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Wire Data für Deutschland: Neues Extrahop-Vertriebsteam forciert DACH-Geschäft

Extrahop war bisher vor allem in den USA aktiv. Ein neues Vertriebsteam und Channel-Partnerschaften sollen jetzt das DACH-Geschäft ankurbeln.

Das US-Unternehmen Extrahop bezeichnet sich selbst als IT-Ops- und Analytics-Firma und bietet entsprechende Produkte zum Monitoring von IT-Infrastrukturen und der darauf aufbauenden Analyse der Datenströme. Mit einem kleinen Rumpfteam soll jetzt auch das Wachstum in den DACH-Märkten Deutschland, Österreich und der Schweiz forciert werden.

Die drei Hauptbetätigungsfelder von Extrahop liegen laut Bryce Hein, Vice President Marketing bei Extrahop, erstens im Netzwerk-Scanning, darauf aufbauen zweitens im SecOps- sowie drittens im IT-Ops-Umfeld. Als Hauptkonkurrenten sieht er NetScout und Riverbed im Netzwerkbereich sowie Darktrace und Vectra Networks im Security-Bereich. Der Markt rund um IT Operations sei dagegen geprägt von unterschiedlichsten Tools, die Extrahop mit seiner eigenen Plattform obsolet machen will.

Wire Data als Grundlage von Machine Learning und Data Analytics

Das Herzstück der Extrahop-Lösung ist eine wahlweise physische oder virtuelle Appliance, die den im Unternehmensnetzwerk auftretenden Datenverkehr analysiert. Hierfür, so Eric Thomas, Director of Professional Services bei Extrahop, klinkt sich Extrahop in den Data-Center-Traffic ein und spiegelt diesen über Port Mirroring, um anschließend nicht inline den Produktiv-Traffic, sondern die Kopie davon zu analysieren. Auf diese Weise verursacht die Traffic-Analyse laut Extrahop keine Latenz oder Service-Unterbrechungen, während trotzdem „jedes einzelne Paket und Bit des Netzwerkverkehrs überwacht wird“, so Eric Thomas weiter.

Handelt es sich bei den Daten um verschlüsselten Traffic, so müssen zuvor die Private Keys in die Appliance geladen werden, um die Kopie des Datenverkehrs für die Analyse zu verschlüsseln. Nach der Traffic-Analyse wird die Kopie wieder gelöscht.

Was Extrahop für Eric Thomas von anderen Anbietern unterscheidet, ist das Strukturieren der zu analysierenden Daten, was für ihn zu weitaus aussagekräftigeren Analysen führt: „Alles was in einer Anwendung passiert, findet sich auch irgendwie im Netzwerkverkehr wieder, egal ob es sich um einen Web-Request oder Schreibvorgänge im Storage handelt. Extrahop nimmt den unstrukturierten Datenverkehr und gibt den Paketen wieder eine Struktur.“

Aufgrund dieser strukturieren, von Extrahop Wire Data genannten Netzwerkdaten könne man aus dem unstrukturierten Datenverkehr wieder herauslesen, zu welcher Anwendung und zu welchen Vorgängen die analysierten Pakete gehören. Genau hier liegt für Eric Thomas der Vorteil der Extrahop-Lösung, weil erst das Wissen um den Ursprung des Traffics eine umfassende Analyse ermögliche. Diese Analyse findet anschließend durch eigene Machine-Learning-Algorithmen zum Auffinden von Anomalien und durch forensische Paketinspektionen statt, um Malware aufzuspüren.

Eigenes Vertriebsteam für das DACH-Geschäft

Für die DACH-Märkte Deutschland, Österreich und die Schweiz wurde jetzt ein kleines, zweiköpfiges Vertriebsteam eingestellt, das für den Erfolg im deutschsprachigen Raum sorgen soll. Da der Sales Cycle für entsprechende Netzwerk- und Analyse-Tools mit 6 bis 18 Monaten aber recht lang sei, so Christian Buhrow, Sales Director DACH bei Extrahop, sei dies ein langfristiges Ziel. Zunächst sei ein Ausbau der Distributor- und Reseller-Partner geplant, da der deutschsprachige Markt anders nicht zu erreichen sein. Bisher hat Extrahop beispielsweise Channel-Partner wie Nuvias, LinQ-IT oder auch ICS an Bord.

Das größte Hindernis ist für Christian Buhrow aber offenbar das fehlende technische Verständnis im Markt: „Während die meisten anderen Unternehmen vor allem mit Layer-4-Analysen rund um Netflow und Network-aware Data punkten wollen, gehen wir mit unserem Layer-7-Ansatz weit darüber hinaus. Die meisten Kunden in Deutschland haben aber Probleme, diesen Unterschied zu verstehen.“ Als Zielmarkt hat Extrahop Unternehmen ab 2.000 IT-Anwender im Blick, vor allem in Deutschland sieht Christian Buhrow aber das größte Potential branchenübergreifend im Mittelstand, als besonders sicherheitsbewusste Branchen vor allem aber auch den öffentlichen Sektor sowie die Gesundheitsbranche.    

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