Zwischen DaaS und VDI: Desktop-Virtualisierung und der Arbeitsplatz der Zukunft

Was folgt in Sachen Desktop-Virtualisierung auf VDI und DaaS? Für VMware jedenfalls geht es um den Arbeitsplatz der Zukunft, nicht um die Technologie.

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Desktop-Management

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Virtualisierung birgt über die gesamte IT-Infrastruktur zahlreiche Vorteile, von Hardwarekonsolidierung über Effizienzsteigerung bis hin zur damit einhergehenden Kostenreduktion. Ein wesentlicher Vorteil ist aber auch die Schnelligkeit und Agilität, mit der IT-Abteilung in virtualisierten Umgebungen auf Geschäftsanforderungen reagieren können.

Built for the Fast Lane: VMware-Studie identifiziert Lücke zwischen Geschäftsanforderungen und Umsetzung

Das zeigt einmal mehr die aktuelle Studie „Built for the Fast Lane“, die VMware gestern auf seiner Hausmesse VMware vForum vorgestellt hat. Während sich Unternehmen durch die immense Innovationsgeschwindigkeit der IT-Branche immer größerem Modernisierungsdruck ausgesetzt sehen, scheint sich inzwischen eine elementare Lücke zwischen Geschäftsanforderungen auf der einen Seite und deren Umsetzung durch die IT-Abteilungen auf der anderen Seite aufgetan zu haben.

Mit 65 Prozent sehen fast zwei Drittel der 1.800 in der EMEA-Region befragten IT-Entscheider eine zeitliche Lücke von fünf Monaten zwischen den Anforderungen anderer Geschäftsabteilungen an die Unternehmens-IT und der Umsetzung. Über die Folgen dieser Verzögerung sind sich die IT-Abteilungen zudem sehr wohl im Klaren: Ein Drittel der Befragten erwartet sich von einer Modernisierung der Unternehmens-IT eine bessere Reaktionszeit auf Kundenanforderungen, 31 Prozent eine verbesserte Produktivität der Mitarbeiter. Umgekehrt befürchten 39 Prozent im Falle ausbleibender Modernisierung eine gebremste Innovationskraft des gesamten Unternehmens, 33 Prozent sogar den Verlust von Kunden an agilere Mitbewerber.

VMware Studie
Ausschnitt aus VMwares Studie "Built for the Fast Lane". Bild: VMware

Virtualisierungs-Lösungen gehören zu den Grundzügen moderner IT-Umgebungen und können Unternehmen dabei helfen, diese laut VMware-Studie zumindest gefühlte Lücke zwischen Business-Anforderung und Umsetzung durch IT-Abteilungen zu schließen.

Desktop-Virtualisierung: Was kommt nach VDI und Daas?

Während virtuelle Desktop-Infrastrukturen (VDI), gehostet im eigenen Data Center, schon länger zum Repertoire moderner IT gehören, ist die Desktop-Virtualisierung als Service über die Public Cloud (Desktop-as-a-Service, DaaS) noch vergleichsweise jung. Aber egal ob als VDI- oder als DaaS-Lösung, ähnlich wie Server-, Storage- und Netzwerk-Virtualisierung kann auch Desktop-Virtualisierung durch die zentrale Verwaltung und Bereitstellung von Desktop-Images zu Agilität, Effizienz und Kostensenkung im Unternehmen beitragen.

Dabei stellt sich die Frage, inwiefern sich die von Virtualisierung versprochenen Vorteile auch tatsächlich realisieren lassen. Oder, in den Worten von Erwin Breneis, Cloud Management Solutions, Lead Specialist SE für die Region CEMEA bei VMware: In welcher Phase sich Firmen auf dem Weg zum Software-definierten Unternehmen befinden. Geht es um ganz grundlegend um Kosteneinsparungen durch IT-Konsolidierung, um „Quality of Service“ durch Automatisierung oder um gesteigerte Agilität durch „IT-as-a-Service“?

VMware�s Sicht auf das Software-definierte Unternehmen
VMwares Weg zum Software-definierten Unternehmen. Bild: VMware

Wie sieht dann aber weiter die Zukunft von Desktop-Virtualisierung aus? Was folgt auf den im höchsten Maß automatisierbaren, von Service-Providern über Cloud-Infrastrukturen bereitgestellten Desktop-as-a-Service?

Raum für Verbesserungen und Fortschritt wird es bei Desktop-Virtualisierung immer geben, so Bob Schultz, Chief Strategy Lead for End User Computing bei VMware. Man denke nur an die vor kurzem von NIVIDIA und VMware verkündete Unterstützung der NVIDIA GRID-Technologie auf VMwares DaaS-Plattform, an die stetige Weiterentwicklung des Remote-Protokolls PCoIP oder an die Integrationsmöglichkeiten von vSAN.

Im Grunde, so Ralf Gegg, Director End User Computing Business für die CEMEA-Region bei VMware, ist die Frage aber falsch gestellt. Nicht Desktop-Virtualisierung als Technologie sollte im Fokus der Fragestellung stehen, sondern vielmehr der Arbeitsplatz der Zukunft, die Arbeitsgeräte und die Art des Arbeitens generell. Aus Sicht von VMware geht es um die Anforderungen, die der Arbeitsplatz der Zukunft an die IT stellt.

Der Arbeitsplatz der Zukunft entscheidet über die Technologie

Und in der Zukunft, so Ralf Gegg weiter, wird man viel häufiger mobil Arbeiten als heute. Die reine Verwaltung mobiler Endgeräte, wie dies über MDM-Lösungen (Mobile Device Management) inzwischen längst Standard ist, stößt aber spätestens bei Laptops an ihre Grenzen. Daher ist es für Ralf Gegg nur ein logischer Schritt, wenn sich VMware langfristig von der Verwaltung der Geräte verabschiedet und stattdessen, zum Beispiel mit dem kürzlich vorgestellten Horizon 6, den (virtuellen) Arbeitsplatz selbst ins Auge fasst.

Je nach Anforderung des Kunden kann dabei Desktop-Virtualisierung über VDI oder DaaS die Lösung sein, oder eben doch der Fat Client. Entscheidend ist, dass der Arbeitsplatz der Zukunft multidimensionaler und komplexer wird, und dem begegnet VMware über die geräteübergreifende Bereitstellung eines Secure Workspace über Horizon 6.

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