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Funktionen und Features von Windows 10

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Desktop- und Enterprise-Fokus: So wird Windows 10 für Microsoft zum Erfolg

Bei Desktop-Nutzern und Unternehmen fiel Windows 8 gnadenlos durch. Mit Windows 10 bessert Microsoft jetzt an zentralen Stellen nach.

Inzwischen ist unübersehbar, dass Windows 8 sowohl bei Endanwendern als besonders auch bei Unternehmen in beinahe jeder Hinsicht durchgefallen ist. Mit Windows 10 versucht Microsoft jetzt gegenzusteuern und integriert einige neue Enterprise-Funktionen, allen voran sollen Mobility-Szenarien besser in der Desktop-Welt abgebildet werden.

Windows 8 war in vielerlei Hinsicht durchaus innovativ, sorgte aber bei Anwendern und IT-Abteilungen gleichermaßen für allerlei Verwirrung: War aus Windows jetzt plötzlich ein reines Touch-Betriebssystem geworden? Sollte das so unerwartet populäre Startmenü wirklich für immer verschwunden sein? Windows 8 fühlte sich für viele Nutzer einfach so an, als wollte es Microsoft jedem Recht machen, letztendlich war Microsoft damit aber in zu viele Richtungen gleichzeitig marschiert und konnte am Ende niemanden wirklich von Windows 8 überzeugen.

Seit der Veröffentlichung der ersten Technical Preview von Windows 10 im Oktober 2014 muss man sich nun die Frage stellen, ob Windows 10 genau da erfolgreich sein kann, wo Windows 8 noch versagt hat: Im Business-Einsatz. Der Vergleich von Windows 10 mit Windows 8 zeigt, dass Microsoft offenbar an den richtigen Stellen nachgebessert hat. Windows 10 kann die Herzen der Windows-Admins zurückgewinnen, und sehr wahrscheinlich wird es das auch.

Windows 8 führte die für mobile Anwendungsszenarien gedachte Touch-Steuerung auch auf konventionellen Desktop-Systemen ein. Damit wandte sich Microsoft von all dem ab, womit IT-Abteilungen und Endanwender seit Jahren vertraut waren. Gleichzeitig war aber auch die Hardware noch nicht so weit, einen wirklichen Vorteil aus den neuen Windows-8-Funktionen zu ziehen. Natürlich spielte hier aber auch das Marketing-Desaster eine große Rolle, das die Markteinführung von Windows 8 begleitet hatte.

Mit Windows 10 muss sich Microsoft also wieder auf seine Desktop-Wurzeln zurückbesinnen. Dabei muss es um eine durchdachte Weiterentwicklung seiner Kernprodukte gehen, weniger um eine Revolution der Mobility-Landschaft. Nötig ist also eine reibungslosere Integration von Mobility-Funktionen in das bestehende Desktop-Ökosystem, als dies noch bei Windows 8 der Fall war. Letztendlich geht es um eine ganz einfache Sache: Windows 10 muss wesentlich mehr Anwender überzeugen als Windows 8. Mit einer großen Anwenderbasis im Rücken wäre es dann ein Leichtes, auch in Unternehmen Fuß zu fassen.

Im Grunde gibt es fünf Bereiche, in denen Microsoft nachlegen muss, um Unternehmen von Windows 10 zu überzeugen.

Mit Windows 10 zurück zu den Desktop-Wurzeln

Microsoft verdient im Unternehmenssektor noch immer am meisten Geld mit Legacy-Anwendungen für Desktops. Damit hat die Abwärtskompatibilität mit Legacy-Applikationen (Win32/.NET) eine hohe Priorität, da so die weitere Nutzbarkeit vorhandener Datenbestände und Benutzeroberflächen älterer Systeme sichergestellt wird. Trotzdem muss es natürlich behutsame, vor allem aber konsistente Neuerungen am Betriebssystem geben.

Windows hat eine lange Tradition, aufgrund zu visionärer Ideen vom Markt abgestraft zu werden. Man denke nur an Windows ME, Windows Vista und nun eben auch Windows 8. Wann immer sich Microsoft aber auf konsistente Verbesserungen bei im Grunde gleichbleibender Nutzererfahrung konzentriert hat, kam dabei ein erfolgreiches Betriebssystem heraus. Windows 7 dürfte hierfür das beste Beispiel sein.

Microsoft sollte sich daher auf eine sanfte Evolution konzentrieren, nicht auf eine neue Mobility-Revolution. Windows muss keine Vorreiterrolle einnehmen. Windows muss eine stabile und konsistente Arbeitsumgebung für Millionen Systeme bereitstellen, und auch in diesem Markt steckt immer noch mehr als genug Wertschöpfungspotenzial.

Unternehmenskunden als Zielgruppe von Windows 10

Unternehmen sind von Haus aus eher langsam, wenn es um die Integration neuer Technologien geht. Einer der Gründe, warum sich Unternehmen bis heute kaum auf Apple einlassen, liegt in der geringeren Vielseitigkeit. Auch wenn Apple in den letzten Jahren viele neue Verwaltungsfunktionen eingeführt hat, sind Unternehmen offensichtlich immer noch nicht bereit, im großen Maßstab auf Apple-Produkte mit ihren begrenzten Anpassungsmöglichkeiten zu setzen.

Microsoft sollte genau hier ansetzen und im großen Stil Enterprise-Kunden ansprechen, die noch immer für einen Großteil von Microsofts Umsätzen verantwortlich sind. Viele Unternehmen setzen zwar Windows-Desktops und -Laptops ein, nutzen auf Smartphones und Tablets aber lieber Android oder iOS

Sollte es Microsoft tatsächlich schaffen, mit Windows 10 endlich ein übergreifendes Ökosystem aus Smartphones, Tablets, Desktops, Laptops und vor allem auch Servern zu etablieren, können Anwender und IT-Abteilungen über alle Formfaktoren hinweg von der gleichen Nutzererfahrung profitieren. Apple und Google werden dies in absehbarer Zeit nicht bieten können. Damit ließe sich genügend Anziehungskraft entfalten, um das IT-Budget vieler Unternehmen auch langfristig noch an Microsoft zu binden.

Windows braucht eine klare Benutzeroberfläche

Eines der größten Probleme mit Windows 8 war ganz klar die Benutzeroberfläche. Wird das Windows-8-Startmenü noch immer Metro genannt? Oder doch Modern UI? Und warum überhaupt Kacheln auf Desktop-Systemen? Hier muss Microsoft definitiv Hand anlegen, und auch das Zugeständnis aus Windows 8.1, direkt auf den Desktop booten zu können, reicht dafür nicht aus.

Windows 10 verspricht in dieser Hinsicht aber ganz klar Verbesserung. Microsoft hat zur Freude vieler Nutzer das Startmenü wieder integriert und bietet jetzt das Beste aus beiden Welten: Das klassische Startmenü aus Windows 7 wurde um einen Bereich ergänzt, in dem die aus Windows 8 bekannten Live-Kacheln angezeigt werden. Diese hybride Ansicht war ein kluger Schachzug, vor allem für Nutzer mit verschiedenen Endgeräten. Die Benutzeroberfläche passt sich so je nach Endgerät dem Touchscreen- oder Desktop-Modus an und bietet Nutzern situationsbedingt die passende Eingabemöglichkeit.

Marketing ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs

Apples Erfolg vor allem im Consumer-Bereich beruht zum großen Teil auf dem äußerst erfolgreichen Marketing. Microsoft hat in dieser Hinsicht noch viel zu lernen. Der schlechte Ruf von Windows 8 kommt hier noch erschwerend hinzu, Microsoft hat schließlich nicht ohne Grund die Versionsnummer 9 ausgelassen, um zumindest gefühlt einen größeren Abstand zu Windows 8 herzustellen. Windows 10 sollte möglichst früh offensiv beworben werden, vor allem der plattformübergreifende Wiedererkennungswert kann hier ein großes Unterscheidungsmerkmal sein – diese Chance hatte Microsoft im Grunde aber auch bereits mit Windows 8.

Gerade bei Heimanwendern dürfte das kostenlose Upgrade-Angebot für einen Zeitraum von einem Jahr nach Veröffentlichung von Windows 10 großen Anklang finden. Unternehmenskunden müssen aber nach wie vor davon überzeugt werden, dass Microsoft ihre Probleme verstanden hat und mit Windows 10 nachbessert. Viele Unternehmen dürften aber durch das Support-Ende von Windows XP gerade erst auf Windows 7 umgestiegen sein. Diese jetzt von einem Wechsel zu Windows 10 zu überzeugen wird alles andere als leicht werden.

Günstige Hardware könnte die Verbreitung von Windows 10 beschleunigen

Windows 10 hat genauso geringe Systemvoraussetzungen wie Windows 8. In Zeiten immer günstigerer Android-Tablets und Chromebooks muss Windows 10 also nicht nur auf Highend-Maschinen, sondern auch auf günstiger Hardware erhältlich sein und gut funktionieren. So wie Microsoft durch günstige Einsteigergeräte ganz langsam erste Erfolge mit Windows Phone feiern kann, so könnte auch Windows 10 über den Preis in Unternehmen und private Haushalte Einzug halten.

Mit Ausnahme von Apple – und vielleicht noch Samsung – sind Endanwender kaum mehr bereit, große Summen für elektronische Geräte auszugeben. Microsoft muss auf diesen Trend reagieren und in Zusammenarbeit mit seinen Hardwarepartnern vor allem auch günstige Endgeräte mit Windows 10 auf den Markt bringen. Erste Kooperationen in diese Richtung sind aber offenbar bereits auf dem Weg. Im höheren Preissegment haben dann aber auch Highend-Geräte wie das Surface ihre Berechtigung.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2015 aktualisiert

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