Vorteile und Nachteile von Shared Storage für virtuelle VDI-Desktops

Bei VDI-Desktops kommt meistens ein Shared Storage zum Einsatz. Das bringt Vorteile und Nachteile mit sich.

Für virtuelle Desktops nach dem Prinzip Virtual Desktop Infrastructure (VDI) wird zumeist Shared Storage verwendet. Allerdings sind dabei einige kritische Punkte in Bezug auf Kosten und Performance zu beachten.

Bei Shared Storage werden sämtliche Instanzen, Nutzer-Daten, Nutzer-Profile und übrige Elemente virtualisierter Desktops in einem einzigen konsolidierten Storage-Subsystem untergebracht, etwa einem Storage Area Network (SAN). Jeder VDI-Server, der dieses Storage verwendet, kann dann über das LAN des Rechenzentrums oder ein spezielles Storage-Netzwerk wie Fibre Channel auf alle Desktop-Images und Daten zugreifen.

Der Wert von Shared Storage für VDI ist leicht zu erkennen: Jede virtuelle Desktop-Instanz läuft auf zentralen Servern im Rechenzentrum, also kann es nützlich sein, jeden der dafür verwendeten VDI-Server auch mit einer Architektur für Shared Storage zu verbinden. So ist Shared Storage leichter zu verwalten als Direct Attached Storage (DAS), bei dem in jedem Server eigene Festplatten installiert sind.

Shared Storage gibt Administratoren die Möglichkeit, das gesamte verfügbare Storage zu lokalisieren und zu einem Pool zusammenzufassen, aus dem dann neues Storage provisioniert werden kann. Einzelne DAS-Festplatten gehen dagegen oft unter oder werden schlicht vergessen, so dass es schwierig ist, die gesamte Storage-Kapazität und -Nutzung zu erfassen.

Hinzu kommt: Shared Storage etwa mittels Storage Area Networks erleichtert zentralisierte Backups und Snapshots der virtuellen Nutzer-Desktops samt ihrer Daten. Ebenfalls ist die Migration von Workloads bei Shared Storage deutlich einfacher als mit DAS. Wenn zum Beispiel ein Server ausfällt, können die Desktops auf einen anderen verlagert werden, der ebenfalls mit dem Shared Storage verbunden ist. Mit lokalem Platten-Storage wäre das unmöglich.

Allerdings gibt es auch Nachteile bei der Verwendung von Shared Storage im Rahmen von VDI. Der erste betrifft die Kosten: SANs können teuer einzurichten und zu betreiben sein, also ist mit einer erheblichen Investition dafür zu rechnen. Allerdings nutzen viele Unternehmen, die auf VDI umsteigen wollen, SANs ohnehin bereits für andere Zwecke. In solchen Fällen können sich die Kosten darauf beschränken, zusätzliche Kapazität für Desktop-Images und Nutzer-Daten anzuschaffen.

Ein gravierenderes Problem ist die Storage-Performance. VDI bringt hohe Anforderungen an die Netzwerk- und Storage-Infrastruktur mit sich, die Administratoren vor einer Installation beachten sollten. VDI-Server brauchen Zugriff auf das Storage (im Fall von iSCSI oder Fibre Channel over Ethernet über das LAN), und jede VDI-Instanz bedeutet Netzwerk-Traffic für die Übertragung der Bilder und Nutzer-Eingaben. Diese Aktivitäten können zu extremen Spitzen im Storage- und Netzwerk-Datenverkehr führen.

Zu Engpässen kann es beispielsweise kommen, wenn viele Nutzer morgens versuchen, ihre Desktop-Instanzen zu starten, was auch als „Boot-Storm“ bezeichnet wird. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, mit VDI-Deployments zu warten, bis die Architektur für das Netzwerk oder Storage Ihrer Organisation modernisiert ist.

Artikel wurde zuletzt im Juni 2013 aktualisiert

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