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containerd und CoreOS rkt werden Teil der Cloud Native Computing Foundation

Die Cloud Native Computing Foundation wächst um weitere Projekte: Zukünftig haben auch CoreOS rkt und containerd hier ihre Heimat.

Gleich zu Beginn der CloudNativeCon und KubeCon 2017 in Berlin ließ Dan Kohn, Executive Director der Cloud Native Computing Foundation (CNCF), die versammelten Entwickler und Administratoren der Cloud-Native-Community wissen, dass das für die Aufnahme neuer Projekte zuständige Technical Oversight Committee der Integration zweier weiterer Projekte zugestimmt hat: CoreOS rkt und containerd von Docker sind zukünftig ebenfalls Teil der CNCF.

Damit verantwortet die CNCF mittlerweile insgesamt neun Projekte, neben containerd und CoreOS rkt beispielsweise mit Kubernetes das wohl bekanntestes CNCF-Projekt. Zu den weiteren Projekten gehören aber auch fluentd, linkerd oder Prometheus.

Eine große Überraschung ist die Aufnahme von rkt und containerd in die CNCF allerdings nicht, immerhin war die Aufnahme in die CNCF für beide Projekte schon länger beantragt, die für beide Projekte auch die ideale Heimat darstellt. Die offizielle Aufnahme erntete unter den Teilnehmern der CloudNativeCon und KubeCon aber trotzdem großen Beifall – immerhin stehen damit beide Projekte der Cloud-Native-Community unter neutraler Führung der CNCF zur Verfügung, was letztlich beiden Seiten helfen dürfte.

rkt vs. containerd – vs. OCI?

Sowohl rkt als auch containerd sind Laufzeitumgebungen für die wachsende Anzahl an Cloud-Applikationen. Die Veröffentlichung von CoreOS rkt im Dezember 2015 gilt dabei gemeinhin als Reaktion auf die immer stärkere Integration zusätzlicher Produkte durch das Unternehmen Docker in die Docker-Runtime. In dieser Sichtweise kann rkt durchaus als Kritik an der wachsenden Kluft zwischen dem Unternehmen Docker und der Container-Runtime Docker verstanden werden.

Für Brandon Philips, CTO bei CoreOS, ging es bei rkt aber „zumindest auch um die Etablierung eines gemeinsamen Standards“. Im Gegensatz dazu könne man containerd „als abgespeckte Docker-Runtime“ sehen, so Sheng Lianag, CEO bei Rancher Labs, die Docker präventiv ins Spiel gebracht habe, „um im wachsenden Container-Ökosystem relevant zu bleiben“.

Im Rahmen der CloudNativeCon kam immer wieder die Frage auf, welche Konsequenzen die Aufnahme von containerd, von Docker gerne als zukünftige universelle Container-Runtime bezeichnet, in die CNCF auf die weitere Entwicklung der Open Container Initiative (OCI) hat. Dabei, so Lutz Lange, Solution Architect bei Red Hat, sei containerd eine noch viel zu junge Technologie, um bereits jetzt einen Blick auf die möglichen Auswirkungen werfen zu können. Laut CNCF soll containerd im zweiten Quartal 2017 in Version 1.0 bereitstehen – was deutlich schneller wäre als die OCI-Spezifikation, die nach eineinhalb Jahren Entwicklung noch nicht bei Version 1.0 angekommen ist.

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Auf welcher Ebene sich zukünftig ein Container-Standard herausbilden kann ist daher auch innerhalb der Cloud-Native-Community umstritten: Gegen die spezifische Container-Runtime containerd spricht ihre Herkunft aus dem Docker-Lager, dafür die Aufnahme in die CNCF. Die OCI-Spezifikation kann als Plus die industrieweite Unterstützung verbuchen, die containerd noch fehlt – dafür ist OCI vielen Akteuren der CNCF eigentlich zu wenig konkret.

Dabei ist selbst die Standardsetzung durch die CNCF nicht unumstritten: Alexis Richardson, CEO von  Weaveworks, vertrat in seiner Keynote am zweiten Tag der CloudNativeCon/KubeCon vielmehr die Ansicht, die CNCF solle sich vor allem um die Integration sinnvoller Projekte kümmern, der Community aber keine Standards vorgeben. Ausdruck findet diese Haltung zum Beispiel in der Integration der Container Runtime Interface (CRI) in Kubernetes 1.6, die Kubernetes neben Docker auch für rkt öffnet.

Die Kontroverse rund um containerd, rkt und OCI kann man aber auch anders sehen: Für Chip Childers, CTO der nicht in der CNCF vertretenen Cloud Foundry Foundation, handelt es sich hierbei um eine viel zu technisch geführte Diskussion. „Enterprise-Entwickler,“ so Chip Childers, „interessieren sich nicht für die zugrundeliegende Container-Technologie – alles was für diese Anwendergruppe zählt, sind funktionierende Container-Images.“

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