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Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 7 Beta verfügbar: MariaDB statt Oracle MySQL

Jürgen Donauer

Ab sofort steht eine Beta-Version von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 7 zum Testen bereit. Dabei ist eine doch recht wichtige Entscheidung eingeflossen und man folgt im Prinzip anderen großen Linux-Distributionen. Oracles MySQL-Datenbank muss weichen und das komplett freie MariaDB ist der Ersatz dafür. MariaDB wurde vom MySQL-Gründer ins Leben gerufen, der mit Oracles Entscheidungen hinsichtlich MySQL nicht zufrieden war.

RHEL 7 basiert im Großen und Ganzen auf Fedora 19 und wird Linux-Kernel 3.10 einsetzen. Dieser Kernel ist mit Langzeitunterstützung ausgestattet. Weiterhin geht man einen klaren Weg in Richtung einer offenen und hybriden Cloud.

Linux Container

Mit Red Hat Enterprise Linux 7 lassen sich Applikationen in isolierten Umgebungen mithilfe von LinuxContainer-Technologie, wie zum Beispiel Docker, erschaffen und ausrollen. System-Ressourcen können für jeden Applikations-Container zugewiesen werden und die Isolierung sorgt für die notwendige Sicherheit.

Performance-Management

Anwender können den Anwendungen bestimmte Performance-Profile zuweisen. Diese Funktion soll Administratoren helfen, die Performance der Applikationen schneller optimieren zu können.

Verbesserte Upgrade-Mechanismen

Red Hat wird seinen RHEL-Anwendern ein Upgrade-Feature für normale Server-Installationen anbieten. Somit ist es einfacher, von zum Beispiel RHEL 6.5 auf 7 umzusteigen. Weiterhin bietet Red Hat Enterprise Linux 7 die Migration virtueller Maschinen von einem RHEL-6- oder -7-Host an. Die virtuellen Maschinen müssen Sie nicht speziell anpassen und Downtime gibt es ebenfalls keine.

Dateisysteme

Das Flaggschiff von Red Hat bringt weitere Verbesserungen bei den Dateisystemen ext4 und Btrfs mit sich. Als Standard-Dateisystem setzt man in RHEL 7 allerdings auf XFS und ermöglicht damit skalierte Dateisysteme bis zu 500 TByte. Als Standalone-Dateisystem bei ext4 hat man die maximale Größe von 16 auf 50 TByte angehoben. Btrfs ist weiterhin als Technologie-Vorschau enthalten.

Netzwerk

Red Hat Enterprise Linux 7 bringt Verbesserungen bei der Kanalbündelung (Channel Bonding) mit sich. Weiterhin gibt es Unterstützung für 40-Gbit-Ethernet und Performance-Verbesserungen bezüglich TCP und Latenzzeiten.

Storage

Neue Management-Möglichkeiten vereinfachen die Verwaltung von großen Storage-Umgebungen. Red Hat platziert sich in Sachen Storage als günstige Alternative zu teuren Storage-Arrays.

Interoperabilität mit Windows

Für Data Center mit heterogenen Umgebungen wurde die Interoperabilität zwischen Microsoft Windows und Red Hat Enterprise Linux verbessert. Im Speziellen geht es um Samba 4.1 und die Zusammenarbeit mit Microsoft Active Directory.

Management der Subsysteme

Die Verwaltung von RHEL 7 wird allgemein einfacher. Es gibt einheitliche Management-Tools für Netzwerk, Storage, Dateisysteme, Performance, Identitätsverwaltung und Sicherheit. Dies wird mit OpenLMI realisiert. Damit können Administratoren Scripting und APIs nutzen, um die Verwaltung mehrerer Systeme zu vereinfachen.

RHEL 7 Beta testen

Wer sich für Red Hat Enterprise Linux 7 Beta interessiert, kann sich bei Red Hat eine Evaluierungs-Version holen. Dazu ist eine Anmeldung notwendig.

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