Vorhersagen für Trends bei IT-Outsourcing in Europa 2013

Durch die Euro-Krise ändern sich laut Experten auch die Outsourcing-Ansätze in den Unternehmen. Darauf müssen sich Anbieter einstellen.

  • Lee Ayling, Leiter Technology Shared Services and Outsourcing Advisory, KPMG
  • Mark Lewis, Leiter Outsourcing der Kanzlei Berwin Leighton Paisner
  • Sam Kingston, Geschäftsführer UK bei T-Systems
  • Robert Morgan, Direktor bei Burnt Oak Partners
  • Sean Finnan, ehemaliger Regionalleiter bei EDS und IBM Global Services
  • Rich Lowe, CEO von BT Engage IT

Die wirtschaftlichen Probleme in Europa werfen einen schweren Schatten – Kreditklemme und Euro-Krise bringen reichlich Herausforderungen für Unternehmen in Großbritannien und Kontinentaleuropa. Welche Folgen hat diese Lage für den Bereich IT-Outsourcing im Jahr 2013? Wir haben mehrere Experten nach ihrer Meinung dazu gefragt.

Lee Ayling, Leiter Technology Shared Services and Outsourcing Advisory, KPMG

„In Südeuropa wird es mehr Outsourcing geben. Für Frankreich, Spanien und Italien erwarte ich Wachstum bei lokalen Service-Zentren für europäische Sprachen und Regionen in Ägypten und Lateinamerika“, sagt Lee Ayling.

„Wir werden weitere Konsolidierung auf Seiten der Anbieter erleben – vielleicht wird ein großes Haus sogar sein Service-Geschäft verkaufen.“

„Die meisten IT-Vereinbarungen enthalten mittlerweile eine Dienstintegrationsschicht, so dass Multi-Sourcing der Normalfall bleiben wird.“

„Manche strategischen Management-Funktionen dürften in Outscourcing-Deals der zweiten Generation wieder zurück ins Haus geholt werden. Dahinter stehen als Überlegung oft Kosten-Management und Governance-Fragen.“

„Von Outsourcing-Geschäften sind keine zweistelligen Kostensenkungen mehr zu erwarten – heute geht es eher um erweiterte Möglichkeiten.“

„Die indischen Service-Provider investieren weiterhin in Assets (Rechenzentren und Personal), um ihre lokale Service-Kapazität auszubauen, die US-Anbieter werden hier weniger aktiv sein.“

Mark Lewis, Leiter Outsourcing der Kanzlei Berwin Leighton Paisner

„Wir werden endlich sehen, dass mehr große Unternehmen konzernweit zu öffentlichen Cloud übergehen. Auch manche Banken und andere Finanzinstitute werden für Teile ihres Geschäfts öffentliche Clouds einsetzen.“

„Die EU wird Standards und Vorschriften für öffentliche Clouds veröffentlichen, die für die US-Technologiebranche eine Katastrophe sind, und die US-Regierung wird sich einschalten. Alle in Europa tätigen Cloud-Anbieter werden ihre Verträge radikal überarbeiten müssen, vor allem in den Bereichen Datenschutz, Souveränität, Mobilität und Portabilität.“

„Öffentliche Clouds werden an Bedeutung gewinnen, doch für selbstzufriedene und fantasielose Anbieter wird das Geschäft mit IT-Outsourcing noch schwieriger. Wir werden noch mehr industrialisierte, kurzfristigere Multisourcing-Vereinbarungen sehen. Florieren werden nur solche Anbieter, die wirklich intelligente Lösungen liefern können. Für den Rest werden die Margen weiter sinken.“

„Outsourcing wird über IT-Infrastruktur hinauswachsen in Bereiche wie das Management von Anwendungsentwicklung, dabei jedoch demselben Pfad der Industrialisierung folgen wie beim reinen Infrastruktur-Outsourcing.“

„Bei BPO werden nur diejenigen Anbieter erfolgreich sein, die überzeugende Lösungen für echtes Plattform-BPO haben. Umfangreiche Angebote mit Vollzeit-Kräften in Standardfeldern wie Finanzen und Rechnungswesen werden Probleme bekommen und letztlich dieselbe Entwicklung erleben wie bei Infrastruktur-Outsourcing.“

„Nur solche externen Anbieter für IT- und BPO-Dienstleistungen, die schon das Paradies des nicht-linearen Wachstums erreicht haben, werden Umsätze und Margen 2013 signifikant steigern können.“

„Wir werden eine Zunahme ernsthafter Cyber-Angriffe aus feindlichen Staaten oder durch staatlich finanzierte Cyber-Terroristen auf Regierung, Infrastruktur und Wirtschaft sehen. Leider werden einer oder zwei davon Erfolg haben und schwere Schäden anrichten.“

„Bei HP wird es erneut einen Wechsel an der Spitze geben – das ist wahrscheinlich die sicherste meiner Prognosen.“

Sam Kingston, Geschäftsführer UK bei T-Systems

„Software as a Service (SaaS) wird in Form der Implementierung von Anwendungsportalen neuen Enthusiasmus auslösen“, glaubt Sam Kingston.

„Das vergangene Jahrzehnt war so etwas wie das Zeitalter der Outsourcer. Jetzt aber beginnt eine neue Phase, in der vor allem die Bereitstellung von fertigen Branchenanwendungen als kaufbare Massenprodukte gefragt ist.“

„Diese 'Apps' – komplizierte System-Architekturen werden dafür nicht gebraucht – werden aus intern geschaffenen oder extern bereitgestellten Laden-Portalen bezogen. Die Generation iPad hat den Wandel in der Dynamik bei Unternehmensanwendungen beschleunigt. Die großen Anbieter und Service-Integratoren werden darum kämpfen, hier eine Führungsposition zu bekommen, was die Akzeptanz weiter erhöhen wird.“

„Als direkte Folge der Akzeptanz für SaaS als eine wünschenswerte Utopie werden Unternehmen der nötigen Modernisierung oder Migration entscheidender Branchenanwendungen eine höhere Priorität geben. Bislang wurden Migrationsprojekte für Anwendungen oft so lange verschoben, wie es irgend möglich war, ohne dem Geschäft zu schaden. Denn wegen des hohen Zeit- und Kostenaufwands waren die schon immer der unbeliebteste Teil der Planung von Modernisierungen für die Endnutzer.“

„Letztens werden der Trend zu Anwendungsportalen, SaaS und der Druck zum verstärkten Einsatz neuer Technologien wie Tablet-Computer oder Smartphones dafür sorgen, dass Unternehmen überzeugende Wirtschaftlichkeitsberechnungen für Projekte vorlegen können, die bisher als zu teuer erschienen. Anbieter im Bereich Anwendungsmigration sollten darauf vorbereitet sein. Und noch wichtiger: Sie müssen es schaffen, Unternehmen vom klassischen Modell zu Anwendungsportalen zu bewegen.“

Sicherheitsinitiativen bereiten das Feld für mehr Interesse an Storage in öffentlichen Clouds

„Die tabuisierte Diskussion um das Verlagern von Daten in die öffentliche Cloud wird endlich zu einer öffentlichen Debatte werden, weil Sicherheitsspezialisten als Intermediäre auf den Plan treten und Verschlüsselung sowie über Tokens gesicherte Datennutzung anbieten. Anbieter wie CipherCloud werden einen Nachfrage-Boom nach ihren Produkten erleben, wenn Unternehmen ihre langfristigen Storage-Kosten evaluieren.“

„Bislang gab es aufgrund zu Recht empfundener Risiken eine gewisse Scheu vor Daten-Storage in öffentlichen Clouds. Doch die neuen Anbieter werden in den Vorstandsetagen neue Diskussionen darüber auslösen, wo Organisationen ihre Geschäftsdaten speichern können. Mit beruhigender 256-bit-Verschlüsselung, verschlüsselten Übertragungen und externer Aufbewahrung von Tokens wird die Option der Datenspeicherung in der Cloud rasch zu einem kostengünstigen Angebot, das keine pragmatisch denkende Organisation außer Acht lassen sollte.“

Alle Augen auf Zusammenarbeit

„Inzwischen sind Office 365, Google Docs und alle möglichen anderen Online-Werkzeugkästen zur Zusammenarbeit verfügbar. Angesichts geringerer Reise-Budgets und mehr interaktiven Meetings im Internet kommt es für Anbieter von Kollaborationssoftware darauf an, ganz nach oben zu kommen.“

„Mit Veröffentlichung der nächsten Version der Office-Suite von Microsoft, intern als Wave 15 bezeichnet, wird die gesamte erweiterte Office-Familie – mit Project, Visio und Lync – auf die 2013er Version aktualisiert. Auch Exchange 2013 und SharePoint 2013 sind angekündigt, so dass der Schwerpunkt des Jahres klar auf gemeinsamer Arbeit und sozialer Interaktion im Unternehmen liegen wird. Weil die Grenze zwischen firmeneigenen und persönlichen Geräten verschwimmt, werden auch die Arten, wie Beschäftigte arbeiten und miteinander kommunizieren, unklarer.

„Die weit verbreitete Nutzung von Facebook, Twitter und anderen sozialen Netzen treibt die Entwicklung von neuen Arbeits- und Interaktionsmethoden der Beschäftigten an. Um der Konkurrenz im Jahr 2013 voraus zu sein, müssen Unternehmen sich darauf einstellen, den Wandel in der kulturellen Akzeptanz von Werkzeugen der sozialen Interaktion für sich zu nutzen.“

Konsumerisierung wird vom Modewort zur Tatsache

„Wenn 2012 das Jahr der Diskussionen über Konsumerisierung war, wird 2013 das Jahr des Handelns. Anbieter, die Wege zur Konsumerisierung eröffnen und dabei ernst genommen werden wollen, müssen Unternehmen realistische und rentable Möglichkeiten aufzeigen, sich eine solche Strategie zu geben.“

„Beginnen könnte dies mit „Bring Your Own Device“-Initiativen (BYOD), mit der Realisierung von Anwendungsmigrationen und -portalen und mit der Möglichkeit, branchenspezifische Anwendungen von jedem beliebigen Endgerät und jedem Ort aus sowie jederzeit zu nutzen. Dieser Übergang wird nicht leicht und etwas Zeit in Anspruch nehmen. Doch Unternehmen, die sich das letztliche Ziel vorstellen können und bereit sind, die nötigen Änderungen für seine Erreichung anzugehen, werden sich auf dem Markt ganz vorne wiederfinden. Denn ihre Belegschaften werden in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld flexibler und agiler, während statische Verfahren und veraltete Methoden zum Scheitern führen.“

Mehr Akzeptanz und leichtere Integration von Tablets in Unternehmen

„Ob es Ihnen gefällt oder nicht: Die Veröffentlichung von Windows 8 wird, zusammen mit den neuen Surface-Geräten, den Weg zur Akzeptanz von Tablet-Computern als geschäftszentrierte Werkzeuge ebnen. Diese Entwicklung wird nicht auf Microsoft-Geräte beschränkt bleiben. Auch die iOS- und Android-Alternativen werden den Markt weiter penetrieren, weil es allmählich keine Schande mehr ist, sie im Unternehmen zu berücksichtigen. Auch die Diskussion um Cloud-Sicherheit wird hier hilfreich sein, denn sicheres Daten-Storage lässt sich von der Cloud bis hinunter zu diesen Endgeräten der nächsten Generation erweitern.“

„Unternehmen werden versuchen, BYOD als Möglichkeit für weitere Einsparungen in ihren Infrastruktur-Budgets zu nutzen. Die Client-basierten Virtualisierungslösungen von Anbietern wie VMware, Citrix oder MokaFive werden ihnen echte Gelegenheiten bieten, wenn es darum geht, die Investitionen und Betriebskosten für die Einbindung externer Mitarbeiter zu senken.“

„Die Einspielung eines Images vom Unternehmen in einem sicheren Container auf privater Hardware ermöglicht produktives Arbeiten vom ersten Tag an; zugleich bedeutet dies das Ende für traditionelle Einkaufspraktiken und die Zurverfügungstellung von Firmen-Hardware für diese Zeit-Mitarbeiter. Noch immer ist das Wirtschaftswachstum schwach, und Unternehmen wollen Kosten senken, wo immer das möglich ist. Um Schlüssel-Investitionen finanzieren zu können, wird der CIO deshalb gezwungen sein, derartige Initiativen anzugehen.“

Eine Lawine von Windows-XP-Migrationsprojekten

„In einem Jahr wird Windows XP offiziell und endgültig in den Ruhestand geschickt. Unternehmen, die den Abschied von dieser veralteten Plattform noch nicht hinter sich gebracht haben, werden sich allmählich unwohl damit fühlen, denn Zulieferer stellen nach und nach die Unterstützung ihrer Produkte dafür ein.“

„Dieser Tag X für den Anbruch eines moderneren IT-Zeitalters schien lange Zeit noch fern genug zu sein, um ihn zu ignorieren. Doch wenn Zulieferer beginnen, genaue Daten für das Auslaufen ihrer XP-Unterstützung anzukündigen, werden Unternehmen realisieren müssen, dass das Datum schnell näher rückt. Dies wird eine Welle von Migrationsprojekten auslösen, weil zumindest versucht wird, beim Betriebssystem zu einer weiterhin unterstützen Plattform zu kommen.“

„Windows 8 ist noch zu jung, und ob es auch außerhalb des Tablet-Bereichs Vorteile bietet, ist noch umstritten. Windows Vista kommt ohnehin nicht in Frage, also bleibt als rationale Wahl für das nächste Betriebssystem nur Windows 7.

Robert Morgan, Direktor bei Burnt Oak Partners

„Das Jahr 2013 wird die Realitäten und Ziele bei Outsourcing und die Frage, was man eigentlich darunter verstehen soll, weiter verschwimmen lassen“, prognostiziert Robert Morgan.

„Der Begriff Outsourcing ist allgegenwärtig geworden. Dies zeigt, dass die ursprüngliche Idee zur austauschbaren Massenware geworden ist. Damit sich die Branche wieder fokussieren und neue Wertversprechen abgeben kann, müssen neue Modelle, Kennzahlen und Möglichkeiten entwickelt werden.“

„Die US-Giganten des Vorjahres sind nur noch ein Schatten ihrer selbst. Ihnen allen fehlt es an echter Führung durch den CEO, und ihre Kostenstrukturen schreien danach, mit ihren eigenen Mitteln saniert zu werden.“

„HP und CSC stehen auf der kritischen Liste für Herz- und Lungentransplantationen, dicht gefolgt von der schwer asthmatischen IBM. Accenture le idet unter Lepra, und der Rest – ist eben der Rest. Stattdessen sind Führung und Glaubwürdigkeit heute auf indische Anbieter wie HCL übergegangen, die mit soliden Prozessen und technischer Exzellenz überzeugen.“

Europa wächst mit altmodischem Outsourcing

„Die Wirtschaftskrise von 2008 macht sich immer noch bemerkbar. Spanien, Portugal und Irland werden vor diesem Hintergrund trotz interner Proteste vorangehen – mit schlecht zu ihrer Kultur passenden Outsourcing-Deals, von denen vor allem nationale oder regionale Anbieter profitieren.

„Der Grund dafür ist, dass die globalen Akteure in wichtigen Ländern und Regionen der EU nicht frühzeitig genug oder jedenfalls nicht konsequent investiert haben – dazu waren sie nur dann bereit, wenn es die Chance auf ein Geschäft gab, das sich weitgehend selbst finanzierte. Doch damit tut man nichts dafür, die besten Leute zu gewinnen und zu halten, was letztlich ein Nachteil für den Kunden ist.“

„Skandinavien ist ein gutes Beispiel dafür. Unser Geschäft dort läuft hervorragend, doch von Größen wie HP, Siemens oder Fujitsu haben wir bei Investitionen und Entschlossenheit nur einen Jojo-Effekt gesehen. Italien und Frankreich werden natürlich weiterhin eine gewisse Scheu vor Outsourcing haben und vor allem zurückschrecken, was zu groß oder kulturell zu problematisch aussieht.“

Lebenserhaltende Maßnahmen bei den Service-Providern

„Die Probleme von HP und CSC sind weithin bekannt. Die Neigung zum Kannibalismus bei HP mit seinen häufig wechselnden CEO wird sich wieder bemerkbar machen und dafür sorgen, dass sich Meg Whitman noch vor Jahresende arbeitslos melden muss.“

„CSC hat Assets verkauft und könnte überleben – aber nicht so, wie wir es heute kennen. IBM fehlt es an neuen Ideen und wird reihenweise Kunden verlieren, wenn deren Verträge auslaufen.“

„Regionale Anbieter wir CGI Logica und Atos Siemens werden vor allem dann profitieren, wenn die EU eine neue Gesetzgebungsrunde startet (siehe unten). Werden 2013 irgendwelche Outsourcing-Anbieter komplett vom Markt verschwinden? Das ist möglich, und zumindest die Aufspaltung in besser verkäufliche kleine Einheiten erscheint logisch und nötig.“

EU-Regulatoren nehmen sich die USA vor

„Drei bahnbrechende neue Gesetze dürften in Kraft gesetzt oder zumindest den Wählern vorgestellt werden.“

„Steuern auf ausgelagerte Rechenzentren: Die Kohlendioxid-Emissionen von großen Rechenzentren sind großer Anlass zur Sorge, und viele Unternehmen verschaffen sich hier einen Vorteil, indem sie diese Aktivitäten nach außen vergeben. „Intern besteuern, aber auch extern“, lautet hier die neue Maxime, also werden Rechenzentren mit hohem Energieverbrauch mit neuen EU-Steuern belastet werden.“

„Öffentliche Clouds fallen in den Geltungsbereich des Patriot Act, so dass US-Behörden über jedes in den USA registrierte Unternehmen alle dort gelagerten Daten ohne Genehmigung, Mitteilung oder Auditierung inspizieren dürfen. Die französische Regierung wird sich führend für Regelungen einsetzen, die französischen Anbietern dabei helfen, Dienste ohne jede US-Beteiligung aufzubauen. Brüssel wird seine anti-amerikanischen Gefühle hinter sorgfältig formulierten Verordnungen verstecken, die sich scheinbar nur auf Souveränitätsfragen bei öffentlichen Clouds, Mobilität und Portabilität über EU-Grenzen sowie erweiterten Datenschutz beziehen. Ist die Angst vor Terrorismus nicht ungemein nützlich dafür, wettbewerbsschädliche Gesetze zu verabschieden?

„Neue Gesetze werden auch lächerliche Vertragsklauseln von Google und anderen zerfetzen, nach denen der Provider 'ewige Eigentumsrechte an allen Daten unter seiner Kontrolle' hat.“

„Es könnte noch eine vierte Gesetzesinitiative geben, mit der das Verlagern von Outsourcing-Aufgaben innerhalb der EU de facto behindert wird, beginnend bei zentralen und lokalen Regierungsstellen. Sind nicht auch Rezessionen ungemein nützlich dafür, wettbewerbsschädliche Gesetze zu verabschieden? Schau, Amerika, du bist nicht allein, und vielen Dank, dass Du uns das beigebracht hast.“

Der Tod der Loyalität und das Wachstum des Massenprodukts

„Alles-on-demand wächst immer weiter und wird auch von den großen Service-Providern kräftig beworben. Dabei haben genau diese Unternehmen selbst die höchsten Herstellungskosten, die teuersten Vertriebsmitarbeiter und die größten Verwaltungsapparate. Was sie brauchen, ist Kunden-Kontinuität, vertragliche Festlegungen und Vorhersagbarkeit – also genau das Gegenteil von dem, was sie am Markt vertreten. Mit Massengeschäft allein werden sie die wegfallenden Gewinne aus dem altmodischen, Wandel-orientierten Outsourcing nicht ausgleichen können.“

„Die Kunden werden die Überlebensfähigkeit ihrer Provider weiterhin genau im Auge behalten. In der Welt von heute ist niemand mehr zu groß zum Scheitern. Es geht nicht mehr nur um Outsourcing, sondern um IT-Konsumerisierung auf Speed.“

Sean Finnan, ehemaliger Regionsleiter bei EDS und IBM Global Services

„Von der Nachfrage erwarte ich, dass sie weiterhin stark bleibt, so wie es schon in der zweiten Jahreshälfte 2012 war. Ausschlag gebend dafür sind wirtschaftliche Faktoren, durch die Budgets unter Druck geraten, und das zunehmende Bewusstsein für neuere Angebote wie etwa Cloud-Computing“, sagt Sean Finnan.

„Auf der Angebotsseite allerdings gibt es weiterhin eine Fragmentierung. Globale Prozesse und billige Arbeitskräfte werden hier nicht ausreichen. Die Musik wird bei wissensbasiertem Outsourcing um Big Data und Analytik herum spielen.“

„Dadurch entsteht Konkurrenz von drei Seiten: IT-Anbieter, BPO-Häuser, denen dieser Stil schon relativ vertraut ist, und Neueinsteiger, die auf bestehenden vertikalen Stärken aufbauen. Auf der IT-Seite wird es erneut eine starke Commoditisierung geben.“

Rich Lowe, CEO von BT Engage IT

„Laut Analysten ist Infrastructure as a Service (IaaS) bereits dabei, traditionelles Rechenzentren-Outsourcing abzulösen.

„Wir haben eine skalierbare Plattform, um Kunden bei einem möglichst problemlosen Umstieg auf Cloud-basierte Infrastruktur zu unterstützen, unabhängig davon, wie weit sie auf ihrer Reise zur Cloud schon gekommen sind. Sie ist eine Ergänzung zu unseren Angeboten BT Private Compute und BT Cloud Compute, die zusammen die Familie BT Compute ausmachen. Damit können wir genau die Services liefern, die unsere Kunden brauchen, ohne dass sie den Kapitalaufwand und die Risiken von traditionellen Infrastruktur-Projekten auf sich nehmen müssen.“

„Wir alle wissen, dass wir uns inmitten von zwei Megatrends befinden – Verlagerung zur Cloud und Konsumerisierung. Beide transformieren die Art und Weise, wie Unternehmen über IT denken und wie sie bereitgestellt wird. Als Folge daraus glauben wir, dass es 2013 einen grundlegenden Gesamttrend im Herzen von IT geben wird: eine veränderte Rolle für den CIO.“

„Bei Vorstandssitzungen werden CIO rasch zu echten Führungspersönlichkeiten auch für den geschäftlichen Bereich und zu Treibern des Wandels. Sie treiben ihre Unternehmen vorwärts zu neuen Märkten, Kanälen und Modellen für den Kunden-Support, um in die Lage zu kommen, die wahren Vorteile der Megatrends zu nutzen.“

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