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Red Hat Enterprise Linux 6.5 ist fertig: Optimiert für Virtualisierung und Cloud

Jürgen Donauer

Linux-Distributor Red Hat hat eine neue Version von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) zur fertig gestellt. Das auf Open-Source-Software basierende Betriebssystem richtet sich in erster Linie an Unternehmen, die komplexe IT-Projekte realisieren wollen. Ein spezieller Fokus liegt bei RHEL 6.5 auf Open Hybrid Cloud. Sie können mit Red Hat Enterprise Linux 6.5 eine komplette Cloud-Umgebung verwalten. Die Funktionen reichen von Sicherheit über Networking bis hin zur Virtualisierung. Weiterhin liefert Red Hat Tools mit, die eine Implementierung geschäftskritischer SAP-Anwendungen vereinfacht.

Ein Augenmerk der neuen Version ist IT-Sicherheit. Ein zentraler Trust Store ermöglicht den Einsatz von Sicherheits-Zertifikaten. Weiterhin befinden sich Tools an Bord, mit denen sich wichtige Sicherheits-Standards implementieren lassen. OpenSCAP 2.1 setzt das Security Content Automation Protocol (SCAP) des National Institute of Standards and Technology (NIST) um.

Red Hat Enterprise Linux 6.5 unterstützt in lokalen Netzen PTP (Precision Time Protocol). Eine Synchronisation im Mikro-Sekundenbereich ist damit möglich. Sehr schnelle Anwendungen mit niedriger Latenzzeit lassen sich so betreiben, was vor allen Dingen im Finanz-Sektor eine große Rolle spielt. Weiterhin wurden die Netzwerk-Funktionen ausgebaut. Das ermöglicht Administratoren bei RHEL 6.5 einen besseren Einblick in Bezug auf Netzwerk-Aktivitäten. Unter anderem können Sie IGMP-Daten (Internet Group Management Protocol) analysieren. Auch das Erstellen von Listen von Multicast-Router-Ports und Multicast-Gruppen mit aktiven Teilnehmern und entsprechenden Schnittstellen ist möglich.

In Sachen Virtualisierung können System-Administratoren mit RHEL 6.5 dynamisch virtuelle Prozessoren (vCPUs) aktivieren oder deaktivieren. Somit lassen sich die Systeme flexibel an unterschiedliche Anforderungen anpassen. Das Handling speicherintensiver Gast-Betriebssysteme und -Anwendungen wurde verbessert. KVM (Kernel-based Virtual Machine) unterstützt nun bis zu vier TByte an Hauptspeicher.

Weiterhin erlaubt KVM die Benutzung von GlusterFS-Datenträgern. Ebenso haben Sie direkten Zugriff auf die verteilte Storage-Plattform. Laut eigenen Angaben ist die Performance hinsichtlich Red Hat Storage oder GlusterFS-Volumes gestiegen. Die Treiber für den Einsatz von Red Hat Enterprise Linux 6.5 als Gast-Betriebssystem wurden aktualisiert. Damit soll sich das Zusammenspiel mit Hypervisoren anderer Hersteller verbessern.

Mit der Container-Lösung Docker lassen sich laufende Applikationen „einpacken“ und in physischen, virtuellen oder Cloud-Umgebungen betreiben. Sie finden weitere Informationen zur Zusammenarbeit zwischen Red Hat und Docker hinter diesem Link.

Auch die Unterstützung von SSDs (Solid-State Drives), wie zum Beispiel NVM Express (NVMe), hat sich verbessert. Diese Spezifikation standardisiert das Interface von PCIe-basierten SSDs.

Die Storage-Skalierbarkeit wurde laut Red Hat deutlich ausgebaut. Administratoren können nun mehr als 255 LUNs konfigurieren, die mit einem einzelnen iSCSI-Target verbunden sind. Die Funktionen für einen Einsatz in Fibre-Channel- und iSCSI-SAN-Umgebungen wurde ebenfalls verbessert.

Über das RDP-Protokoll (Remote Desktop Protocol) lässt sich komfortabler auf Windows-Desktops oder -Server zugreifen.

Weitere Informationen zu Red Hat Enterprise Linux finden Sie auf der Hersteller-Seite. Alle Änderungen und Neuerungen zu RHEL 6.5 können Sie im Detail in den Veröffentlichungs-Hinweisen nachlesen.


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