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SUSE OpenStack Cloud 6 und Mirantis OpenStack 8 setzen auf OpenStack Liberty

SUSE und Mirantis haben neue Versionen ihrer OpenStack-Distributionen veröffentlicht. Beide basieren auf OpenStack Liberty und bieten neue Funktionen.

Durch den schnellen Release-Zyklus von OpenStack hängen robuste Enterprise-Editionen von OpenStack der Open-Source-Version meist um mehrere Monate hinterher. Während im April bereits die 13. OpenStack-Version namens Mitaka vorgestellt werden soll, haben SUSE und Mirantis ihre beiden kommerziellen OpenStack-Versionen jetzt auf den derzeit aktuellen OpenStack-Release Liberty aktualisiert.

SUSE OpenStack Cloud 6 bringt zum Beispiel die Unterstützung für Mainframe-Systeme, Mirantis dagegen verspricht mit seiner Liberty-basierten OpenStack-Version vor allem eine höhere Stabilität für Produktivumgebungen.

Neue Performance Test Suite in Mirantis OpenStack 8.0

Mirantis will mit dem Upgrade seiner OpenStack-Distribution eine höhere Stabilität in Produktivumgebungen erreichen, dies soll zum Beispiel die neue Performance Test Suite möglich machen. Damit können OpenStack-Umgebungen laut Mirantis auf Leistungsprobleme zum Beispiel im Netzwerk oder bei Storage-I/O und in Ceph-Bereitstellungen untersucht werden.

Mit der Performance Test Suite will Mirantis auch bereits einen Bug entdeckt und beseitigt haben, der beim Erstellen oder Löschen von Cinder-Laufwerken unter bestimmten Umständen zu einer Race Condition führt.

Als eine weitere zentrale Neuerung unterstützt Mirantis OpenStack Cloud 8 jetzt auch das OpenStack-Modul Ironic, mit dem sich Bare-Metal-Deployments über APIs automatisieren lassen. Erst mit OpenStack Liberty, so Mirantis, lasse sich Ironic stabil genug betreiben, weshalb die Integration in die eigene OpenStack-Distribution erst jetzt erfolgt sei. Zudem unterstützt Mirantis OpenStack Cloud 8 jetzt auch Kubernetes Murano, wodurch sich die zugrundeliegende IaaS-Schicht (Infrastructure as a Service) automatisiert gemäß den Anforderungen der Container-Orchestrierung mit Kubernetes skalieren lässt.

Die Mirantis-Distribution unterstützt jetzt über ein segmentiertes Layer-3-Netzwerk auch das Verteilen von OpenStack Controller-Nodes über verschiedene Racks hinweg, was sowohl Skalierbarkeit als auch Verfügbarkeit der OpenStack-Umgebung zugutekommen soll.

SUSE OpenStack Cloud 6 integriert Mainframe-Support

Auch SUSE OpenStack Cloud 6 basiert auf dem aktuellen Liberty-Release und soll zum Beispiel einfachere In-Place-Upgrades auf zukünftige OpenStack-Versionen bieten. Damit adressiert SUSE ein oft im Zusammenhang mit der hohen Komplexität von OpenStack-Umgebungen kritisiertes Problem, weil bei einem Wechsel auf eine neue OpenStack-Version bisher meist die gesamte OpenStack-Cloud neu aufgesetzt werden muss.

In die Riege der bisher von SUSE OpenStack Cloud bereits unterstützten Hypervisoren Xen, KVM, Hyper-V und ESXi reiht sich jetzt auch IBMs Mainframe-Plattform System z ein, wodurch jetzt auch Mainframe-Umgebungen in OpenStack-Clouds eingebunden werden. Die Basis von SUSE OpenStack Cloud 6 besteht dabei aus dem kürzlich veröffentlichen SUSE Linux Enterprise Server (SLES) 12 SP1.

SUSE setzt mit seiner OpenStack-Version erkennbar andere Akzente als Mirantis: Während das OpenStack-Modul Ironic von SUSE lediglich als Technology Preview unterstützt wird, bietet SUSE neben dem Mainframe-Support auch die Integration von OpenStack Manila. Manila ist ein Open-Source-basierter Shared-Folder-as-a-Service, mit dem zum Beispiel NetApp-Kunden über NetApp Data ONTAP Shared Volumes auf OpenStack-Clouds einrichten können.

SUSE OpenStack Cloud 6 bietet dabei auch volle Unterstützung für SUSE Enterprise Storage 2.1, die Storage-Plattform kann Ceph entweder als in OpenStack integrierte Lösung oder als externen Storage-Cluster bereitstellen. Zudem enthält die jüngste Version von SUSE OpenStack Cloud einige Verbesserungen an OpenStack Keystone, so wurde das API-Set auf Version 3 aktualisiert, Keystone-Tokens können jetzt mit einem Ablaufdatum versehen werden und es besteht die Möglichkeit, selbst angepasste RBAC-Policies (Role-based Access Control) zu nutzen.

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