Project Lightwave und Photon: VMware stellt Container-OS und IAM-Lösung vor

Auch VMware setzt auf Linux-Container und stellt ein Container-OS samt IAM-Lösung vor. Die Container-Verwaltung erfolgt aber über alte Bekannte.

Der Markt für Container-Virtualisierung ist derzeit ordentlich in Bewegung, alleine in den letzten Wochen haben beispielsweise Red Hat mit RHEL Atomic Host und Microsoft mit dem neuen Nano Server leichtgewichtige Server-Betriebssysteme zum Hosten von Linux- bzw. mit Windows Server 10 dann auch Windows-Containern vorgestellt. Am heutigen Dienstag hat auch VMware nachgezogen und mit Project Photon sein eigenes Container-OS angekündigt, das mit Project Lightwave von einer ebenfalls neuen IAM-Lösung (Identity and Access Management) flankiert wird.

Grundlage von Project Photon ist eine von VMware speziell für vSphere-Umgebungen selbst entwickelte Linux-Distribution, die so leichtgewichtig wie möglich für das Hosten von Linux-Containern optimiert wurde. Laut VMware zog man die Entwicklung einer eigenen Linux-Version dem Rückgriff auf bestehende Linux-Versionen wie etwa CoreOS vor, um das Betriebssystem von Anfang an kompromisslos für den Einsatz in VMware-Umgebungen zu trimmen.

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Project Photon wird zukünftig ein optionaler Bestandteil von vSphere sein, bei der Container-Verwaltung selbst soll dann sowohl die Docker-Runtime als auch Rocket, die Container-Runtime von CoreOS, unterstützt werden. Als Tools zur Cluster-Verwaltung von Linux-Containern nennt VMware für Project Photon Mesosphere und Pivotal/Cloud Foundry. Googles Kubernetes wird zwar nicht ausdrücklich aufgeführt, da Project Photon aber auf standardisierte Technologien setzt, soll laut VMware auch Kubernetes zur Cluster-Verwaltung mit Project Photon eingesetzt werden können. VMwares Container-OS ist Open Source, Sicherheits- und Funktionsupdates sowie Support erfolgen aber ausschließlich über VMware.

Mit Project Photon will VMware also die volle Funktionalität von Container-Applikationen nativ auch für vSphere-Umgebungen anbieten. Auf Infrastruktur-Ebene soll dabei das Forking von Container-Anwendungen auf OS-Ebene bei Bedarf für eine größtmögliche Sicherheit sorgen.  Anders als beim Forking auf VM-Ebene können so Linux-Container bereitgestellt werden, die aufgrund der Leichtgewichtigkeit von VMwares Container-OS ihr eigenes Betriebssystem nutzen, dieses nicht mit anderen Containern teilen und so maximal isoliert voneinander betrieben werden können. Diese Funktion findet sich so oder ähnlich aber auch bei anderen Container-Betriebssystemen.

Neue Wege geht VMware dann wiederum mit Project Lightwave, einer auf Container-Applikationen basierenden IAM-Lösung. Durch die Bereitstellung als Container-Anwendung bietet sich mit Project Lightwave eine Identitäts- und Zugriffsverwaltung, die genauso skalierbar und elastisch ist wie die Cloud-Anwendungen, die sie absichern soll. Project Lightwave bietet dabei Dienste wie Single Sign-On (SSO), Authentifizierung oder Zertifikatsverwaltung und soll laut VMware unter anderem LDAP, Kerberos, SAML, OAuth2.0 und OpenID Connect unterstützen. Project Lightwave ist ebenfalls Open Source und wird wie Project Photon kostenlos nutzbar sein.

Derzeit gibt es weder zu Project Photon noch zu Project Lightwave ein finales Veröffentlichungsdatum.

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