Crash-Kurs: Einführung in Microsoft Windows Server 2012 Hyper-V

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Crash-Kurs: Einführung in Microsoft Windows Server 2012 Hyper-V

Fernanda Aspe, Redaktionsassistentin

Das vergangene Jahr war ein Jahr des Wandels, insbesondere für Microsoft mit dem Marktstart von Windows Server 2012 Hyper-V. Sich an Wandel anzupassen, kann jedoch schwierig sein, und wir möchten Ihnen dabei helfen, bei den Neuerungen der Virtualisierungslösung Hyper-V auf dem Laufenden zu bleiben. In dieser Einführung zu Windows Server 2012 Hyper-V beschäftigen wir uns mit Lizenz-Optionen, dem neuen Format für virtuelle Festplatten unter Hyper-V und mit der Planung von Hyper-V-Updates.

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Keine Lizenz-Option für Hyper-V mehr

Im September wurde die Lizensierungspolitik von Microsoft für Windows Server 2012 vereinfacht. Das Produkt enthält jetzt die Virtualisierungsplattform Hyper-V 3.0; die Enterprise-Edition wurde abgeschafft, so dass Nutzer nur noch zwei Optionen haben: Datacenter- oder Standard-Edition. Die Datacenter-Edition kostet 4809 US-Dollar pro zwei Prozessoren und ohne Begrenzung der Instanzen an virtuellen Betriebssystemen. Die Standard-Edition kostet 882 Dollar pro Host, wobei zwei virtuelle Betriebssystem-Instanzen erlaubt sind.

Die neue Lizensierungspolitik von Microsoft sollte eine Erleichterung für IT-Anwender darstellen. Für hochgradig virtualisierte Umgebungen ist die Datacenter-Edition die beste Option. Die Standard-Edition dagegen eignet sich am besten für kleinere IT-Anwender: Hier können so viele Lizenzen gekauft werden, dass sie für die gewünschte Zahl an virtuellen Maschinen (VMs) in virtualisierten Umgebungen mit relativ geringer Dichte ausreichen. Wer mehr als fünf Standard-Lizenzen benötigen würde, ist mit der Datacenter-Edition aber wahrscheinlich besser bedient.

Ein neues Format für virtuelle Festplatten: VHDX

Ein wichtiges Merkmal von Windows Server 2012 Hyper-V ist VHDX, ein neues Format für virtuelle Festplatten. Mit diesem Nachfolger von VHD (Virtual Hard Disk) können Administratoren deutlich größere Festlatten mit bis zu 64 Terabyte Kapazität erstellen. IT-Profis, die VHX in bestehenden Hyper-V-Umgebungen verwenden, können dieses Format leicht in VHDX für Windows Server 2012 konvertieren. Allerdings ist es dafür wichtig, die VMs auf Server unter Windows Server 2012 Hyper-V zu migrieren.

Weiterhin sind feste und dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatten möglich, VHDX erlaubt außerdem zusätzlich die Erstellung von Differenz-Disks im Hyper-V Manager. Diese erleichtern die Einrichtung von VMs auf der Grundlage von Templates – Sie können damit sogar mehrere VMs von einem Grund-Template erstellen.

VHDX-Dateien unterstützen größere Block-Größen für Differenz- und dynamisch erweiterte Disks. Zusätzlich hat Microsoft Maßnahmen zur Verhinderung von Datenschäden innerhalb von VHDX-Dateien umgesetzt. Wie es scheint, sind die VHDX-Funktionen für IT-Profis also erfreulich.

Erstellen einer Roadmap für das Hyper-V-Update

Bei der Planung eines Hyper-V-Updates mit Windows Server 2012 gibt es drei Punkte zu berücksichtigen. Erstens sollten Sie Microsofts neues Lizenz-Modell beachten, das nur noch die Editionen Datacenter oder Standard umfasst. Wenn Sie derzeit Windows Server 2008 R2 Enterprise Edition haben, ist ein Upgrade nur auf die Enterprise-Edition möglich.

Denken Sie daran, dass ein Update eine gewisse Downtime mit sich bringt, also sollten Sie dafür eine Zeit wählen, die für die Endnutzer am wenigsten störend ist. Wenn Sie Ihre Hyper-V-Server als Cluster betreiben, wird eine Migration auf einige neue Server erforderlich sein. Und sie müssen entscheiden, was Sie während der Migration mit den VMs machen.

Während des Updates sollten Sie die folgenden wichtigen Punkte beachten. Erstens ist ein Backup aller VMs und virtuellen Hosts erforderlich. Bevor sie das eigentliche Upgrade oder die Migration auf neue Rechner vornehmen, sollten Sie das Hyper-V-Update in einer Test-Umgebung einüben. Und zum Schluss, wenn alle VMs auf dem aktualisierten Hypervisor laufen, müssen Sie auf jeder davon Microsoft Integration Services aktualisieren.

Einführung in Storage bei Windows Server 2012 Hyper-V

Trotz der neuen Storage-Architektur bei Windows Server 2012 Hyper-V wären hier weitere Verbesserungen möglich. Mit drei Methoden lassen sich aber schon jetzt das Management von Hyper-V vereinfachen und Ausfallzeiten verringern.

Erstens können Sie als alter VHD-Nutzer die Konversion auf VHDX mit minimaler Ausfallzeit für Ihre Hyper-V-VMs vornehmen. Zweitens können Sie ohne Ausfallzeit von festen auf dynamisch erweiterte Disks umstellen. Dadurch kann Ihre Organisation nicht nur Zeit sparen, sondern auch Geld, denn Hyper-V nutzt Storage-Ressourcen effizienter, und der Wechsel zwischen Disk-Typen ist leicht zu bewerkstelligen.

Drittens lässt sich auch VM-Storage ohne Ausfallzeit vergrößern. Dies spart nicht nur viel Zeit, sondern macht auch die alte Administrator-Praxis des Überprovisionierens von Platten-Ressourcen unnötig. Dadurch können Organisationen ihre Storage-Ressourcen intelligenter einsetzen und so ebenfalls Geld sparen. Der Zweck aller drei dieser Methoden besteht darin, IT-Profis die Koordinierung von Ausfallzeiten zu ersparen, so dass sie sich auf optimiertes Management und Performance konzentrieren können.


Artikel wurde zuletzt im Januar 2013 aktualisiert

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