Support-Ende von Windows Server 2003: Noch ist Zeit für die Migration

Das Support-Ende von Windows Server 2003 steht kurz bevor. Für Mihai Morcan von Dell bietet die Migration aber vor allem auch Chancen.

Das Ende ist in Sicht. Am 14. Juli 2015 stellt Microsoft den Support für Windows Server 2003 ein und wird auch keine Sicherheitsupdates mehr zur Verfügung stellen. Für eine rechtzeitige Migration wird die Zeit also knapp. Entscheidend sind jetzt eine gute Planung und die zügige Umsetzung.

Langsam wird es ernst. Unternehmen, die immer noch Windows Server 2003 einsetzen, sollten sich jetzt zügig mit der Migration auf Windows Server 2012 befassen. Viele haben die Umstellung bislang vor sich hergeschoben – möglicherweise, weil der Abschluss anderer Projekte Priorität hatte. 

Mihai Morcan,
Dell Deutschland

An der Migration aber führt kein Weg vorbei, denn das betagte Betriebssystem wird zum massiven Sicherheitsrisiko, da Microsoft die Sicherheitslücken nicht mehr schließen wird.

Der richtige Ausgangspunkt für eine erfolgsversprechende Strategie ist zunächst einmal eine erste Bestandsaufnahme der Systeme, die mit Windows Server 2003 laufen, sowie der darauf eingesetzten Applikationen. 

Als nächstes empfiehlt sich eine Analyse der einzelnen weiter benötigten Anwendungen bezüglich Art, Komplexität und Risiken bei einer Nichtverfügbarkeit.

Bei den Anwendungsszenarien lassen sich drei Kategorien unterscheiden:

  • Zentrale Bausteine der Kerninfrastruktur wie Domain Controller, Microsoft Exchange oder Netzwerkservices;
  • gängige Standard-Anwendungen, für die seit der letzten Aktualisierung im Unternehmen neuere Versionsstände verfügbar sind;
  • Individualsoftware, die besonders dann zu einem Problem wird, wenn die Anwendungen unzureichend dokumentiert sind und der oder die Entwickler nicht mehr im Unternehmen arbeiten.

Ist die Ausgangssituation abgeklärt, muss die passende Migrationsstrategie für die einzelnen Kategorien festgelegt werden. Wichtige Kriterien bei der weiteren Vorgehensweise sind auch die Komplexität der einzelnen Anwendungsszenarien, der Aufwand und der Stellenwert der Applikationen für einzelne Geschäftsprozesse. Stark vereinfacht existieren drei Migrationspfade:

  • Im einfachsten Fall lässt sich eine unter Windows Server 2003 laufende Applikation durch die aktuellste Version ersetzen;
  • ist kein Update verfügbar, bietet es sich an, die Applikation auf Windows Server 2012 zu installieren; kommt es zu einzelnen Kompatibilitätsproblemen, müssen dafür individuelle Lösungen gefunden werden;
  • sind beide Varianten nicht möglich, sollten spezielle Tools zum Einsatz kommen; ohne professionelle Unterstützung durch einen IT-Dienstleister ist dies aber kaum zu bewältigen.

Das erste Ziel eines Migrationsprojektes ist es, dass nach Abschluss der Migration alles auf neuen Servern und einem aktuellen Betriebssystem so weiterfunktioniert wie zuvor. 

Eine reine Kopie anzustreben heißt aber vielfach, Chancen zu vergeben. Solange sich Unternehmen noch in der Planungsphase befinden und noch keine Neuinstallationen getätigt sind, bietet sich die Möglichkeit, weitere Neuerungen und Verbesserungen zu berücksichtigen.

Eine vertiefte Inventur führte in der Vergangenheit den Erfahrungen von Dell zufolge in vielen Migrationsprojekten dazu, dass Unternehmen sich zu weitergehenden Maßnahmen entschlossen. 

Dazu gehört beispielsweise, dass die Möglichkeiten der Virtualisierung konsequenter genutzt und mehr Applikationen auf wenigen leistungsstarken Servern konsolidiert werden. Im Ergebnis führt dies zu einer höheren Effizienz in der Infrastruktur, einem geringeren Verwaltungsaufwand und rückläufigen Gesamtbetriebskosten.

Über den Autor:
Mihai Morcan ist Leiter Services Sales Deutschland, Public & Large Enterprises & Medium Business bei Dell.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2015 aktualisiert

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