EVO:RACK heißt jetzt EVO SDDC und soll Private-Cloud-Deployments beschleunigen

Mit EVO SDDC wurde auf der VMworld 2015 die Rack-Scale-Version von EVO:RAIL vorgestellt. VMware verspricht Private-Cloud-Deployments in wenigen Stunden.

Auf seiner Hausmesse VMworld 2015 hat Gastgeber VMware die finale Verfügbarkeit der hyper-konvergenten Infrastrukturlösung EVO SDDC für die erste Jahreshälfte 2016 angekündigt. Ursprünglich wurde das Projekt unter dem Namen EVO:RACK zusammen mit EVO:RAIL bereits zur VMworld 2014 vorgestellt und befindet sich seitdem im Preview-Status.

Eine EVO:RAIL-Appliance besteht aus vier Server-Nodes und lässt sich auf bis zu acht Appliances mit 32 Knoten skalieren, in dieser Konfiguration lassen sich dann laut VMware bis zu 2.400 virtuelle Desktops oder 1.600 generische virtuelle Maschinen bereitstellen. EVO:RAIL richtet sich daher vor allem an Zweigstellen und VDI-Bereitstellungen (Virtual-Desktop-Infrastruktur), demgegenüber zielt EVO SDDC auf umfangreichere Anwendungsfälle und soll den Aufbau ganzer Private Clouds erleichtern helfen. EVO SDDC wird daher in vorgefertigten Rack-Konfigurationen ab einem Drittel-Rack bis hin zu mehreren Rack-Servern mit Tausenden von Server-Nodes erhältlich sein. Ein Server-Rack alleine soll dann bereits die Möglichkeit zur Bereitstellung von 1.000 virtuellen Maschinen oder 2.000 VDI-VMs bieten.

Während EVO:RAIL also im kleineren Maßstab den Grundbaustein für ein auf VMware-Technologie aufbauendes Software-defined Data Center (SDDC) bietet, erweitert EVO SDDC  VMwares Produktpalette um ein nach oben quasi unbegrenzt skalierbares SDDC-Produkt. Nachdem VMware dem eigenen Anspruch nach eine komplette, schlüsselfertige Private-Cloud-Bereitstellung in wenigen Stunden statt in mehreren Tagen ermöglichen will, enthält EVO SDDC neben vSphere, vSAN, vRealize Operations und vRealize Log Insight auch die Netzwerk-Virtualisierung mit VMware NSX.

Was bei EVO:RAIL noch EVO:RAIL-Engine hieß, hört bei EVO SDDC auf den Namen EVO SDDC Manager. Ähnlich wie die EVO:RAIL-Engine bietet der EVO SDDC Manager Administratoren eine einheitliche Management-Oberfläche der gesamten virtuellen und physischen Infrastruktur inklusive Software, Server und Switches. Als Herzstück der EVO-SDDC-Lösung übernimmt der Manager aber vor allem die aufwändige Konfiguration von Hard- und Software bei Installation und Bereitstellung der Umgebung. Erst durch diese Automatisierungen verspricht VMware die wesentlich verkürzten Deployment-Zeiten.

Langfristig soll EVO SDDC auch als reine Softwarelösung erhältlich sein, ähnlich wie bei EVO:RAIL wird EVO SDDC zum Start aber zunächst nur über Hardwarepartner zu kaufen sein. VMware nennt hier Dell, QCT und VCE, die vorgefertigte Hyperconverged-Architekturen mit validiertem VMware-Stack anbieten werden. Während zum Start bereits die Integration mit VMware Horizon und vRealize Automation möglich sein soll, um in der Private Cloud dedizierte IaaS-Angebote (Infrastructure as a Service) bereitstellen zu können, soll zukünftig vor allem für Service Provider auch die Anbindung an vCloud Director und VMware Integrated OpenStack ermöglicht werden.

Die allgemeine Verfügbarkeit von VMware EVO SDDC wird derzeit grob mit dem ersten Halbjahr 2016 angegeben.

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