Ye Liew - Fotolia

Parallels RAS 16 mit neuen Funktionen bei VDI, Client und Security vorgestellt

Mit RAS 16 hat Parallels die neueste Version seines Remote Application Server vorgestellt. RAS 16 bringt Verbesserungen bei VDI, Client und Security.

Knapp ein Jahr nach Parallels RAS 15 hat Parallels jetzt Version 16 seines Remote Application Server (RAS) zur Desktop- und App-Virtualisierung vorgestellt. Verbesserungen gibt es vor allem für VDI-Bereitstellungen (Virtual Desktop Infrastructure), beim RAS-Client sowie bei der App-Virtualisierung.

Mit Parallels RAS lassen sich virtuelle Desktops und Anwendungen sowohl per VDI-Umgebungen auf Basis eines Hypervisors wie VMware vSphere, Microsoft Hyper-V oder Citrix XenServer sowie auch als RDSH-Bereitstellung (Remote Desktop Session Host) auf Basis von Windows Server bereitstellen.

Bislang konzentrierte sich Parallels mit RAS vor allem auf RDSH-Applikationen, mit RAS 16 spendiert Parallels seiner 2015 dazugekauften Virtualisierungslösung jetzt aber auch einige neue VDI-Funktionen.

VDI-Verbesserungen in Parallels RAS 16

Neben vSphere, Hyper-V und XenServer unterstützt RAS 16 jetzt zum Beispiel auch den immer populärer werdenden Nutanix-Hypervisor Acropolis (AHV) und damit auch hyperkonvergente Infrastruktur von Nutanix, namentlich auf Basis von Lenovo-Hardware. Zudem lassen sich jetzt für VDI-Umgebungen über einen Assistenten Templates für virtuelle Maschinen anlegen und testen, die zusätzlich als Linked-Clone bereitgestellt werden können.

Mit RASprep hat Parallels zudem ein an Sysprep angelehntes Tool vorgestellt, mit dem ein virtueller Desktop vorbereitet, ein Betriebssystem hinzugefügt und die Active-Directory-Integration durchgeführt werden kann.

Turbo.Net-Integration vereinfacht App-Virtualisierung

Eine weitere wichtige Neuerung in Parallels RAS 16 ist die Integration von Turbo.Net, einem Tool zur Containerisierung von Anwendungen. Damit soll laut Parallels das parallele Bereitstellen mehrerer unterschiedlicher Anwendungsversionen vereinfach werden, weil so jede Anwendung mit ihren Abhängigkeiten im Container-Image isoliert wird, was die Container-Verwaltung letztlich einfacher macht als das Management einzelner Applikationen.

Mit Turbo.Net lassen sich so beispielsweise mit wenigen Klicks über die RAS-Oberfläche Browser wie Opera oder Chrome in einer virtuellen Sandbox bereitstellen, über die von unterschiedlichsten Client-Geräten aus zugegriffen werden kann. Einen weiteren Anwendungsfall sieht Parallels aber auch in der Bereitstellung älterer Produktversionen, die nicht mehr mit Patches und Updates versorgt werden.

Client-Verbesserungen in Parallels RAS 16

Eine der vor allem für Endanwender interessantesten Neuerungen in Parallels RAS 16 betrifft die Unterstützung von Swiftpoint-Mäusen für iOS. Damit ist es beispielsweise möglich, Excel als virtuelle Applikation auf einem iPad per Mauseingabe zu bedienen. Gerade große Office-Dateien lassen sich nur sehr umständlich per Touch-Eingabe editieren, was vor allem auf dem iPad zum Problem wird, da sich iOS nicht direkt zur Unterstützung von Bluetooth-Mäusen überreden lässt.

Citrix hatte hierfür in XenDesktop und XenApp bereits 2015 eine Lösung gefunden, indem die X1-Maus die Mausunterstützung über die Firmware der Maus und über den Citrix Receiver auf das iPad brachte. Zur VMworld 2016 zog schließlich auch VMware mit einer ähnlichen Lösung für VMware Horizon nach, zwei Jahre später kann nun also auch Parallels RAS iPad-Nutzern die Maussteuerung virtueller Desktops und Applikationen bieten. Im iOS-Bereich wurde zudem die Möglichkeit zur Authentifizierung per Touch ID integriert.

Zu den Neuerungen im Client-Bereich gehört aber auch die Möglichkeit, individuell für bestimmte Anwendungen durch Administratoren personalisierte Tastaturkürzel anlegen zu lassen, die anschließend per Touch-Eingabe ausgelöst werden können und so die mühsame Eingabe komplexer Tastenkombinationen erleichtern. Der Parallels HTML5 Client wird mit RAS 16 zudem für Managed Service Provider geöffnet, die zukünftig mehr Möglichkeiten zur Individualisierung erhalten. Wer RAS also als White-Label-Lösung verwendet, kann mit RAS 16 eigene Firmenlogos verwenden oder die Farbkombination ändern.     

RAS 16 bietet erweiterte Security-Funktionen

Mit RAS 16 erweitert Parallels zudem die integrierten Sicherheitsfunktionen der Virtualisierungslösung. So wurden beispielsweise Möglichkeiten geschaffen, Benutzerzugriffe nach Ort, Zeit oder Gerät zu verwalten oder ein Endgerät aus der Ferne zu sperren. Auch die Verwendung von USB-Geräten oder der Zwischenablage können mit RAS 16 deaktiviert werden.

Die Verfügbarkeit von Parallels RAS 16 wird mit dem 12. Juli 2017 angegeben, der Preis soll bei 99,99 Euro pro Jahr je gleichzeitigem Benutzer liegen und ohne Aufpreis neben allen Funktionen auch Support und Wartung einschließen.

Folgen Sie SearchDataCenter.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Desktop-Virtualisierung

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchStorage.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

Close