Neue Mainframe-Generation soll Cloud- und Mobile-Welten bedienen

Die 13te Generation des Mainframe soll IBM vor allem Geschäft im Cloud- und Mobile-Bereich einbringen und erreicht neue Leistungshöhen.

Um das maue Hardwaregeschäft wieder zu beleben, bringt IBM die 13te Generation des Mainframes auf den Markt. System z13 wurde dementsprechend technologisch so aufpoliert, dass vor allem Kunden der neuen IT-Welten wie Cloud, Echtzeit-Analyse und Mobile sich angesprochen fühlen sollen. Auf diese drei Säulen stellt IBM das Tätigkeitsfeld des neuen Mainframes. Im System z13 stecken fünf Jahre Entwicklung und eine Milliarde US-Dollar Investitionsaufwand.

IBM z13 Mainframe

IBM z13 Mainframe

 

Um vor allem im Mobile-Umfeld hohe Transaktionslasten bedienen zu können, verfügt z13 über bis zu 141 Cores, zehn TByte an DRAM-Memory und kann bis zu 320 getrennte I/O-Channel ansprechen. Durch die getrennten Kanäle kann der z13 individuelle I/O-Lasten verarbeiten. So lassen sich bis zu 2,5 Milliarden Transaktionen täglich abarbeiten, was etwa 100 „Cyber-Montagen“ entspricht. Möglich wird die unter anderem auch durch den 8-Core-Mikroprozessor, der doppelt so schnell wie übliche Prozessoren ist und über 300 Prozent mehr Speicher und 100 Prozent mehr Bandbreite verfügt. Darüber hinaus kommen Flash Memory oder FPGA-Akzeleratoren zum Einsatz, um den Datendurchsatz zu erhöhen.

Zu den weiteren Funktionen gehören:

  • Multi-Threading (mit zwei Streams pro Core und einer Single-Threading-Option)
  • Single Instruction Multiple Data (SIMD) (für unterschiedlichste Berechnungen neben OLTP)
  • Data Compression Acceleration
  • Crypto Express 5S
  • KVM
  • IBM zAware für Linux
  • GDPS für Cloud (für Nonstop-Hochverfügbarkeit und Business Continuity)
  • Bluemix Cloud Services (für einfache und beschleunigte Apps)
  • DB2 für Linux (läuft native auf z13 und bringt schnellere Analyseergebnisse)

Mit dem neuen Mainframe kommt auch die Preview zu z/OSV 2.2 und z/OS SPE v2.1, die in ihrer endgültigen Version wahrscheinlich innerhalb der kommenden sechs Monate auf den Markt kommen. Der z13 soll 36 Prozent schnellere Antwortzeiten als sein Vorgänger bieten, Analytics-Resultate 17 Mal schneller herausgeben und im Cloud-Umfeld 40 Prozent günstiger sein als eine verteilte Umgebung. Generell verfügbar ist der Mainframe ab dem 9. März dieses Jahres.

 

 

Darüber hinaus stellt IBM seinen Kunden eine Mobile End-to-end Reference Architecture für Mobile Apps zur Verfügung, die als Blaupause zur Integration von Apps und Middleware dienen soll. Über MobileFirst werden Anwendungen bereitgestellt und MobileFirst Protect ermöglicht Sicherheit und End-to-End-Management der Infrastruktur sowie der dazugehörenden Geräte, Anwendungen, Inhalte und Geschäfte.

Auf dem z13 lassen sich bis zu 8.000 virtuelle Maschinen gleichzeitig betreiben. Darüber hinaus unterstützt das System Linux, OpenStack und weitere offene Software-Ansätze. Um sichere Transaktionen zu gewährleisten, wurden neue Verschlüsselungstechnologien integriert, die ähnlich derer von Chrome, Firefox und Apple Messaging sein sollen.

Wachstumstreiber für den neuen Mainframe sieht IBM vor allem bei Transaktionen wie eben den mobilen Anwendungen, Analytics oder Cloud-Aktivitäten sowie in der Linux-Welt. Hier sollen neue Anwendungen und der Konsolidierungswunsch bestehender Apps das Interesse am z13 verstärken.

Gute Nachrichten kann Big Blue auf jeden Fall gebrauchen, erst Recht im Hardware-Geschäft. Zwar gibt IBM an, im Mainframe-Geschäft in den letzten vier Jahren 294 Neukunden gewonnen zu haben, fraglich ist hier nur, ob nicht nur die Verkäufe neuer z-Systeme an Bestandskunden großzügig mit eingerechnet wurden. Die Geschäftszahlen für das letzte Quartal und somit für das gesamte Jahr 2014 erscheinen Ende Januar und auf Wunder wird man hier wohl vergeblich warten. Die Power-Serie konnte in den letzten sechs Quartalen nicht überzeugen, der Mainframe-Sektor sank leicht ab über die letzten zwei Quartale – das mag dem Verkaufszyklus geschuldet sein und auch im Storage-Bereich sehen die zahlen alles andere als rosig aus. Nun muss also der Mainframe retten, was zu retten ist. Ein neues und agileres System, das sich zudem in Cloud- und Analyse-Welten beweisen kann, soll dafür sorgen, dass hier die Geschäftskurve wieder nach oben geht. Darüber hinaus bemüht sich IBM stark um den Nachwuchs in diesem Bereich, vor allem durch „IBM Academic Initiative for IBM z Systems“. Nicht zuletzt hat IBM das Design des z13 noch einmal verjüngt, vielleicht hilft es ja.

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Mainframes

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchStorage.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

Close