IBM konzentriert sich nach Verkauf der x86-Serversparte auf Power-Plattform

Der Verkauf der x86-Serversparte macht Ressourcen frei: IBM stellt neue Power8-Server vor und stärkt durch neue Software die eigene Power-Plattform.

Kurz nachdem der Verkauf der x86-Serversparte von IBM an Lenovo zum 1. Oktober abgeschlossen wurde, fokussiert sich IBM jetzt auf die beim Konzern verbleibende Power-Plattform und stellt zahlreiche Neuerungen rund um seine Power8-Server vor. IBMs Power-Server basieren auf der offenen Plattform der OpenPower Foundation, die als Alternative zu Standard-x86-Servern ins Leben gerufen wurde.

Power8-Server als Alternative zur x86-Architektur

In diesem Sinne verschärft IBM jetzt sein Marketing und positioniert seine Power8-Server noch stärker als bisher als Alternative zu Intels vor kurzem vorgestellter neuer Xeon v3-Architektur. Entsprechende Server-Modelle wurden zum Beispiel von HP mit der neunten ProLiant-Generation oder von Dell mit den neuen PowerEdge-Servern vorgestellt.

Auch IBM hatte Anfang September noch neue x86-Server mit Intels neuer Xeon-Architektur angekündigt, grenzt sich jetzt aber deutlich von x86-basierten Servern ab: Laut IBM biete die Power8-Architektur ein um 20 Prozent besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, da diese wesentlich effizienter auf die Anforderungen von Big Data und Cloud Computing reagieren könnten als proprietäre x86-Server.

Auf der Hardware-Seite wurde neben den beiden Power System E870 und E880 vor allem der neue Scale-out-Server S824L vorgestellt, ein noch leistungsfähigeres System als die bereits im April vorgestellten Power8-Server. Das große Alleinstellungsmerkmal des S824L dürfte vor allem die Unterstützung von NVIDIAs GPU-Technologie sein. Die spezielle Chip-Architektur ermöglicht es Anwendern laut IBM, datenintensive Aufgaben dem Power8-Prozessor zuzuweisen, während Big-Data-Anwendungen auf die GPU-Beschleunigung ausgelagert werden. Speziell dafür hat IBM die optimierte Datenbank-Software DB2 mit BLU Acceleration angekündigt.

Zukünftig sollen IBMs Power-Server zudem NVIDIAs NVLINK-Technologie nutzen können, wodurch die Daten zwischen CPU und GPU nicht mehr über eine PCI-Express-Schnittstelle ausgetauscht werden müssen, sondern die GPU direkt auf den Arbeitsspeicher des Power8-Servers zugreifen können wird. Der dadurch zu erwartende Performance-Gewinn für Enterprise-Anwendungen ist laut Unternehmensangaben allerdings erst für 2016 zu erwarten.

Cloud Manager und Enterprise-Software stärken Power-Ökosystem

Auf der Software-Seiter bietet IBM vor allem den auf Version 4.2 aktualisierten Cloud Manager with OpenStack, der vereinfachte Installation und Verwaltung von OpenStack und plattformübergreifende Unterstützung von x86-, Power- und System-z-Architektur bietet. Die neue Version soll allerdings erst Ende Dezember allgemein verfügbar sein.

IBM kündigte zudem eine Reihe aktualisierter oder neuer Software für die Power-Plattform an, so beispielsweise die IBM Data Engine for NoSQL, die den Einsatz von NoSQL Data Stores günstiger machen soll als bei der Verwendung mit herkömmlichen x86-Servern. Analog dazu soll die IBM Data Engine for Analytics in der Power Systems Edition nur ein Drittel der Storage-Infrastruktur nötig machen, die auf x86-basierten Servern nötig wäre. IBM Power Enterprise Pools schließlich erlaubt das Pooling von Hardwareressourcen für flexible Private-, Hybrid- oder Public-Cloud-Infrastrukturen.

Auch im Storage-Bereich wurden von IBM zahlreiche Neuerungen vorgestellt, beispielsweise bei Tape-Storage, Software-defined Storage und IBMs Flash-Systemen.

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