vSphere Data Protection: Die Unterschiede der VDP-Versionen im Überblick

vSphere Data Protection Advanced und die kostenlose integrierte VDP-Version sind nicht so verschieden. Die Extras machen das Leben aber angenehmer.

VMware vSphere Data Protection hielt in vSphere 5.1 Einzug. Damit haben System-Administratoren die Möglichkeit, ein Backup virtueller Maschinen (VM) mit einem eingebauten Tool zu erledigen. Auf die Software von Drittanbietern können Sie im Prinzip verzichten.

Allerdings gibt es einige Grenzen bei der integrierten kostenlosen Version von vSphere Data Protection (VDP). Es handelt sich hierbei um die Anzahl der Maschinen, die Sie sichern können und um den benutzbaren Backup-Storage-Speicherplatz. VDP Advanced ist dagegen eine kostenpflichtige Variante und wurde im März 2013 veröffentlicht. Sie hebt die Grenzen an und bringt weitere Funktionen mit sich.

Was ist identisch?

vSphere Data Protection Advanced ist zum Großteil identisch mit der kostenlosen Version. Installation, Management, Backup und Wiederherstellung funktionieren genau gleich. VDP Advanced benutzt sogar dieselben Typen hinsichtlich Backup Location und Wiederherstellung auf Dateiebene.

Was ist unterschiedlich?

Bevor wir uns den technischen Feinheiten widmen, werfen wir zunächst einen Blick auf die Preisgestaltung. vSphere Data Protection ist fast allen vSphere-Kunden zugänglich. Das Essentials Kit beinhaltet VDP nicht, Essential Kit Plus hingegen schon.

VDP-Advanced-Lizenzen werden pro CPU berechnet und der Listenpreis für die einfachste Version beträgt 1.279,42 Euro. Jeder vSphere-Kunde kann das Produkt beziehen und die VDP-Advanced-Edition ist in vSphere mit Operations Management Enterprise und Enterprise Plus Acceleration Kits für bis zu sechs CPUs enthalten.

Was bekommen Kunden bei Kauf der Advanced-Edition?

Wie bereits angesprochen sind die Storage-Limits und die Anzahl der Maschinen im Hinblick auf das Backup erweitert. Die Storage-Kapazität für deduplizierte Backups ist von zwei TByte auf acht TByte erhöht. Die Nummer der virtuellen Maschinen, die sich sichern lassen, wird von 100 auf 400 angehoben.

Die Anzahl der in einer vCenter-Installation verwendbaren Appliances bleibt in beiden Ausgaben bei zehn Stück. Allerdings erlaubt die Advanced-Edition maximal 4.000 virtuelle Maschinen. Es handelt sich hier eher um ein theoretisches Maximum. Die Storage-Grenzen werden im Vorfeld verhindern, dass Kunden eine solche Menge an virtuellen Maschinen sichern können.

Eine spezielle Funktion finden Sie nur in vSphere Data Protection Advanced. Sie können Applikationen sichern, die sich innerhalb einer virtuellen Maschine befinden. Somit müssen Administratoren nicht zwingend ein Backup der kompletten virtuellen Maschine tätigen. Sie können ganz gezielt spezifische Daten von Applikationen für die Sicherung auswählen. Derzeit werden Microsoft SQL Server und Microsoft Exchange Server unterstützt. Für beide Server-Dienste können Sie Agents auf der virtuellen Maschine installieren. Danach lassen sich individuelle Elemente dafür erstellen. Erzeugen Sie zum Beispiel einen Backup-Job für den SQL Server, können Sie ganz gezielt Datenbanken oder Log-Dateien sichern und wiederherstellen. Für Microsoft Exchange können Sie Datenbanken, Mailboxen und Nachrichten sichern.

Lohnt sich der Aufpreis für VDP Advanced?

Kunden können Ihre Appliance von der freien auf die kostenpflichtige VDP-Version aktualisieren.

Aber zu welchem Zeitpunkt sollten Sie nachrüsten? Firmen, die nicht in teure Backup-Lösungen investieren möchten, sind mit vSphere Data Protection ganz gut bedient.

Sobald die Organisation allerdings wächst und mehr ESXi-Server und virtuelle Maschinen im Einsatz hat, wird der Anspruch an Backup und Wiederherstellung steigen. Das gilt vor allen Dingen dann, wenn Sie gezielt und individuell Datenbanken und Mailboxen wiederherstellen möchten. Ist das der Fall, sollten Sie VDP Advanced unbedingt genauer unter die Lupe nehmen.

Rechnen Sie sich ruhig auch einmal durch, was vSphere Data Protection Advanced im Vergleich zu einer äquivalenten Backup-Lösung eines Drittanbieters kostet. Lassen Sie bei der Berechnung die Zukunft aber nicht außer Acht. Selbst mit der fortgeschrittenen VDP-Lösung gibt es gewisse Grenzen.

Artikel wurde zuletzt im Oktober 2013 aktualisiert

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