Für Big-Data-Anwendungen: IBM stellt neuen Scale-out-Server POWER8 vor

POWER8 ist IBMs neuester Scale-out-Server und wurde speziell für BI-Anwendungen entwickelt. Bereits ab Juni soll die neue Plattform erhältlich sein.

Nach drei Jahren Entwicklungszeit hat IBM jetzt eine neue Generation der Scale-out Power Systems-Server vorgestellt. Die neuen POWER8-Server wurden speziell für Big-Data-Anwendungen entwickelt und sollen laut IBM bis zu 50 Mal schnellere Analytics-Workloads ermöglichen als vergleichbare aktuelle x86-Systeme. Neben der Server-Hardware sollen zudem die neuen BI-Lösungen IBM Solution for BLU-Acceleration, IBM Solution for Analytics und IBM Solution for Hadoop für diesen Geschwindigkeitszuwachs sorgen.

Im Vergleich zur den bisher aktuellsten 32nm-POWER7+-Prozessoren werden die POWER8-Prozessoren jetzt in 22nm-Bauweise gefertigt. Dabei kommen je Server ein bis zwei Prozessoren mit bis zu 12 Kernen pro Prozessor zum Einsatz, während jeder Prozessor-Kern per Multithreading gleichzeitig acht Threads bearbeiten kann. Die POWER7+-Prozessoren unterstützen dagegen lediglich maximal acht Kerne bei vier simultan bearbeiteten Threads pro Kern. Die stärkste Konfiguration der POWER8-Server, der Power Systems-Server S824, besteht aus zwei Prozessoren mit 24 Prozessor-Kernen, einem Terabyte Arbeitsspeicher und 11 PCIe-Karten der dritten Generation.

Gemäß des kräftigen Investments von IBM in Sachen Linux können die neuen POWER8-Server neben den bisher schon unterstützten Linux-Distributionen von Red Hat und SUSE jetzt auch mit Canonicals Ubuntu-Version für Server umgehen. Zusätzliche wurde die Unterstützung für PowerKVM inegriert, eine neue Adaption des Linux-basierten Virtualisierungs-Tools KVM.

Die technischen Spezifikationen der neuen POWER8-Server will IBM im Rahmen der OpenPOWER Foundation offenlegen, einem inzwischen aus 25 Mitgliedern bestehenden Zusammenschluss zur Etablierung eines offenen Server-Ökosystems. IBM hofft durch die Partizipation an der OpenPOWER Foundation auf Innovationen aus der Community sowie von anderen Marktteilnehmern und verspricht sich so, schneller auf technische Herausforderungen reagieren zu können. Die OpenPOWER Foundation wurde erst 2013 gegründet, neben IBM sind zum Beispiel auch Google, Samsung oder NVIDIA Mitglieder.

Die Verfügbarkeit der neuen POWER8-Server wird mit dem 10. Juni 2014 angegeben, eine neue Generation von IBMs Scale-up-Server wird dagegen erst für Ende 2014 erwartet. Insgesamt gibt es fünf System-Konfigurationen der neuen Power Systems-Server, wobei die Varianten Power Systems S812L und S822L Linux-Distributionen vorbehalten bleiben, während die Varianten S814, S822 und S824 sowohl mit Linux als auch mit AIX und IBM i betrieben werden können. Speziell für die POWER8-Architektur wurde zudem die neue IBM i-Version 7.2 veröffentlicht. Die Preise beginnen bei 6.000 bis 7.000 US-Dollar für die kleineren S812L- und S822L-Varianten und gehen auf bis zu 150.000 US-Dollar Listenpreis für ein voll ausgestattetes S824-System.

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