bei Vorfällen oder Warnungen Maßnahmen zu ergreifen.
  • Unabhängigkeit: Suchen Sie nach einem anbieterunabhängigen Produkt, das den bevorzugten Umgang eines bestimmten Anbieters in jeder virtualisierten Anwendungsschicht – Server, Storage, Desktop und so weiter – vermeidet. Das Produkt sollte auch bei der Problemdiagnose neutral bleiben.
  • Analytische Tiefe: Es sollten detaillierte Kennzahlen für ein technologisch breites Spektrum zur Verfügung gestellt werden, um die VDI-Umgebung auf allen Ebenen überwachen zu können. Von Latenz und Datendurchsatz bis hin zum Datenverkehr.

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  • Echtzeitverwaltung: Achten Sie auf die Fähigkeit zur Echtzeitüberwachung mit der Möglichkeit, direkt eingreifen zu können. Zusätzlich sollten auch Diagramme und Warnungen in Echtzeit aktualisiert werden.
  • Verlauf: Achten Sie zudem darauf, dass das Tool Aktivitäten und Trends speichert und die nötigen Informationen bereitstellt, um Berichte zur historischen Verlaufsanalysen zu erstellen.
  • Erweiterbar: Das Produkt sollte mehrere virtuelle Domänen erfassen können und fähig sein, Daten zu umfassenden Berichten zu kombinieren. Gleichzeit muss es aber in der Lage sein, einzelne Domänen, Segmente, Anwender und Endpunkte auch isoliert zu betrachten.
  • Integration: Kann das Tool in vorhandene Überwachungs- und Verwaltungslösungen integriert werden? Verfügt es über ein breites Spektrum an branchenüblichen Kommunikationsschnittstellen?
  • Problem-Identifizierung: Es sollte in der Lage sein, Performance-Abhängigkeiten, Engpässe und Beziehungen zwischen verschiedenen VDI-Komponenten zu identifizieren.
  • Geringe Beeinträchtigung: Das Produkt sollte andere Monitoring-Tools nicht beeinträchtigen, passive Überwachung einsetzen und Updates unterstützen, ohne Netzwerkverbindungen zu stören. Die Installation von Modulen und Endpoint-Agents sollte die Nutzbarkeit des Netzwerks nicht stören.
  • Implementierung: Achten Sie darauf, dass verschiedene Optionen der Implementierung verfügbar sind, durch die bei Bedarf nach und nach weitere Funktionsmerkmale oder Updates installiert werden können, die den Produktivbetrieb nicht stören.
  • Skalierbarkeit: Die Monitoring-Lösung sollte hinreichend skalierbar sein, um ein möglichst großes Spektrum von Zielnetzwerken zu unterstützen, von kleinen Betrieben mit mehreren Standorten bis hin zu großen Unternehmen mit mehreren hundert Servern und Petabytes an Storage.

Benchmarks sollten mehr als nur Latenz und Bandbreite messen

Umfassende Tools messen alle Parameter von physischen und virtuellen Maschinen, wie zum Beispiel CPU-Leistung und -Last sowie die Leistung anderer Komponenten, die sich auf das Endbenutzererlebnis auswirken können. Das Monitoring-Tool Ihrer Wahl sollte darüber hinaus Elemente wie zum Beispiel Aktualisierungsraten von virtuellen Maschinen, Antwortzeiten von Endpunkten und den Zugriff auf Endpunkte verfolgen.

Mehrere Anbieter liefern Produkte, die diesen Anforderungen entsprechen, wie zum Beispiel Akorri, BMC Software, CA, Citrix Systems, HP, IBM, Liquidware Labs, Virtual Instruments und VMware. Damit gibt es durchaus einige Produkte oder Lösungspakete, die Management, Monitoring und Analyse der VDI-Performance ermöglichen und dabei auch die jeweiligen Unternehmensanforderungen erfüllen.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2015 aktualisiert

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