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VMware Integrated OpenStack 4: Ocata-basiert und mit NFV-Fokus

Mit VIO 4 aktualisiert VMware seine OpenStack-Distribution auf den Ocata-Release. Version 4 von VMware Integrated OpenStack verstärkt den NFV-Fokus, ist aber nicht mehr kostenlos.

Auf der VMworld Europe in Barcelona wurde, wie auch bereits wenige Tage zuvor auf der VMworld in Las Vegas, die neue Version von VMwares OpenStack-Distribution (VMware Integrated OpenStack, VIO) angekündigt. Basis von VIO 4 ist OpenStack Ocata. Einen besonderen Schwerpunkt bei der Weiterentwicklung von VIO legt VMware traditionell auf den Einsatz im Telekommunikationsumfeld, weshalb auch VIO 4 mit einigen Neuerungen im NFV-Umfeld (Network Functions Virtualization) aufwarten kann.

Während die reine Open-Source-Version von OpenStack mit OpenStack Pike bereits eine Version weiter ist, hinken Anbieter von angepassten Enterprise-Distributionen der Open-Source-Version meist um ein bis zwei Versionen hinterher. Damit profitiert VMware Integrated OpenStack zwar noch nicht von den Neuerungen in OpenStack Pike, stellt gegenüber der auf OpenStack Mitaka basierten VIO-Version 3 aber einen deutlichen Fortschritt dar.

VIO 3 wurde im September 2016 veröffentlicht, damit hält VMware offensichtlich am jährlichen Release-Zyklus seiner OpenStack-Distribution fest, bei dem gemäß dem halbjährlichen Release-Zyklus der Open-Source-Version jede zweite Version übersprungen wird.

VMware Integrated OpenStack 4 bietet eine tiefere Integration in vRealize Automation (vRA), wodurch sich OpenStack-Komponenten jetzt auch in vRA-Blueprints einbetten lassen. Zusätzlichen können VIO-Admins ihre OpenStack-Bereitstellungen über einen Reiter in vRealize Automation über das Horizon-Dashboard verwalten, was laut VMware neben Single Sign-On (SSO) auch mehr Governance-Funktionen bieten soll.

Zudem steht VMware-Anwendern mit VIO 4 die Möglichkeit zur Verfügung, innerhalb einer einzelnen Bereitstellung von VMware Integrated OpenStack mehrere vCenter-Instanzen verwalten zu können, was letztlich eine bessere Skalierbarkeit und Isolierung sicherstellen soll.

VIO 4 erhält starken NFV-Fokus

Mit VIO 4 verstärkt VMware auch den Fokus auf Telekommunikationsanbieter, die OpenStack vor allem als offene und skalierbare Infrastrukturplattform zur Netzwerk-Virtualisierung per Network Functions Virtualization nutzen. Hierfür stellt VMware zukünftig vCloud NFV-OpenStack zur Verfügung, eine Kombination aus VIO 4 und VMwares NFV-Infrastrukturplattform. Letztendlich wird OpenStack damit zum Management von NFV verwendet.

Zum Einsatz kommt hierfür eine spezielle Carrier-Edition von VIO 4, die eigens für die Zwecke von Telekommunikationsanbietern beispielsweise die native Unterstützung für NFV über die Container-Virtualisierung bietet. Als einen der ersten großen Vorzeigekunden nennt VMware anlässlich der VMworld Europe den Kommunikationsanbieter Vodafone, der eine Lizenzvereinbarung mit VMware zur großflächigen Nutzung der NFV-Plattform abgeschlossen hat.

Wie ernst VMware diesen Markt nimmt, sieht man auch an der ebenfalls zur VMworld Europe verkündeten Partnerschaft mit Dell EMC, die integrierte Produkte mit Hardware von Dell EMC und Software von VMware zur Folge haben wird. Auch das Ziel dieser Kooperation mit dem sperrigen Namen Dell EMC NFV Ready Bundle for VMware ist die einfachere Bereitstellung einer NFV-Plattform.

Dell EMC NFV Ready Bundle for VMware besteht aus Cloud-Infrastruktur von Dell EMC (Compute und Netzwerk) sowie der VMware vCloud NFV Plattform entweder mit VMware vSAN oder mit Dell EMC ScaleIO. Die Lösung kann entweder mit VIO oder mit vCloud Director bereitgestellt werden.

VMware Integrated OpenStack – ab sofort nicht mehr kostenlos

Mit VIO 4 beendet VMware die kostenlose Möglichkeit zur Nutzung der OpenStack-Distribution. Bisher war VMware Integrated OpenStack bis einschließlich Version 3.1 für Kunden mit vSphere Enterprise Plus kostenlos nutzbar, optional war kommerzieller Support seitens VMware verfügbar. Ab dem 19. September können Kunden mit entsprechender vSphere-Lizenzierung VIO nicht mehr kostenlos herunterladen oder nutzen, ein reines Support-Angebot (Support Only Offering) wird es zukünftig nicht mehr geben.

Ab VIO 4 muss die OpenStack-Distribution pro CPU lizenziert werden, zusätzlich stehen weiterhin Support-Optionen zur Verfügung. Nutzer der vRealize Suite sollen Vergünstigungen beim Erwerb der VIO-Lizenzierung erhalten. Bestandskunden können VIO 3.x laut VMware auch nach dem 19. September weiter nutzen, bestehende Support-Verträge behalten ihre Gültigkeit.

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