Einführung von VMware vCloud Automation Center macht Cloud-Management noch unübersichtlicher

Das Cloud-Management wird durch die Einführung des VMware Cloud Automation Centers leistungsfähiger und erleichtert die Arbeit der IT-Abteilung.

Inmitten einer wahren Welle anderer Cloud-Management-Updates wird VMware unter der eigenen Marke Intellectual Property (IP) verkaufen, das durch die Übernahme von DynamicOps in diesem Sommer ins Haus gekommen ist. Abgesehen von der DynamicOps-Neueinführung als vCloud Automation Center wird VMware unter dem Schirm der VMware vCloud Suite Updates für vCloud Connector, die vCenter Operations Management Suite und für vFabric Application Director bereitstellen. Die Suite wird als eine SKU zu einem Preis von 4999 US-Dollar pro Prozessor angeboten. Separat wird ferner Version 7.5 der IT Business Management Suite eingeführt, der die Übernahme von Digital Fuel im vergangenen Jahr zugrunde liegt.

Da nun ein weiteres Cloud-Management-Portal zum Angebot von VMware hinzugekommen ist, wird es vermutlich bis nächstes Jahr dauern, bis der vCloud-Stack wirklich einsatzbereit ist. Das sagen jedenfalls große VMware-Anwender.

„VMware verfügt nun über drei große Schichten“, sagte John Bythrow, Systems and Solutions Engineer bei der Open Sky Corporation, ein regionales US-Beratungshaus für Großunternehmen „Das ist ein harter Brocken.“

VMware hat offiziell bestätigt, dass vCloud jetzt mindestens zwei getrennte Ansatzpunkte für IT-Self-Service und -Management – vCloud Automation Center und  vCloud Director – besitzt. Der Fokus werde in  Zukunft jedoch auf vCloud Automation Center liegen. vCloud Automation Center unterstützt die Server-Verwaltung mit vCloud Director und vCenter Orchestrator sowie über Amazon Web Services, Windows Azure oder eine physische Infrastruktur.

Benutzer warten ab

VMware-Anwender warten ab, wie sich die neuen Elemente des vCloud-Stacks entwickeln, bevor sie in irgendetwas investieren.

 Da ein so großer Teil der neu eingeführten Patent-geschützten Produkte auf Akquisitionen basiert, würde auch Berater Bythrow seinen Kunden vCloud derzeit nicht empfehlen.

„Es wurden so viele neue Schichten in so kurzer Zeit hinzugefügt, dass ich mindestens ein Jahr warten würde, um zu sehen, wie alles läuft“, sagt er. „Ich kann doch nicht zu einem Kunden gehen und sagen: ‚Bitteschön, hier ist der komplette Stack, den sie gerade zusammengebastelt haben.‘ Ich warte noch, bis mehr Erfahrungen vorliegen.“

Mit gutem Grund, denn aus Branchenkreisen verlautet, dass die Integration zwischen vCenter, vCloud Director und vCenter Operations im kommenden Jahr stärker vorangetrieben werden soll. Tatsächlich wurde just heute ein weiterer Schritt zu einer Verschmelzung dieser Plattformen bekannt: vCenter Operations 5.6 ist jetzt bei allen Lizenzstufen von vSphere mit im Paket. Ferner steht die VMware vCenter Operations Suite Foundation Edition nunmehr allen VMware vSphere-Kunden kostenlos zum Download zur Verfügung, inklusive aktivem Support.

„Die Leute haben sich beschwert und meinen, dass vCenter Operations einfach im vCenter-Paket enthalten sein sollte“, sagt Kirk Bellmore, VMware Systems Engineer an einer Hochschule in Kalifornien. „Das muss alles zu einem homogenen Ganzen zusammengeführt werden, damit Funktionen zentral über ein Verwaltungsportal entsprechend der jeweils erworbenen Lizenz freigegeben werden können.“

In Bezug auf  vCloud Automation Center sei er noch unentschlossen, so Bellmore weiter. Er habe sich bislang eher mit der Migration auf Version 5.1 von vCloud Director beschäftigt. Hier würde er gerne ein paar Funktionen hinzugefügt sehen, beispielsweise Onyx, derzeit ein  Nebenprojekt von VMware Labs. Onyx überwacht die Netzwerk-Kommunikation zwischen dem vSphere-Client und dem vCenter-Server und übersetzt diese in ausführbaren PowerShell-Code, der modifiziert und in einer wiederverwendbaren Funktion oder einem Skript gespeichert werden kann.

„Ich will sehen, dass dies zu einem vollwertigen Baustein der Suite für die Cloud-Automatisierung wird“, sagt Bellmore.

Nach Aussagen von Analysten gehen Unternehmen bei der Auswahl einer Cloud-Management-Plattform stets vorsichtig vor. Denn der Erwerb dieser Produkte könne für Großunternehmen leicht mit einem siebenstelligen Betrag zu Buche schlagen.

„Cloud-Management-Plattformen sind ausgesprochen persistent, und Unternehmen wollen dabei nicht auf das falsche Produkt oder den falschen Anbieter setzen.“, sagt Chris Wolf von Gartner Inc. Vorläufig würden IT-Anwender ihrem Request-Managementsystem deshalb ein in Eigenregie entwickeltes Self-Service-Portal vorschalten.

vCloud Connector für Aktiv/Aktiv-Cloudlösungen

In der Version 2.0 von vCloud Connector ist das Protokoll Virtual Extensible LAN jetzt fest integriert, wodurch laut VMware Workloads unter Beibehaltung der IP- und MAC-Adressen über eine Hybrid-Cloud übertragen und verwaltet werden können. Diese Art von Szenario ist eine der grundlegenden Voraussetzungen für die Errichtung von Aktiv/Aktiv-Rechenzentren, in denen virtuelle Maschinen  mit vMotion über geografische Distanzen hinweg verlagert werden kann. In einer separaten Ankündigung hat F5 Networks heute bekanntgegeben, dass seine Big-IP-Switches jetzt auch VXLAN unterstützen.

Zusätzlich zur Aktualisierung der Preis- und Paketgestaltung wurde die Oberfläche von vCenter Operations aufgefrischt. Sie bietet jetzt neue, auf Compliance aufbauende Infrastruktur-Ansichten, eine Überwachung auf Anwendungsebene durch Integration von vFabric Hyperic, neue intelligente Gruppen für die Abstimmung der Infrastruktur mit den Business-Teams und -Prioritäten sowie Empfehlungen; zu diesen gehören nun auch mögliche Maßnahmen zur Behebung von Problemen.

IT Business Management Suite 7.5 umfasst ein neues Benchmarking-Modul. Mit seiner Hilfe können IT-Benutzer ihre Infrastrukturen und die damit verbunden Kosten mit denjenigen von anderen Unternehmen in der Branche vergleichen. Ebenfalls neu ist ein zentralisiertes Modul für die Budgetierung.

VFabric Application Director 5.0 ermöglicht jetzt die Bereitstellung auf mehreren Clouds einschließlich Amazon EC2 und bietet Unterstützung für App-Pakete wie .NET-basierte Microsoft Apps; bisher hatte es lediglich Unterstützung für Java gegeben.

VMware hat in dieser Woche außerdem ein neues Enterprise Purchasing Program (EPP) für Software-Lizenzen vorgestellt. Nach Angaben des Unternehmens bietet es höhere Rabatte als das alte Volume Purchasing Program (VPP).

Beth Pariseau ist Senior News Writer für SearchCloudComputing.com und SearchServerVirtualization.com. Schreiben Sie ihr unter bpariseau@techtarget.com oder folgen Sie @PariseauTT auf Twitter.

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