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Excoscale will gegen Amazon als einfache und günstige Cloud-Plattform punkten

Dem Schweizer Cloud-Anbieter Exoscale ist vor dem Wettbewerb mit Amazon nicht bange. Er punktet mit Einfachheit, Kosten und Datensouveränität.

Der Schweizer Cloud-Provider Exoscale ist erst seit 2011 aktiv. Dennoch verfolgt CEO Antoine Coetsier große Ziele: „Wir wollen eine pan-europäische Alternative zu Amazon Web Services werden.“

Im Moment ist Exoscale mit zwei Rechenzentren in Genf und Zürich in erster Linie auf dem Heimatmarkt Schweiz aktiv und hat bereits gute Erfolge erzielt. 2.000 Kunden haben sich für Exoscale entschieden. „Sogar Banken sind zu uns gekommen, damit hatten wir gar nicht gerechnet“, berichtet Coetsier. „Unser Standort ist für die Kunden wichtig. Sie wollen einen Provider aus dem eigenen Land und die Daten in den Landesgrenzen halten. Dies versteht man unter Datensouveränität.“  Der Snowden-Effekt sei ein wichtiges Argument und bloßer Datenschutz reiche nicht mehr aus. Es gebe erhebliches Misstrauen gegen die großen US-Provider. In den letzten fünf Monaten hat sich die Anzahl der Kunden bei Exoscale verdoppelt.

Jetzt soll die Expansion nach Deutschland und Frankreich erfolgen, wo auch jeweils zwei Rechenzentren geplant sind. In Deutschland hat Exoscale in der ersten Jahreshälfte bereits Fuß gefasst durch den Kauf des Berliner Providers Cloud Central. Seit dem 1. März gibt es ein Büro in Berlin. Hinter den Expansionsplänen steht mit Swisscom Ventures, der Wagniskapitaltochter der Swisscom AG, ein bedeutender Investor.

Zu den Argumenten, mit den Exoscale beim Kunden punktet, gehört ein transparentes und günstiges Preismodell. „Wir bieten ein unternehmensfreundliches Preismodell mit Pre-Paid und Post-Paid und korrekten Rechnungen.“ Auch die einfache Bedienung stellt Coetsier als Vorteil heraus. Ein Einstiegspaket mit einem Prozessorkern, 512 GB RAM und SSD ist bereits für fünf Euro pro Monat zu haben.

Technik für Public Cloud

In technischer Hinsicht steht im Moment Objekt-Storage im Vordergrund, die kompatibel zu Amazon S3 gestaltet ist. Werkzeuge wie ITIL, Ruby, Java, Puppet, Chef und Docker sind integriert. Exoscale verwendet eine eigene Orchestrierungslösung. In Arbeit sind die Elastic Cloud und Docker sowie Datenbank wie Postgres und MySQL. „Wir bieten ein Cloud-natives Framework“, betont Coetsier. Der Speicher basiert vollständig auf SSD-Laufwerken. Ein Cloud Server kann binnen 30 Sekunden gestartet werden.

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Artikel wurde zuletzt im November 2016 aktualisiert

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