Red Hat kündigt Red Hat Atomic Enterprise Platform für Linux-Container an

Red hat macht einen weiteren Schritt in Richtung Linux-Container: Die Red Hat Atomic Enterprise Platform vereinfacht zukünftig das Docker-Hosting.

Auf dem Red Hat Summit 2015 wurde die Red Hat Atomic Enterprise Platform angekündigt, mit der Red Hat eine integrierte Infrastrukturplattform für die Orchestrierung und Skalierung von Applikationen und Services verspricht, die aus mehreren Linux-Containern zusammengesetzt sind.

Kernstück der Red Hat Atomic Enterprise Platform ist ein Managed-Scale-Out-Cluster auf Basis von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 7 oder dem vor kurzem erst spezielle für Linux-Container veröffentlichten RHEL 7 Atomic Host. Für die einfachere Bereitstellung von Linux-Containern setzt auch Red Hat auf das immer populärer werdende Docker-Format inklusive Dockers Container-Runtime. Zur Orchestrierung der Linux- bzw. Docker-Container kommt schließlich Googles Kubernetes zum Einsatz, das bereits wesentlich länger am Markt ist als die erst kürzlich von Docker vorgestellten eigenen Lösungen Machine, Swarm und Compose.

Durch die Integration von SELinux in RHEL 7 und RHEL Atomic Host verspricht Red Hat ein Höchstmaß an Sicherheit, eine Reaktion auf die immer wieder geäußerten Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der Container-Virtualisierung. Linux-Container laufen alle auf dem gleichen Host und nicht wie virtuelle Maschinen voneinander isoliert, was im Falle eines Sicherheitsvorfalls das Risiko für die anderen Container erhöht.

Im Interview mit SearchDataCenter.de erklärte Lars Herrmann, Senior Director of Product and Business Strategy bei Red Hat, vor wenigen Wochen, warum mögliche Sicherheitsbedenken für Red Hat trotzdem keinen Grund für den Verzicht auf die Container-Virtualisierung darstellen. Herzstück von Red Hats Sicherheitsstrategie im Umgang mit Linux-Containern ist ein Zertifizierungsservice, über den Red Hat einerseits für den sicheren Inhalt eines Docker-Containers, andererseits aber auch für zukünftige Sicherheitsupdates garantiert.

Eine im Vorfeld des Red Hat Summit 2015 von Red Hat selbst in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass der Trend zur Container-Virtualisierung zukünftig weiter anhalten wird. Von den 383 weltweit befragten IT-Entscheidern gaben 67 Prozent an, in den nächsten zwei Jahren Linux-Container in Produktivumgebungen einsetzen zu wollen. Für 60 Prozent stellen die Sicherheitsbedenken dabei derzeit das größte Hindernis dar.

Die Red Hat Container-Zertifizierung gilt produktübergreifend und ist somit auch Teil der Red Hat Atomic Enterprise Platform. Derzeit steht die Red Hat Atomic Enterprise Platform lediglich in einem Early-Access-Programm zur Verfügung, für das sich Interessenten bei Red Hat bewerben können.

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