Keine Angst vor Automatisierungs-Tools! Diese garantieren Job-Sicherheit.

Der Einsatz von Automatisierungs-Tools ist keine Gefahr, sondern eine Sprungbrett für die Karriere. Richtig eingesetzt, sichern Sie damit Ihren Job.

In Zeiten schrumpfender Budgets für Personal, scheuen einige IT-Profis den Einsatz von Automatisierungs-Tools. Sie haben wohl Angst, dass Sie sich damit automatisch aus dem Job drängen.

Ich habe in der Technologie-Branche als Perl-Programmierer und UNIX-Administrator angefangen. Einige Jahre verbrachte ich damit, CGIs (Common Gateway Interfaces) für Webseiten und automatisierte Routine-Aufgaben zu schreiben. Etwas höher auf der Karriereleiter angekommen, gehörten bei Vorstellungsgesprächen potentieller Mitarbeiter die Fähigkeiten Skripte zu schreiben und Aufgaben zu automatisieren, zu den obersten Prioritäten. Meiner Meinung nach muss ein guter Techniker erkennen können, wann sich automatische Abläufe anbieten. Die Fähigkeit, diese umsetzen zu können, versteht sich von selbst. Warum scheuen so viele Menschen den Einsatz von Automatisierungs-Tools?

Ein Automatisierungs-Tool kann im Prinzip alles sein. Das geht von Skript-Sprachen über Applikationen, mit denen man mehrere Arbeitsschritte in einen einzelnen Vorgang verwandeln kann. Einige davon sind einfach zu erlernen, andere wiederum erfordern etwas Geduld. Es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen. Allerdings ist nicht immer die Lernkurve der abschreckende Faktor, warum Anwender diese Tools meiden. Einige sehen vielleicht ganz einfach den Nutzen von Automatisierung nicht. Andere wiederum haben wirklich Angst vor dem Ergebnis. Sollte sich ihre Arbeit plötzlich in der Hälfte der Zeit erledigen lassen, ist vielleicht der eigene Job oder der eines Kollegen in Gefahr. Das ist allerdings ein Mythos und könnte von der Wahrheit nicht weiter entfernt sein.

Jeder, der Automatisierung aus Gründen der Job-Garantie nicht einsetzt, kann ganz einfach nicht über den Tellerrand schauen. Wie viele Aufgaben bleiben unerledigt liegen, weil dafür ganz einfach nicht genug Zeit übrig ist? Hier kann es sich um kritische Tasks handeln, die eine Menge Aufmerksamkeit verlangen. Wegen anderer Tätigkeiten kann man sich diesen allerdings einfach nicht widmen. Oftmals sind es Routine-Wartungsarbeiten, die einem übervollen Terminplan zum Opfer fallen. So banal sich das auch anhört, aber diese Wartungsarbeiten sind deswegen als Routine bezeichnet, da sie schlichtweg wichtig sind und viel Ärger ersparen können.

Wenn Probleme auftraten, war für mich das Durchforsten der Log-Dateien von Web-Applikationen immer ein Gräuel. Meist suchte ich nach einem Problem und fand im Endeffekt einige weitere, die bisher noch niemandem aufgefallen waren. Häufig verbreiten sich diverse Probleme wie Krebs in Ihrer IT-Umgebung: Unerkannt können Sie wachsen und sich ausweiten. Wenn die Probleme weiter und weiter wachsen, löst das oftmals unangenehme Nebeneffekte aus und es wird immer schwieriger, die Wurzel des Übels zu finden. Noch frustrierender ist es herauszufinden, dass sich der Ausgangspunkt eines Problems seit Monaten im System befand. Entdeckt hat man den Fehler aber erst, nachdem ein Endanwender davon betroffen war. Ich musste also Automatisierung zu Rate ziehen, um Zeit für die Untersuchung der Log-Dateien zu gewinnen. Danach wurde die Automatisierung ausgeweitet, um die Log-Dateien auf Problem-Hinweise zu analysieren. Diese Schritte waren für die Firma sehr wertvoll und haben meinen Arbeitsplatz sicherer gemacht. Ich hatte nun verhindert, dass kleinere Probleme wachsen können und sich in einen größeren Ausfall verwandeln.

Automatisierung ist mehr als nur Zeit gewinnen

In vielen Fällen ist der Wert eines Automatisierungs-Tools nicht offensichtlich. Sehen Sie sich zum Beispiel die Aufgabe an, einen neuen virtuellen Server aufzusetzen. Mit Sorgfalt durchgeführt, ist das kein einfacher Task. Es gibt viele Schritte und Best Practises zu befolgen, damit Sicherheits-Risiken minimiert sind. Das kann so ins Detail gehen, dass es sogar für erfahrene Administratoren eine Herausforderung ist. In so einem Fall ist eine Automatisierung genau richtig angesiedelt. Der Administrator muss sich nun nicht mehr jedem einzelnen Aufsetzen einer Server-Instanz widmen, sondern verwaltet eine einzige Aufgabe - die Automatisierung. In manchen Fällen beansprucht das genauso viel Zeit. Je sorgfältiger der Server ausgeliefert wird, desto weniger Inkonsistenzen enthält dieser und desto weniger Altlasten müssen sie später bereinigen. In diesem Fall ist der Administrator durch den Einsatz von Automatisierung wertvoller für den Betrieb. Gleichzeitig hat er unter Umständen eine Tür für Prozess-Optimierung innerhalb der ganzen Firma geöffnet.

In dem angesprochenen Szenario sind Konformität und Best Practises in einem automatischen Prozess untergebracht. Ist es nun immer noch notwendig, dass Administratoren alleine das Erstellen von virtuellen Servern überwachen müssen? Könnte man in diesem Fall die Prozesse nicht modernisieren, Aufgaben delegieren und die IT näher mit dem Business zusammenführen? Automatisierung öffnet hier sicher eine Tür und die IT ist wertvoller in Bezug auf das Geschäft.

Viele automatische Aufgaben waren am Anfang sicher nicht mehr als ein einfaches Skript. Im Laufe der Zeit haben sie sich allerdings zu kompletten Workflow Tasks entwickelt. Um hier durchzublicken, ist ein anderes Kaliber an Können gefragt. In der Regel wendet man sich an Administratoren, die auch die Fertigkeit besitzen, Prozesse automatisieren zu können. Somit sollten Sie Automatisierung nicht als Gefahr für den Arbeitsplatz, sondern als Sprungbrett für neue Aufgaben sehen.

Innovative Techniker haben die Gelegenheit, Business und IT näher zusammen zu führen. Das bedeutet nicht nur mehr Arbeit mit weniger Ressourcen erledigen zu können, sondern auch das Maximum aus bestehenden zu holen. Techniker, die den Mehrwert von Automatisierung nicht sehen, könnten dem Arbeitgeber den Eindruck vermitteln, dass sie sich nicht um Sorgfalt, Effizienz und den verantwortlichen Umgang mit Firmenmitteln scheren. Wer von den beiden oben genannten Angestellten sitzt nun sicherer im Sattel und muss um seinen Arbeitsplatz bangen?

Artikel wurde zuletzt im Mai 2013 aktualisiert

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