Citrix Ready: Nutanix Acropolis-Hypervisor für XenDesktop zertifiziert

Acropolis ist eine kostenlose Hypervisor-Alternative zu vSphere und Hyper-V. Bereits nach zwei Monaten ist er jetzt Citrix Ready für XenDesktop.

Mit Acropolis hat Nutanix im Juni 2015 einen eigenen, auf KVM basierten Hypervisor vorgestellt, der die Nutanix Xtreme Computing Platform neben der Unterstützung von vSphere und Hyper-V um eine kostenlose Hypervisor-Option erweitert. Nach nur zwei Monaten, die Acropolis auf dem Markt ist, erfolgt jetzt die Zertifizierung der mit Acropolis betriebenen Nutanix Xtreme Computing Platform als „Citrix Ready“ für XenDesktop und XenApp 7.6.

Für Greg Smith, Senior Director Produkt-Marketing bei Nutanix, ist dies ein großer Meilenstein in der Entwicklung von Acropolis, der vor allem die Marktreife von Acropolis für den Einsatz in Produktivumgebungen verdeutliche. Laut Greg Smith habe Nutanix von Anfang an auf eine möglichst große Wahlfreiheit seiner Kunden Wert gelegt, die Citrix-Zertifizierung soll Nutanix-Kunden jetzt eine weitere, kostenlose Option an die Hand geben, mit der sich die Kosten für den Betrieb von VDI-Umgebungen (Virtual-Desktop-Infrastruktur) auf Basis von XenDesktop und XenApp deutlich verringern lassen sollen.

Da sich XenDesktop-Umgebungen nur schwer ohne NetScaler betreiben lassen, schließt die Citrix-Zertifizierung neben XenDesktop und XenApp auch Citrix NetScaler und zusätzlich ShareFile mit ein.

Kostenvorteil von Acropolis soll Nutanix beflügeln

Ein großer Teil der Nutanix-Kunden nutzt auf der Xtreme Computing Platform Citrix-Software zur Desktop- und App-Virtualisierung, mit der Citrix-Ready-Zertifizierung will Nutanix jetzt einem möglichst großen Teil davon den eigenen Acropolis-Hypervisor schmackhaft machen. Vor allem bei der regelmäßigen Erneuerung der Infrastruktur von Unternehmen alle drei bis fünf Jahre sieht Greg Smith großes Potenzial, mit der kostengünstigeren Acropolis-Variante punkten zu können und Kunden von vSphere oder Hyper-V hin zum eigenen Hypervisor migrieren zu können. Die größte Zugkraft dürfte das Acropolis-Angebot durch die Kostenvorteile aber wohl bei Neukunden entfalten, die hyper-konvergente Infrastrukturlösungen gerade erst evaluieren und bei den meisten konkurrierenden Plattformen keinen kostenlos nutzbaren Hypervisor vorfinden.

Nach Unterschieden bei Performance und Funktionalität zwischen den drei für die Xtreme Computing Platform erhältlichen Hypervisoren gefragt, spricht Greg Smith zwar zunächst von einer vollkommenen Funktionsgleichheit auf Nutanix-Seite. Unabhängig vom verwendeten Hypervisor kommen also Nutanix-Features wie Data Locality zur Reduzierung von Storage-Latenzen oder Shadow Clones für eine bessere Performance bei Boot-Storms zum Einsatz.

Bei Funktionen, die auch von anderen Herstellern abhängen, wird es aber schon schwieriger. So wird der Acropolis-Hypervisor zum Beispiel für XenDesktop/XenApp zunächst nur persistente Desktops unterstützen, Support für nicht-persistente Desktops soll aber bereits im September zusammen mit Citrix integriert werden. Auch die GPU-Virtualisierung, beispielsweise über NVIDIA GRID für XenDesktop, ist derzeit mit Acropolis nicht möglich, auch wenn Nutanix offenbar über eine Implementierung nachdenkt.

Kommentar: Acropolis wird schnell erwachsen – und zunehmend zur vSphere-Konkurrenz

Die Citrix-Zertifizierung zeichnet Acropolis als fit für Produktivumgebungen aus, damit ist der Nutanix-Hypervisor schnell erwachsen geworden. Auch die wichtigsten der derzeit möglicherweise noch fehlenden Funktionen dürften über kurz oder lang implementiert werden, Nutanix wird schließlich kaum einen eigenen Hypervisor auf den Markt bringen, um dann bei der Funktionalität auf halben Weg stehen zu bleiben.

Der wohl überwiegende Anteil an XenDesktop-Bereitstellungen läuft auf vSphere, eine kostengünstige VDI-Plattform, für die keine vSphere-Lizenzgebühren fällig werden, wird daher vor allem einem nicht gefallen: VMware. Der Ton zwischen den beiden Partnern Nutanix und VMware ist seit VMwares eigener hyper-konvergenter Hardware EVO:RAIL spürbar rauer geworden, und auch der Versuch seitens Nutanix, VMware die vSphere-Kunden abspenstig zu machen, dürfte nicht dazu geeignet sein, die Wochen wieder zu glätten.

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