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Opteron A1100: AMD stellt neuen 64-Bit-ARM-Chip für Data Center vor

Die Auswahl an ARM-Chips für den Data-Center-Einsatz wird größer: Mit dem neuen Opteron A1100 gibt es jetzt auch einen 64-Bit ARM-Prozessor von AMD.

Mit der neuen Produktfamilie der Opteron A1100 Prozessoren gehört jetzt auch AMD zu den Anbietern von 64-Bit-ARM-Chips. Für AMD geht es dabei laut Dan Bounds, Senior Director Data Center Products bei AMD, vor allem um mehr Flexibilität bei der Auswahl von Data-Center-Hardware. ARM-basierte Infrastruktur könne hier eine preiswerte und energieeffiziente Ergänzung zu x86-Architekturen darstellen und sei gerade durch die ersten 64-Bit-Designs inzwischen auch reif für Produktivsysteme im Data Center.

AMDs neuer ARM-Prozessor war bisher lediglich im Rahmen eines Developer Kits und nur in einer Ausführung mit vier CPU-Kernen erhältlich. Die jetzt vorgestellte finale Chip-Serie des AMD Opteron A1100 ist in insgesamt drei Produktvarianten mit wie bisher vier (AMD Opteron A1120) sowie mit acht CPU-Kernen (AMD Opteron A1150 und A1170) erhältlich. Den ARM Cortex A57 SoCs (System on a Chip) stehen 2 beziehungsweise 4 MB L2-Cache sowie einheitlich 8 MB L3-Cache zur Verfügung. Die Taktrate der ARM-Prozessoren liegt bei 1,7 (Opteron A1120 und A1150) und 2.0 (Opteron A1170) GHz.

AMD Opteron A1100-Serie mit bis zu 128 GB Speicher

Die Opteron A1100-Serie kann über alle drei Produktvarianten hinweg mit Dual-Channel DDR3- oder DDR4-Speicher bestückt werden, unterstützt werden SODIMM, UDIMM und RDIMM mit insgesamt bis zu 128 GB. Zusätzlich stehen jedem Opteron-SoC PCIe der dritten Generation, 14 SATA3-Ports und zwei 10GbE-Ports zur Verfügung.

Laut Dan Bounds werden die ersten kommerziellen Opteron-Chips bereits seit wenigen Tagen ausgeliefert, allerdings sei das Release der A1100-Serie nur der erste Schritt: Zwar könne man damit erstmals den Massenmarkt mit 64-Bit ARM-Prozessoren für Rechenzentren bedienen, bis aber erste handfeste Produkte auf den Markt verfügbar sind, müsse man sich noch etwas gedulden und auf die Hard- und Softwarepartner warten.

Auf Hardwareseite werden hier zum Beispiel SoftIron, Caswell, Silver Lining oder auch 96Boards genannt, Softwarepartner sind unter anderem Red Hat, SUSE, ENEA und Linaro. Entsprechend breit gefächert sind auch die Anwendungsgebiete, in denen AMD eine Zukunft für die neuen Opteron-Chips sieht, von Network Functions Virtualization (NFV) über OpenStack, OpenStack Swift und Ceph sowie Big-Data-Anwendungen wie Hadoop, Apache Cassandra oder Hbase bis hin zu LAMP-Anwendungen (Linux, Apache, MySQL, PHP) lässt AMD kaum ein Einsatzszenario aus.

Support für breiten Software-Stack

Als Hypervisoren unterstützt der Opteron A1100 KVM und Xen, auf Betriebssystemebene CentOS, Fedora, OpenSUSE, SUSE Enterprise Server (SLES) und Red Hat Enterprise Linux (RHEL). Entwickler können zudem auf die Skript-Sprachen PHP, Perl, Python und Ruby sowie auf die Compiler GCC und LLVM zurückgreifen. Als Java-Plattform bietet AMD Support für OpenJDK und OracleJDK.

Aufgrund der im Vergleich zu x86-Systemen grundsätzlich unterschiedlichen Architektur ist ein Erfolg von 64-Bit ARM-Chips im Data Center aber vor allem bei eher eigenständigen und isolierten Infrastrukturlösungen zu erwarten. SUSE beispielsweise stellte auf der SUSEcon 2015 SUSE Enterprise Storage 2 vor, eine Ceph-basierte SDS-Lösung (Software-defined Storage), die als Compute-Ressource allerdings auf den ARM-SoC ThunderX von Cavium setzt.

Gerade der SDS-Markt, so SoftIron-CEO Norman Fraser, eigne sich aufgrund des steigenden Kostendrucks im Storage-Bereich ideal für ARM-basierte Enterprise-Lösungen. Aus diesem Grund sei mit AMD als Partner auch das Early-Adopter-Programm Beaconworks ins Leben gerufen worden, um möglichst früh Anwender-Feedback zu ARM-basierten Storage-Produkten zu erhalten. AMD ist zudem Teil des von Red Hat bereits im Juli 2014 gestarteten Early-Access-Programms für 64-Bit-ARM-Prozessoren.

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