Neue PowerShell-Cmdlets des Windows Management Framework 5.1

Die PowerShell 5.1 steht schon in den Startlöchern: Das WMF 5.1 kann derzeit als Preview getestet werden und bietet einige neue PowerShell-Cmdlets.

Das Windows Management Framework (WMF) 5.1 ist derzeit als Preview erhältlich und wird beim Erscheinen einige neue Funktionen und Fehlerbehebungen enthalten. Damit bietet das WMF 5.1 gegenüber der aktuellen Version PowerShell-Anwendern beispielsweise eine verbesserte Performance sowie einige neue Cmdlets.

Die bessere Performance schlägt sich vor allem in einer schnelleren Startzeit nieder. Auch die benötigte Zeit, um Objekte über die Pipeline an Cmdlets wie ForEach-Object oder Where-Object zu übertragen, wurde deutlich reduziert. Da die PowerShell inzwischen plattformübergreifend zur Verfügung steht, kann Microsofts Skriptsprache als Desktop- oder als Core-Version heruntergeladen werden.

Jede Version bietet einen spezifisch für die jeweilige Plattform passenden Funktionsumfang, die Desktop-Version basiert auf .NET und ist wie bisher auch für Windows und Windows Server sowie für Windows Server Core gedacht. Die Core-Edition dagegen basiert auf .NET Core für MacOS und Linux, wodurch auch die darauf aufbauende PowerShell-Version für diese Betriebssysteme sowie für die Nano-Server-Installation von Windows Server 2016 gedacht ist.

Auch die Desired State Configuration hat einige beachtenswerte Neuerungen im Windows Management Framework 5.1 erfahren, was sich beispielsweise durch die Verwendung des PsDscRunAsCredential-Cmdlets in Composite-Ressourcen ausdrückt, wodurch sich DSC-Konfiguration mit anderen Anmeldedaten ausführen lassen. Wer auf DSC-Klassen basierte Ressourcen erstellt, der kann mit diesen Klassen jetzt auch Composite-Ressourcen erstellen. Zusätzlich zu den Funktionsänderungen wurden mit dem WMF 5.1 auch das Debugging klassenbasierter Ressourcen und der Registrierungsprozess von DSC Pull Servern verbessert.

Neue PowerShell-Cmdlets des WMF 5.1

Das Windows Management Framework 5.1 enthält das neue Microsoft.PowerShell.LocalAccounts–Modul, mit dem Anwender Aufgaben wie Get-LocalUser oder Set-LocalGroup durchführen können. Ein weiteres interessantes Cmdlet ist Get-ComputerInfo. Bisher mussten Administratoren direkt die Windows Management Instrumentation (WMI) anfragen, um Informationen über Standardhardware und Betriebssystem zu erhalten. Dieses neue Cmdlet liefert jetzt einige der wichtigsten Informationen über einen einzigen Befehl.

Microsoft hat mit der PowerShell 5.1 aber auch die Cmdlets PowerShellGet und PackageManagement verbessert. Neben diversen Fehlerbehebungen kann das PackageManagement-Cmdlet jetzt auch ohne Internetverbindung verwendet werden. Das dürfte sich zum Beispiel in DMZ-Umgebungen als nützlich erweisen, in denen der Internetzugang deaktiviert ist.

Bisher erhielten Admins, die Cmdlets wie Find-Module oder Install-Module verwendet haben, permanent die Benachrichtigung, NuGet zu aktualisieren. Mit der PowerShell 5.1 lädt PackageManagement jetzt aber stehts die aktuellste Version des NuGet-Providers.

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Mit dem Update auf das Windows Management Framework 5.1 wurden auch Dateikataloge integriert, die sich über die Cmdlets New-FileCatalog und Test-FileCatalog verwenden lassen. Damit können Katalogdateien angelegt werden, also Pakete mit vielen unterschiedlichen Dateien oder Ordnern. Durch das Verpacken in Dateikataloge können diese Dateien wesentlich einfacher und schneller verteilt werden.

Da innerhalt eines jeden Kataloges für jede Datei ein Hash-Wert generiert wird, ist dies zudem eine sehr sichere Variante der Datenverteilung. Um zu testen ob der Katalog, den man erhalten hat, auch dem Katalog entspricht, der ursprünglich erstellt wurde, kann das Test-FileCatalog-Cmdlet verwendet werden.

Installation des WMF 5.1

Bisher galt das .NET Framework 4.6 als Voraussetzung für das Windows Management Framework 5.1, laut Microsoft ist inzwischen aber lediglich .NET 4.5 nötig. Sobald WMF 5.1 aus dem Microsoft Download Center heruntergeladen wurde, kann es also direkt über WMF 5.0 installiert werden. Auf Betriebssystemseite gibt es dabei keinerlei Einschränkungen, Unternehmen können WMF 5.1 also auch auf alten Betriebssystemen bis hin zu Windows 7 SP1 und Windows Server 2008 R2 einsetzen.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2017 aktualisiert

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