Outsourcing: Lufthansa lagert IT-Infrastruktur an IBM aus

Der Pilotenstreit ist noch nicht beigelegt, da verkündet Lufthansa eine IT-Partnerschaft mit IBM: Lufthansa Systems wird in drei Bereich aufgespalten.

Der Streit zwischen Piloten und Lufthansa ist noch nicht komplett beigelegt, da kündigt die Fluglinie bereits einen großen Schritt an: Im Zuge einer Neuausrichtung der Konzern-IT vereinbart die Lufthansa eine langfristige Partnerschaft mit IBM. Der IT-Konzern übernimmt im Zuge der Kooperation den Geschäftsbereich IT-Infrastruktur von Lufthansa Systems. Die IT-Sparte von Systems wird aufgelöst.

Lufthansa Systems wird in drei Bereiche aufgespaltet

„Die Zusammenarbeit mit einem global agierenden und erfolgreichen IT-Konzern wie IBM stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Konzernunternehmen sowie der Lufthansa Group insgesamt“, sagt Simone Menne, Vorstand Finanzen und Aviation Services der Lufthansa Group und Vorsitzende des Aufsichtsrates der Lufthansa Systems. „Sie wird unsere Kostenbasis unmittelbar verbessern und den Zugriff auf neueste IT-Technologien sichern, mit denen wir zur weiteren Steigerung von Effizienz und Kundennähe die Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse konsequent vorantreiben werden.“

Lufthansa Systems wird in drei Gesellschaften aufgeteilt: die Rechenzentren und damit der Bereich Infrastuktur mit rund 1400 Mitarbeitern wird künftigt von IBM übernommen. Die Bereiche Airline Solutions und Industry Solutions agieren künftig als eigenständige Firmen und beschäftigen die übrigen 2800 Mitarbeiter von Lufthansa Systems. Dabei sichert Lufthansa seinen Partnern und 450 Kunden zu, dass das bestehende Know-how beim Konzern bestehen bleibt.

Nach Angaben der Kranich-Linie senkt die IT-Partnerschaft mit IBM die Infrastrukturkosten um durchschnittlich 70 Millionen Euro pro Jahr. Die Restrukturierung bringt aber für das laufende Geschäftsjahr keine Einsparungen: für die Lufthansa entstehen einmalige Kosten von rund 240 Millionen Euro. Die Belastung sind nach Angaben der Fluggesellschaft zwar nicht in den relevanten operativen Ergebnissen verbucht, belasten aber das IFRS- und HGB-Konzernergebnis. Der Aufsichtrat muss den Outsourcing-Plänen noch zustimmen.

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