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CeBIT 2016: HP Enterprise stellt neues Hyper-Converged-System HC 380 vor

Auf HPE´s EVO:RAIL-Aus folgt das neue hyperkonvergente System HC 380. Es basiert auf dem ProLiant DL 380 und soll noch einfacher zu verwalten sein.

HP Enterprise hat seinen ersten CeBIT-Auftritt nach der Aufspaltung des HP-Konzerns dafür genutzt, seine neue hyperkonvergente Serverlösung HPE Hyper Converged 380 (HC 380) vorzustellen. Das System basiert auf dem laut HPE „am häufigsten eingesetzten Server der Welt“ HPE ProLiant DL 380 der neunten Generation und soll HPE-Kunden vor allem durch die einfache Bereitstellung und Administration überzeugen.

Als hyperkonvergente Infrastruktur bündelt der HPE HC380 vorkonfiguriert Server, Software-defined Storage und Hypervisor in einem Produkt und ermöglicht so ein einfacheres Management der virtuellen Umgebung als dies bei herkömmlichen Rack-Systemen mit unterschiedlichen Einzelkomponenten der Fall ist.

Fünf-Klick-VMs für KMUs

HPE richtet sich mit dem HC 380 vor allem an kleine und mittelgroße Unternehmen, denen HPE über eine radikal vereinfachte Benutzeroberfläche mit nur fünf Klicks das Erstellen Template-basierter virtueller Maschinen verspricht. Auch Installation und Konfiguration des HC 380 sollen mit nur 15 Minuten vergleichsweise schnell vonstattengehen.

Die Mindestkonfiguration des HC 380 liegt bei zwei Server-Knoten in einer 4U-Appliance, die bei Bedarf aber auf bis zu 16 Knoten skaliert werden können. Als Einsatzzwecke nennt HPE klassische Anwendungsfälle hyperkonvergenter Lösungen wie die Desktop-Virtualisierung, generell die Server-Virtualisierung oder auch den Aufbau von Private und Hybrid Clouds. Je nach anvisiertem Workload ist der Hyper Converged 380 in unterschiedlichen Konfigurationen verfügbar und wird zum Beispiel mit VMware Horizon 6.2 für VDI-Szenarien (Virtual Desktop Infrastructure) oder HPE Cloud System 9 für Hybrid und Private Clouds ausgeliefert.

Gegenüber anderen Anbietern hyperkonvergenter Infrastrukturlösungen wie SimpliVity oder Nutanix will sich HPE laut Paul Miller, Vice President Marketing Converged Data Center Infrastructure bei HPE, zum Beispiel durch die Integration sämtlicher VMware-Software abgrenzen, die HPE als VMware-Reseller mit allen Lizenzen vorkonfiguriert mitliefern könne, andere Mitbewerber aber nach Auslieferung nachinstallieren müssten.

HPE HC 380: Lehren aus HPs EVO:RAIL-Appliance?

HP gehörte zu den ersten VMware-Partnern, die eine VMware EVO:RAIL-Appliance angekündigt hatten. Nach nur einem Jahr zog sich HPE aber bereits im Sommer 2015 wieder aus dem EVO:RAIL-Programm zurück, um nun mit dem HC 380 eine neue hyperkonvergente Lösung komplett unter Eigenregie auf den Markt zu bringen. Während EVO:RAIL, so Paul Miller, zwar eine ähnlich einfache Installation und Konfiguration wie der HC 380 realisieren konnte, erfolgte die EVO:RAIL-Verwaltung nach wie vor über vCenter, was für ihn dem Anspruch der Einfachheit zuwiderlief.

Mit dem HC 380 geht HPE hier einen Schritt weiter und ermöglicht Administratoren die Verwaltung über eine enorm vereinfachte grafische Benutzeroberfläche (HPE HC 380 Intuitive User Experience) auf Basis des Open-Source-Frameworks Grommet. Die intuitive Benutzerführung will sich HPE von Endkonsumentengeräten abgeschaut haben, die klar strukturierte Benutzeroberfläche ist zudem auch für die Anzeige auf mobilen Endgeräten optimiert.

Während der Vorstellung des HC 380 zeigte HPE, wie sich hierüber mit wenigen Klicks virtuelle Maschinen bereitstellen oder neu provisionieren und Firmware- sowie Treiber-Updates durchführen lassen. Auch VM-Templates können über die reduzierte Benutzeroberfläche erstellt oder angepasst werden. Nach wie vor können Administratoren aber auch über gewohnte VMware-Tools wie vCenter oder vSphere Web Client auf vSphere und ESXi zugreifen. Optional lassen sich auch Predictive-Analytics-Daten der virtuellen Umgebung über Operations Analytics for HPE OneView in die neue Management-Oberfläche des HC 380 einbinden.

HPEs HC 380 soll bereits Ende März 2016 verfügbar sein und wird zunächst als Hypervisor nur vSphere/ESXi unterstützen, später sollen dann auch Hyper-V und KVM folgen. Pro Node kommen zwei Intel Xeon E5-Prozessoren zum Einsatz, HPE-Kunden haben die Wahl zwischen 128 bis 1.536 GB Arbeitsspeicher und bis zu 25 TB Storage. Je nach Workload können auch entsprechende Grafikkarten bis hin zu NVIDIA GRID-Karten genutzt werden.

HPE positioniert sein neues Hyper-Converged-Angebot bewusst im KMU-Umfeld, für größere Umgebung kommt das auf der HPE Discover im Oktober 2015 vorgestellte HPE Synergy ins Spiel. HPE vermarktet das Synergy-System als Composable Infrastructure, mit der sich Infrastrukturressourcen automatisiert virtualisierten, Cloud- oder Bare-Metal-Workloads zuweisen lassen. Nach Aussagen von HPE soll sich auch das neue HC-380-System zum Marktstart von HPE Synergy in diese Composable Infrastructure einfügen lassen.

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