VMware Horizon 6 verbessert Anwendungs-Virtualisierung und bringt RDSH-Support

VMware Horizon 6 bringt u.a. eine verbesserte Anwendungs-Virtualisierung und RDSH-Support mit sich. Ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen.

VMware hat gestern eine neue Version von VMware Horizon vorgestellt, die in Version 6 einige neue Funktionen mit sich bringt und gleichzeitig die VMware Horizon Suite ablöst. Erstmals bietet VMware damit in Sachen Anwendungs-Virtualisierung auch eine echte Alternative zu Citrix XenApp.

Die neue Version VMware Horizon 6, per Blog-Post von Erik Frieberg, VP Product Marketing End-User Computing verkündet, ersetzt die bisherige Horizon Suite und bietet dabei einige grundlegende Verbesserungen und Aktualisierungen. Die bisherige Stand-alone-Komponente VMware Horizon View entspricht im neuen Distributionsmodell der Horizon View Standard, der Funktionsumfang der Horizon Suite findet sich in Horizon 6 in etwa in Horizon Advanced wieder. Zusätzlich dazu gibt es in Horizon Enterprise das höchste Level an Automations- und Verwaltung-Möglichkeiten.

Horizon View Standard beinhaltet damit ab sofort die Komponenten Horizon View, ThinApp, vSphere und vCenter, womit VMware vor allem einfache VDI-Bereitstellungen ermöglichen will. Horizon Advanced geht einen Schritt weiter und bietet zusätzlich VMware Mirage zur Image-Verwaltung für physische und virtuelle Desktops, die Anwendungs-Verwaltung Workspace sowie die Unterstützung von VMware vSAN. Zudem ermöglicht Horizon Advanced Remote Desktops/Applications und erstmals eine Seamless-Virtualisierung von Anwendungen, die sich nahtlos in ein lokales Betriebssystem integrieren lassen. Horizon Enterprise schließlich bietet zusätzlich vCenter Ops for View sowie das vCO Plugin. Preise liegen derzeit laut VMware nur in US-Dollar vor, sollen sich aber wie die Nutzungslizenzen an den bisherigen Produkten Horizon View und Horizon Suite orientieren.

Von Windows Server 2012 R2 bis PCoIP-/RDSH-Unterstützung: Die Neuerungen im Überblick

VMware Horizon 6 ist eine umfangreiche Produkt-Suite mit mehreren Einzelkomponenten, die mit den Neuerungen und Aktualisierungen eine runderneuerte Benutzererfahrung bieten und zudem die Bereitstellung virtualisierter Anwendungen und Desktops über eine einzige Software-Plattform ermöglicht. Allen voran sind hier die Verbesserungen in Sachen Anwendungs-Virtualisierung zu nennen, also beispielsweise die Unterstützung der Remote-Protokolle PCoIP und RDSH für Hosted Apps, die damit laut VMware mit vergleichbarer Performance ausgeführt werden wie lokal installierte Anwendungen. VMware View in Horizon 6 unterstützt dabei von Windows XP bis Windows 8/8.1 und Mac OSX alle gängigen Desktop-/Laptop-Betriebssysteme und erlaubt bei einem „Seamless Look & Feel“ die nahtlose Integration in lokale Betriebssysteme.

Die Architektur von Horizon 6 im Überblick. Bild: VMware

Horizon 6 bietet in der neuen Version auch die von VMware lang erwartete Anwendungs-Virtualisierung über PCoIP und RDSH und damit auch ein Konkurrenzprodukt zu Citrix XenApp. Ermöglicht wird dies u.a. durch die Unterstützung von Windows Server 2012 R2 inklusive RDSH für Windows Server 2012 und 2008 für alle Horizon-Komponenten. So wie VMware Unity bisher eine Seamless-Virtualisierung von Anwendungen auf lokalen VMs ermöglicht hat, bringt die RDSH-Unterstützung diese Funktionalität jetzt auch für die Anwendungs-Virtualisierung über Netzwerke hinweg. ThinApp bietet in Horizon 6 zudem die Möglichkeit, als Application-Container auch auf Windows-Geräten eingesetzt zu werden, die sich außerhalb der Unternehmens-Domäne befinden.

Eine weitere Neuerung betriff die bisherige POD-Architektur: Während bei der Bereitstellung von View-Umgebungen in unterschiedlichen Rechenzentren bisher getrennte POD-Architekturen nötig waren, bietet Horizon 6 jetzt die Möglichkeit, auf Basis globaler LDAP-Replikation Federated View PODs aufzubauen. Damit werden View-Bereitstellungen über verschiedene Rechenzentren und mit einem einheitlichen Namespace für Endnutzer möglich, die Begrenzung von maximal 10.000 Sessions pro View POD wird damit ebenfalls aufgehoben.

Workplace, vSAN und Mirage komplettieren Horizon 6

Neben VMware View und ThinApp spielt auch VMwares erst im März final vorgestellte Lösung zur Storage-Virtualisierung vSAN eine wichtige Rolle in Horizon 6. Durch die Möglichkeit zur linearen Skalierung auch unter großer Last bietet laut VMware erst vSAN die nötige Performance, um IOPS-intensive VDI-Umgebungen auch in großen Deployments mit nativer Benutzererfahrung bereitzustellen. Wie andere Virtualisierungs-Lösungen für Storage nutzt auch vSAN dabei lokale Storage-Kapazitäten von VMwares Hypervisoren ESXi, um virtuelle Scale-out-Szenarien zu ermöglichen. Laut VMware können mit vSAN virtuelle Desktops zu den gleichen Kosten wie physische Desktops bereitgestellt und betrieben werden.

VMwares SDN-Lösung vSAN ermöglicht die skalierbare Bereitstellung virtueller Storage-Kapazitäten. Bild: VMware

Wie bisher auch stellt VMwares Unified Workspace die Schnittstelle zu den Endnutzern dar, die über diese Oberfläche geräteunabhängigen Zugriff auf ihre über VMware View oder VMware ThinApp bereitgestellten virtualisierten Desktops und Anwendungen erhalten. Zudem ist es möglich, auch über XenApp von Citrix virtualisierte Anwendungen in VMwares Workspace zu integrieren.

Die Verwaltung der View-Bereitstellungen erfolgt auch in der neuen Version wie gewohnt über das Management-Tool vCOPs, mit dem sich bis auf Prozess-Ebene nach Performance-Engpässen etc. suchen lässt. Für ein einheitliches Management der Images steht nach wie vor Horizon Mirage zur Verfügung, das in Horizon 6 den Local Mode für VMware View ersetzt. Neu ist in Horizon 6 die Möglichkeit, aus einer einzigen Instanz des vCenter Operations Manager for View alle virtualisierten Objekte, egal ob Desktops, Server, Storage oder Network, zentral zu verwalten.

Wie der große Versionssprung erwartet lässt, bringt VMware Horizon 6 einige kleinere und größere Änderungen mit sich und untermauert so einmal mehr den Anspruch von VMware, eine Rundum-sorglos-Lösung für virtualisierte und physische Desktops zu bieten. Mit den Verbesserungen in Sachen Anwendungs-Virtualisierung ist VMware mit Horizon 6 damit einen großen Schritt vorangekommen.

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