IBM investiert eine Milliarde US-Dollar in Linux für IBM Power Systems Server

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IBM investiert eine Milliarde US-Dollar in Linux für IBM Power Systems Server

Jürgen Donauer

IBM hat auf der LinuxCon 2013 angekündigt, eine Milliarde US-Dollar in Linux- und Open-Source-Technologien für IBM Power Systems Server zu investieren. Bereits im Jahre 2001 hatte IBM den gleichen Betrag in die Open-Source-Technologie gesteckt. Damals fing Linux an, langsam aber sicher im Data Center Fuß zu fassen. Big Blue gehört mit zu den größten Unterstützern von Linux überhaupt.

Seit dem Jahre 1999 beteiligt sich IBM an einer Reihe von Open-Source-Projekten und hat bei einigen die Leitung inne. Dazu gehören neben Linux auch OpenStack, Hadoop, OpenDaylight, KVM, Apache und Eclipse.

Die meisten Linux-Server im Data Center laufen auf x86-Technolgien. IBM verkauft solche Maschinen ebenfalls, hat Linux aber auch für die hauseigenenPower-Server und Mainframes adaptiert.

Die neuen Investitionen sollen Kunden bezüglich Big Data und Cloud-Computing helfen. IBM will ein neues Kundenzentrum in Europa erschaffen: Power System Linux Zentrum in Montpellier, Frankreich. Das neue Zentrum ist laut IBM Teil eines wachsenden Netzwerks von um den Erdball verteilten Zentren. Davon sollen in erster Linie Software-Entwickler profitieren. IBM will es Programmierern einfacher machen, neue Anwendungen für Big Data, Cloud, Mobile und Social Business mithilfe von Linux auf der IBM POWER7-Prozessor-Technologie zu entwickeln und bereitzustellen. Das erste Zentrum dieser Art wurde in Peking eröffnet. Weitere Einrichtungen gibt es in New York City, und Austin, Texas.

Weiterhin möchte IBM eine Entwicklungsumgebung für Linux auf Power in der Cloud zur Verfügung stellen. Somit soll die schnell wachsende Entwicklergemeinde unterstützt werden. Deswegen erweitert IBM seine Power Systems Cloud um eine Entwicklungsumgebung. Der Cloud-Service ist kostenlos. Unternehmen haben die Möglichkeit, Linux-Anwendungen auf Power-Plattformen sowie AIX und IBM i zu erstellen, portieren und testen.

IBMs Brad McCredie hat diese Ankündigung vor mehr als 1400 Branchenführern in Sachen Linux getätigt. Die Summe soll sowohl für die Unterstützung von Forschung, Design und Entwicklung, als auch Schulungen, Informationsveranstaltungen, Entwickler, Geschäftspartner, Unternehmer, Akademiker und Studenten dienen.

Das Zeitalter der großen Datenmengen fordere einen neuen Ansatz für IT-Systeme, sagte McCredie. Man brauche offene und anpassbare Systeme, die für Big Data und Cloud-Workloads geschaffen sind. Das Data Center mit immer weiteren Servern aus der PC-Ära auszustatten, führe zu einer unübersichtlichen und wenig nachhaltigen IT-Landschaft.

McCredie wies in seiner Rede außerdem darauf hin, dass das kognitive Computersystem Watson bereits mit einer Vielzahl von Industrie-Lösungen verfügbar sei. Aufsehen erregte der Superrechner in der amerikanischen Quizshow Jeopardy!. Das sei nur ein Beispiel, was ein Zusammenspiel der Power-Plattform und dem Open-Source-Betriebssystem Linux möglich mache.

Jim Zemlin, Executive Director der Linux Foundation, begrüßte den Schritt natürlich. Er sagte, dass IBM mit der letzten Investition dieser Art eine Flut von Innovationen auslöste, die immer noch anhalte. Man freue sich bereits jetzt, was die Power-Plattform für weitere Innovationen bezüglich Linux bereithält.

Anfang August hat IBM OpenPOWER ins Leben gerufen. Es handelt sich hier um ein Konsortium, in dessen Rahmen andere Unternehmen Lizenzen an Technologien der Power Architektur erwerben und nutzen können. Ziel ist es, innovative Ideen darauf umzusetzen.


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