Fujitsu

Fujitsu setzt auf Kooperationen mit Lenovo und NetApp

Fujitsu überführt seine PC-Sparte in ein Joint-Venture mit Lenovo und einer japanischen Bank. Zudem gibt es eine Zusammenarbeit mit NetApp bei konvergenten Infrastrukturen.

Fujitsu hat auf dem Fujitsu Forum in München vom 7. bis 9. November eine strategische Neuausrichtung angekündigt. Im April 2018 soll ein Joint Venture an den Start gehen, in der die bisherige Sparte für Desktop-PCs und Notebook Fujitsu Client Computing Limited (FCCL) ausgegliedert werden soll.

An dem zunächst auf fünf Jahre befristeten Joint Venture sind Lenovo Group Limited mit 51 Prozent und Fujitsu Limited mit 44 Prozent sowie die Development Bank of Japan Inc. (DBJ) mit fünf Prozent beteiligt. Das gemeinsame Unternehmen firmiert nach Abschluss der Transaktion weiter unter dem Namen Fujitsu Client Computing Limited (FCCL). Der Markenname Fujitsu für die Desktops und Notebooks bleibt erhalten.

Vera Schneevoigt, Leiterin der Fujitsu International Product Business Group und Leiterin des Fujitsu Werks in Augsburg, versichert, dass es keine Auswirkungen auf die deutschen Standorte geben werde: „Betroffen ist nur das FCCL Team, das in Deutschland nicht präsent ist. Nur die Logistikprozesse und die Eigentümerstruktur werden sich ändern.  Lenovo ist ein weiterer Partner, aber es bleibt bei getrennten Produktlinien und es gibt keine Verschmelzung der Forschung.“ Fujitsu erhofft sich durch die Kooperation günstigere Einkaufskonditionen.

Im Werk Augsburg wird neue Robotertechnologie implementiert, die die Fertigung effizienter machen soll. Die Mensch-Roboter Kollaboration läuft seit April 2017 gemeinsam mit Kuka als Pilotprojekt, der produktive Betrieb ist für das Jahresende geplant. Der Roboter als Produktionsassistent soll die Mitarbeiter einbeziehen. Das Bestücken von Systembaugruppen wird mit Roboter Greifarmen durchgeführt und der Roboter übernimmt den kompletten Test der Bestandteile. Schneevoigt legt Wert darauf, dass die Mitarbeiter voll in das Projekt einbezogen sind.

In München baut Fujitsu das Industrie 4.0 Competence Center aus, das zunächst Deutschland, danach ganz EMEA abdecken soll. Dort arbeiten 300 Mitarbeiter in einem virtuellen Team, davon 150 aus Deutschland. Zusammen mit einem Team aus Japan soll die Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle angegangen werden.

Ebenfalls neu ist die Verfügbarkeit der Enterprise Cloud K5 in Deutschland sowie die Einrichtung eines deutschen Advanced Threat Center als Teil eines globalen Netzwerkes von Sicherheitszentren.

Dr. Rolf Werner, Head of Central Europe bei Fujitsu, versichert, in DACH sei die Geschäftsentwicklung sehr positiv: „Wir wachsen in allen Bereichen und liegen teilweise über Plan.“ 

Erweiterte Zusammenarbeit mit NetApp

Die schon seit 20 Jahren bestehende Kooperation zwischen Fujitsu und NetApp wird auf eine neue Stufe gehoben. Beide Partner präsentieren die NFLEX Converged Infrastructure. NFLEX soll ab Anfang 2018 in Europa verfügbar sein.

Bestandteile der vorkonfigurierten Lösung sind Fujitsu Primergy CX 400 M4 x86 Server sowie die Fujitsu ServerView Infrastrucure Manager Software. NetApp bringt die All Flash FAS A-Series beziehungsweise hybrid Flash FAS Systeme sowie die ONTAP Software ein.

Es soll vier verschiedene NFLEX Pakete geben. Fujitsu nimmt alle vier in seinen Katalog auf, NetApp drei davon. Marcus Schneider, Head of Product Management Data Center EMEIA (Fujitsu), erklärt: „NetApp verkauft All-Flash- und Hybrid-Systeme, wir außerdem eines mit konventionellen Festplatten. Für uns ist es sehr positiv, dass NetApp jetzt auch direkt Primergy Server verkauft.“ Fujitsu und NetApp wollen NFLEX gemeinsam aufbauen und vertreiben.

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