VMware Integrated OpenStack ermöglicht OpenStack-Management mit VMware-Tools

VMware Integrated OpenStack steht kurz vor dem finalen Release. Die Integration in VMwares Verwaltungs-Tools soll vor allem VMware-Kunden überzeugen.

Bereits zur VMworld 2014 hatte VMware eine eigene OpenStack-Distribution angekündigt, noch im ersten Quartal 2015 soll VMware Integrated OpenStack jetzt erscheinen. Damit will VMware das Management von Hybrid Clouds mit VMware-Tools auch auf OpenStack-Umgebungen ausweiten.

VMware Integrated OpenStack (VIO) wird allen vSphere Enterprise Plus Kunden kostenfrei zur Verfügung stehen, optional leistet VMware für 200 US-Dollar pro CPU Support. VMwares OpenStack-Distribution wird als virtuelle Appliance im OVA-Dateiformat zur Verfügung stehen, mit der über den vSphere Web Client die nötigen OpenStack-Ressourcen zum Netzwerk-Management, Compute-Management etc. automatisiert ausgerollt werden.

Das einfache Deployment einer OpenStack-Infrastruktur und die integrierte Administration mit VMware-Tools will VMware als Kampfansage an das wachsende Problem mit Cloud-Silos verstanden wissen. Für Matthias Schorer, Head of Strategy Consulting CEMEA bei VMware, verfestigen sich bestehende IT-Silos auf Basis von Windows, Unix oder Linux derzeit auch in Cloud-Umgebungen, was sich dann im unterschiedlichen Rückgriff auf Amazon Web Services, vCloud Air oder selbst aufgebauten OpenStack-Architekturen widerspiegelt.

VMware Integrated OpenStack ermöglicht das Management der OpenStack-Umgebung mit den VMware-Tools vRealize Operations, Log Insight, vRealize Automation und vRealize Business und soll so ein weiteres Silo im Management von Hybrid Clouds aufbrechen. Die vRealize Suite in der neuen Version 6 ermöglicht damit das Management heterogener, hybrider Clouds bestehend aus VMware-basierten Private Clouds, die um AWS-, Hyper-V-, KVM- oder auch OpenStack-Infrastrukturen zur Hybrid Cloud erweitert werden. Laut VMware entsteht so die „branchenweit erste einheitliche Plattform für virtualisiertes Computing, Networking und Storage für die Hybrid Cloud“.

Kommentar: VMware gegen die OpenStack-Konkurrenz

Der Markt für OpenStack-Distributionen wird damit um einen weiteren Anbieter größer, bei der Auswahl der für das eigene Data Center am geeignetsten OpenStack-Distribution spielt dabei wie so oft das umgebende Service-Portfolio die ausschlaggebende Rolle. Wer in seinem virtualisierten Data Center also auf breiter Front auf VMware setzt, für den bietet VMware Integrated OpenStack durch die Integration in bestehende Management-Tools eine interessante Alternative zu bestehenden Distributionen.

Paul Morgan, Manager Cloud Category HP Helion bei HP, war sich demgegenüber bereits zur Ankündigung von VMware Integrated OpenStack auf der VMworld Europe 2014 sicher, dass VMwares OpenStack-Distribution für HPs eigene Variante keine Konkurrenz darstellen werde. Dafür, so Paul Morgan, sei HP bereits zu lange mit einer eigenen OpenStack-Variante auf dem Markt und bediene mit einem breiten Partner-Ökosystem inzwischen mehr als 2.000 Kunden.

Matthias Schorer von VMware gibt allerdings zu bedenken, dass auch VMware bereits spätestens seit 2012 mit OpenStack arbeitet. Zudem verfügt natürlich auch VMware über ein erfolgreiches Partner-Netzwerk.

Für Radhesh Balakrishnan, General Manager Virtualization & OpenStack bei Red Hat, fehlt es aber sowohl VMware als auch HP an einem zentralen Element für ein erfolgreiches OpenStack-Ökosystem: dem eigenen Betriebssystem. Die Kombination aus eigenem Hypervisor RHEV (Red Hat Enterprise Virtualization), eigenem Betriebssystem RHEL (Red Hat Enterprise Linux) und der eigenen RHEL OpenStack Platform bietet laut Radhesh Balakrishnan für Red Hat Support- und Integrationsmöglichkeiten, die HP oder VMware ohne eigenes Betriebssystem nicht leisten könnten.

Letztlich rückt natürlich jeder OpenStack-Anbieter eigene Vorzüge in den Vordergrund, für Unternehmen wird der Markt damit aber nicht übersichtlicher. OpenStack wird auch 2015 eine immer wichtigere Rolle im Data Center spielen, diese Chance will auch VMware nicht ungenutzt verstreichen lassen. Trotz der ebenfalls immer größeren Konkurrenz im OpenStack-Markt dürfte der große Anteil im Markt für Server-Virtualisierung für VMware eine günstige Ausgangslage schaffen, um einer großen Anzahl seiner Kunden die eigene OpenStack-Distribution schmackhaft zu machen.

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