Microsoft kündigt mit Azure Cloud Platform System die “Cloud-in-a-Box” an

„Cloud-in-a-Box“: Das Azure Cloud Platform System vereinfacht die Nutzung des Azure Pack for Windows Server und bringt Cloud-Services ins Data Center.

Auf einer ganz der Microsoft-Cloud gewidmeten Presseveranstaltung gestern Abend in San Francisco haben Microsoft-CEO Satya Nadella und der für Microsofts Cloud-Sparte verantwortliche Scott Guthrie zahlreiche Neuerungen für Microsoft Azure vorgestellt. Mit der neuen G-Serie virtueller Maschinen, Premium Storage und der vorkonfigurierten Infrastrukturlösung Cloud Platform System sollen einige der derzeit noch vorhandenen Defizite mit der Microsoft-Cloud adressiert werden.

Mit dem Microsoft Cloud Platform System (CPS) zur skalierbaren Private Cloud

Für das neu vorgestellte Cloud Platform System (CPS) kooperiert Microsoft auf Hardware-Seite mit Dell, entsprechend besteht die technische Grundlage aus einem Dell PowerEdge-Server und auch die Storage- und Netzwerk-Ressourcen kommen von Dell.

Details zur Hardware-Ausstattung beschreibt der offizielle Microsoft-Blog zu Windows Server, dementsprechend bietet die vorkonfigurierte, konvergente Infrastruktur pro Server-Rack 512 CPU-Kerne verteilt auf 32 Server. Zum Einsatz kommt hier Intels Ivy-Bridge-Chip E5-2650 v2 mit acht Terabyte Arbeitsspeicher, also 256 Gigabyte pro Server. Damit wurde offenbar auf den Einsatz von Dells neuestem PowerEdge-Server verzichtet, der bereits auf die leistungsstärkere Haswell-Architektur setzt. Microsofts Cloud Platform System lässt sich  als einzelnes Server-Rack bereitstellen oder mit bis zu vier Racks skalieren. Microsoft verspricht pro Rack den problemlosen Einsatz von bis zu 2.000 virtuellen Maschinen.

Die CSP-Infrastruktur wird nach Aussagen von Microsoft wie bei konvergenter Infrastruktur üblich vollständig vorkonfiguriert und mit vorinstallierter Software ausgeliefert. Selbst Treiber und Firmware sollen bereits konfiguriert sein. Auf Software-Seite erhalten Kunden einen vollständigen Microsoft-Stack bestehend aus Windows Server 2012 R2 inklusive Microsofts SDS-Plattform (Software-defined Storage) Windows Server Storage Spaces, Windows Server SMB 3.0, Windows Server Hyper-V Hosts und Windows Server Hyper-V Networking. Die Verwaltung erfolgt über Microsoft System Center 2012 R2.

Azure Cloud Platform System

Überblick über Hard- und Software von Microsofts Cloud Platform System.

Cloud-Funktionen, wie sie aus Microsofts Public Cloud Azure bekannt sind, kommen über das Windows Azure Pack for Windows Server ins Spiel. Damit lassen sich beispielsweise skalierbares Webhosting oder ein Self-Service-Portal für die Azure-Services Web Sites, Virtual Machines und Service Bus bereitstellen. Microsoft verspricht seinen Kunden auf diesem Weg, von vielen Vorteilen der Public Cloud auch in der Private Cloud, also im eigenen Data Center, zu profitieren.

Zudem besteht so für das Infrastrukturmanagement vom eigenen Data Center bis hin zur Public Cloud ein einheitliches Toolset und gemeinsame Programmierschnittstellen. Dadurch und durch die einfache Bereitstellung dieser Infrastrukturlösung will Microsoft die stärkere Nutzung seiner Azure-Technologie vorantreiben. Microsoft CPS soll bereits ab nächsten Monat allgemein verfügbar sein, der Support erfolgt etwas überraschend nicht über den Hardware-Partner Dell sondern direkt über Microsoft.

Premium Storage und VMs der G-Serie: Microsoft Azure erhält neue IaaS-Möglichkeiten

Zusätzlich wurden einige neue IaaS-Optionen (Infrastructure-as-a-Service) für Azure-Kunden angekündigt. Die neue G-Serie virtueller Maschinen bietet bis zu 32 CPU-Kerne, 450 Gigabyte Arbeitsspeicher und 6,5 Terabyte lokalen SSD-Speicher. Für diesen Azure-Service setzt Microsoft auf die neueste Haswell-Architektur (Xeon E5 v3) von Intel. Die neue G-Serie soll noch in diesem Jahr allgemein verfügbar sein.

Die neue G-Serie zielt klar auf rechenintensive Enterprise-Workloads, für die auch das neue Premium Storage angekündigt wurde. Premium Storage ermöglicht die Nutzung von 32 Terabyte Speicher pro virtueller Maschine, damit will Microsoft auch die Migration enorm anspruchsvoller Workloads wie SQL Server, Dynamics AX, Dynamics CRM, Exchange Server, MySQL oder Oracle Database in die Cloud ermöglichen.

Neben neuen IaaS-Optionen wurden von Microsoft auch neue SaaS-Angebote (Software-as-a-Service) vorgestellt. So soll bald auch die Linux-Distribution CoreOS als VM-Image über dieVM Gallery mit wenigen Klicks auf Azure bereitgestellt werden können. Zudem wurde eine Kooperation mit Cloudera angekündigt, wodurch sich Cloudera zukünftig in Microsoft Power BI integrieren lassen soll.

Mit der bereits vergangenen Woche angekündigten Docker-Unterstützung für Windows Server, CPS, Premium Storage, der neue G-Serie virtueller Maschinen und CoreOS- sowie Cloudera-Support verstärkt Microsoft also zentrale Bereiche seiner Cloud-Plattform weiter, die für den zukünftigen Erfolg eine wichtige Rolle spielen werden: Linux- und Open-Source-Unterstützung, Enterprise-Workloads und eine größere Nutzerbasis auch im Private-Cloud-Bereich.

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