Mit Intels neuem Haswell E5-2600 v3 zu mehr Performance im Data Center

Intels neuer Haswell-Chip E5-2600 v3 verspricht große Performance-Vorteile. Erste Server wurden bereits von Dell, HP oder auch IBM angekündigt.

Auf seinem Intel Developer Forum hat Intel den neuen Xeon-Prozessor E5-2600 v3 mit Code-Namen Haswell-EP vorgestellt,...

der speziell für Software-definierte Umgebung designed wurde. Die dritte Generation der E5-2600-CPU bringt 18 Kerne und die Unterstützung für DDR4-Speicher sowie 40GbE-Unterstützung mit und wird im 22nm-Verfahren hergestellt.

Laut Intel sind es vor allem die Möglichkeiten von 40 Gigabit Ethernet und des DDR4-Speichers, die bei Performance-Engpässen in Software-definierten Data Centern  Abhilfe schaffen sollen. Im Vergleich zur Vorgängerversion Ivy Bridge soll der Xeon E5-2600 v3 zum Beispiel zehn Prozent mehr IPC (Instuctions per Cycle) liefern können.

Gleichzeitig ermöglicht die neue Haswell-Architektur den Einsatz von mehr Prozessorkernen und liefert pro Kern mehr Bandbreite, eine bessere Performance pro Watt, geringere Latenz und mehr PCIe-Bandbreite. Damit setzt sich Intel nicht weniger zum Ziel, als die Data-Center-Architektur zu revolutionieren.

Big Data, HPC und Cloud: Enterprise-IT noch nicht auf heutige Herausforderungen vorbereitet

Während Big Data, High Performance Computing (HPC) und die Cloud in der Enterprise-IT längst große Bedeutung besitzen, sei die heutige Infrastruktur auf diese Trends noch immer nicht ausreichend vorbereitet, so Dylan Larson, Director von Intels Xeon Produktmarketing. Für ihn setzt der neue Haswell-Chip genau dort an und sei für den Einsatz im Herzen des agilen Data Centers konzipiert worden, um ein besseres Zusammenspiel aus Compute-, Netzwerk- und Storage-Komponenten zu ermöglichen.

„Wenn wir einen neuen Prozessor entwickeln denken wir an alle Bestandteile des Data Centers. Wir wollen nicht nur die Compute-Komponenten verbessern, sondern ebenso Storage und Networking, da sich genau hier inzwischen die kritischen Performance-Engpässe befinden“, erklärt Eoin McConnell, Product Director Xeon E5.

Für Gartners Research Director Sergis Mushell ist die Integration von Compute-, Networking- und Storage-Ressourcen aber nichts, woran nur Intel arbeitet: „Die ganze Industrie bewegt sich derzeit in diese Richtung“.

Der neue Chip ersetzt die Ivy-Bridge-Architektur Xeon E5 2600 v2, die im letzten Jahr auf dem Intel Developer Forum vorgestellt wurde. Im Release-Zyklus von Intel entspricht dieser Launch der „Tack“-Phase in Intels „Tick-Tack“-Modell, bei der mit „Tick“ das Verkleinern der Prozessor-Architektur und mit „Tack“ eine neue Architektur bezeichnet wird. Spätestens alle 18 Monate gibt es entweder ein „Tick“ oder ein „Tack“.

„Von der neuen Haswell-Generation werden Kunden definitiv profitieren“, ist sich Sergis Mushell sicher. „Es handelt sich hierbei um eine ganz neue Architektur, die sehr viel energieeffizienter arbeitet.“ Während der Software-definierte Ansatz und die DDR4-Unterstützung die großen Highlights des Xeon E5-2600 v3 sind, ist für Sergis Mushell der Umgang mit virtuellen Maschinen (VM) mindestens von ebenso großer Bedeutung.

Vergleich zwischen Intel Haswell E5-2600 v3 und E5-2600 v2

„Eine der größten Herausforderungen ist es heutzutage, Workloads erfolgreich in multimandantenfähigen Umgebungen auszuführen“, erklärte Intels Software General Manager Billy Cox während eines Workshops zum neuen Haswell-Prozessor. „Ein Problem liegt zum Beispiel darin, dass IT-Abteilungen noch nicht wirklich in der Lage sind, sogenannte Noisy Neighbours [ also Störquellen, Anm. d. R.] direkt zu beseitigen.“

Mit Noisy Neighbour sind zum Beispiel Bandbreiten-hungrige virtuelle Maschinen gemeint, die die Performance anderer virtueller Maschinen stören. Die neue Haswell-Architektur hilft dabei, entsprechende Anwendungen zu finden und den virtuellen Maschinen eine andere Priorität zuzuweisen. Die neuen Chips vereinfachen es also, Störquellen zu finden und zu beseitigen. „In früheren Versionen gab es diese Funktion nicht“, erklärt Billy Cox. „Mit dem neuen Chip wissen IT-Abteilungen jetzt, welche VM Probleme verursacht.“

Cache-QoS und DDR4: Server mit Intels Haswell  E5-2600 v3 bringen viele Vorteile

Zu diesem Zweck nutzt der neue Haswell-Chip einen Cache-Monitor, also eine Art Cache-QoS (Quality of Service), mit dem sich Auslastung und Service-Level-Qualität verbessern lassen sollen. „Von dieser Beseitigung von Noisy Neighbours werden Unternehmen am meisten profitieren“, so Sergis Mushell. „Der Großteil aller Server in Unternehmen ist mittlerweile virtualisiert, da kann die Fähigkeit, Performance-Probleme auszumerzen, spürbar die Effizienz verbessern.“

Die neuen Haswell-Prozessoren sind auch die ersten, die mit Unterstützung für DDR4-Speicher ausgestattet sind. DDR4-Speicher ermöglicht höhere Bandbreiten und ist damit schneller als DDR2- oder DDR3-Speicher. Demnach soll die DDR4-Unterstützung den neuen Haswell um 50 Prozent energieeffizienter und um 50 Prozent schneller machen.

„DDR4 ist eine neue Technologie, daher war ihr Einsatz auch höchst kritisch“, so Billy Cox. „Wir mussten einen Weg finden, mit dem wir nicht extrem energiehungrige Systeme entwickeln würden.“ Laut Billy Cox hat die Industrie mit dem Einsatz von DDR4 vor allem deshalb so lange gezögert, weil der Speicher früher sehr teuer war. Inzwischen würden die Vorteile die Kosten aber überwiegen.

Seit der Vorstellung der neuen Haswell-Generation haben die meisten Server-Hersteller ihr Portfolio aktualisiert und neue Modellreihen auf Basis des  Xeon E5 2600 v3 angekündigt. HP hat die neue Generation 9 der ProLiant-Server vorgestellt, Dell die 13. Generation der PowerEdge-Server und IBM kurz vor der Übernahme der x86-Server-Sparte durch Lenovo noch neue System x-M5-Server.

Folgen Sie SearchDataCenter.de auch auf Facebook, Twitter und Google+!

Artikel wurde zuletzt im September 2014 aktualisiert

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über x86-Rack-Server

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchStorage.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

Close