Azure Batch und Automation: TechEd Europe bringt neue Azure-Services

Batch, Automation und Data Factory: Auf der TechEd Europe hat Microsoft neue Cloud-Services vorgestellt, die die Azure-Plattform stärken sollen.

Bereits vergangene Woche wurden von Microsoft auf einem eigenen Cloud-Event in San Francisco das neue Azure Cloud Platform System sowie die neue G-Serie virtueller Maschinen und Premium Storage vorgestellt, auf der TechEd Europe legte Microsoft neben Neuerungen zu Office 365 jetzt auch bei Azure nach und kündigte zahlreiche neue Services an.

Allgemein verfügbar und damit in Produktivumgebungen einsetzbar ist zum Beispiel Azure Automation, mit dem sich über eine spezielle Workflow-Engine wiederkehrende operative Aufgaben automatisieren lassen. Zum Einsatz kommen hierzu auf PowerShell basierende Runbooks, für die auch Management- und Monitoring-Funktionen verfügbar sind. 

Auch Azure WebJobs hat die allgemeine Verfügbarkeit erreicht und baut auf Funktionen aus Azure Websites auf. Über WebJobs lassen sich Hintergrundaufgaben für Webseiten wie Deployment, Remote Debugging, Loadbalancing oder Auto-Skalierung automatisieren.

Mit Azure Batch zu „Job-Scheduling-as-a-Service“

Die neu angekündigten Azure-Services Batch und Operational Insights dagegen befinden sich noch im Preview-Status bzw. werden erst noch als Preview freigegeben. 

Die neu angekündigten Azure-Services Batch und Operational Insights befinden sich noch im Preview-Status.

Azure Operational Insights ermöglicht die Analyse maschineller Daten und integriert sich zu diesem Zweck in Microsoft System Center und HDInsight. Operational Insights soll bereits im November 2014 als Preview verfügbar sein.

Azure Batch dagegen ist bereits als Preview-Service nutzbar und bietet, so Microsoft, „Job-Scheduling-as-a-Service“. Batch soll das Erstellen von Job Queues vereinfachen und so das Durchführen einer großen Anzahl gleicher Aufgaben erleichtern. Als mögliche Einsatzgebiete nennt Microsoft die Transkodierung von Medieninhalten, Grafig-Rendering, Risikoanalysen, Wettervorhersagen oder auch Software-Tests. 

Damit sollen sich also komplexe HPC-Workloads (High Performance Computing) mit wenigen Klicks und ohne Investition in die eigene Infrastruktur erledigen lassen. In den nächsten Monaten will Microsoft noch zusätzliche Funktionen wie Application Lifecycle Management (ALM), rollenbasiertes Zugriffsmanagement und Linux-Support integrieren.

Ebenfalls im Preview-Status wurde der Azure-Service Data Factory angekündigt, ein Managed Service, mit dem sich Daten-Pools aus lokalen SQL-Server-Installationen oder Azure Blob und Table Storage mit Data-Processing-Ressourcen verbinden lassen. Mit Azure Stream Analytics, zunächst auch lediglich als Preview verfügbar, hat Microsoft zudem einen Service zum Event-Processing in Echtzeit vorgestellt, über den sich Daten aus Endgeräten, Sensoren, Anwendungen oder Infrastruktur („Internet of Things“, IoT) zusammenführen und verwerten lassen sollen.

Microsoft erweitert Netzwerk- und Security-Funktionen in Azure

Zusätzlich hat Microsoft neue Netzwerk- und Sicherheitsfunktionen für Azure vorgestellt. Azure-Nutzer können ab sofort kostenlos Microsoft Antimalware für ihre Azure-Services und virtuellen Maschinen nutzen. 

Für virtuelle Maschinen können unter Azure jetzt auch mehrere Netzwerkkarten konfiguriert werden, wovon vor allem virtuelle Appliances profitieren sollen.

Microsoft verspricht Echtzeitschutz gegen Viren, Spy- und Malware, entsprechende Event-Logs werden über Azure Diagnostics an HDInsight oder SIEM-Tools ausgeliefert. 

Ebenfalls produktiv nutzbar sind die neuen Network Security Groups, die flexible und granulare Policy-Kontrolle über die Netzwerk-Topologie versprechen. Damit sollen sich beispielsweise Applikationen oder ganze VMs im Netzwerk isolieren lassen.

Zudem können für virtuelle Maschinen unter Azure jetzt auch mehrere Netzwerkkarten konfiguriert werden, wovon vor allem virtuelle Appliances profitieren sollen. 

Eine weitere Neuerung betrifft Azure ExpressRoute, das jetzt doppelt-redundante Verbindungen unterstützt. 

So kann eine ExpressRoute-Verbindung jetzt beispielsweise mit unterschiedlichen Azure-Abonnements geteilt werden. Auf diese Weise soll der Einsatz in Backup- und Disaster-Recovery-Szenarien verbessert werden.

Kommentar: Microsoft stärkt Azure für den Enterprise-Einsatz

Microsoft spendiert seiner Public-Cloud Azure also zahlreiche kleine, in Summe aber äußerst umfangreiche Updates und verbessert sein Cloud-Offering damit gerade im immer wichtiger werdenden Enterprise-Bereich. Entsprechend viel Zeit wurde daher auch in der Keynote für Jason Zander reserviert (Aufzeichnung auf Microsofts Video-Portal Channel 9), der als Corporate Vice President für Azure verantwortlich ist und einige der neuen Azure-Services vorstellte.

Auf besagter Cloud-Veranstaltung in San Francisco nannte Microsoft-CEO Satya Nadella als ernstzunehmende Konkurrenten im Cloud-Markt lediglich Amazon und Google. In das Rennen um Enterprise-Kunden ist Microsoft mit Azure allerdings vergleichsweise spät gestartet. 

Nicht zuletzt auch durch die jüngsten Ankündigungen von EMC, Amazon oder auch VMware wirft zudem eine zunehmende Verschärfung des Konkurrenzkampfes im Cloud-Markt ihren Schatten voraus. Die zusätzlichen Azure-Services kann Microsoft also gut gebrauchen, um sich weiter gegenüber Mitbewerbern abzugrenzen.

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