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Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Konfiguration von vRealize Orchestrator

Mit vRealize Orchestrator lässt sich VMware vRealize umfassend erweitern. Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt die grundlegende Konfiguration.

Mit vRealize Orchestrator lassen sich einem Standard-Deployment von VMware vRealize zusätzliche Funktionen hinzufügen. Orchestrator-Tools ermöglichen es Administratoren also, zusätzliche Automatisierungsebenen bereitzustellen und so den Umfang manueller Tätigkeiten einzuschränken.

Ein einfaches Beispiel für eine Automatisierung wäre die Erweiterung des Deployment-Prozesses um die Anbindung externer Infrastruktur oder Applikationen. Das ermöglicht, neu erstellte virtuelle Maschinen automatisch der Configuration-Management-Datenbank hinzuzufügen, ohne dies händisch erledigen zu müssen. Ein anderes Beispiel wäre die automatische Zuweisung statischer IP-Adressen für einen bereitgestellten Host.

Der Funktionsumfang von vRealize Orchestrator lässt sich sehr leicht über zusätzliche Plug-ins von Drittanbietern erweitern. Bei der Installation von vRealize Orchestrator sind viele verschiedene Konfigurationen möglich, inklusive Bereitstellungen, bei denen Komponenten für eine höhere Verfügbarkeit und Redundanz aufgeteilt werden. In Produktivumgebungen ist diese Möglichkeit der Bereitstellung definitiv einen Blick wert, in diesem einfachen Beispielszenario reicht allerdings auch die Standardinstallation für kleinere Deployments.

Aktivieren des Orchestrator Configuration Tools

Das Orchestrator Configuration Tool ist von Haus aus in die vRealize Automation Appliance integriert, standardmäßig aber nicht aktiviert. Für die Aktivierung wird ein SSH-Client mit den entsprechenden Anmeldedaten verwendet. Sobald man angemeldet ist, kann über den folgenden Befehl das Configuration Tool  für vRealize Orchestrator aktiviert werden:

 

service vco-configurator start

 

Wenn dieser Befehl das erste Mal ausgeführt wird, dann kann die erste Konfiguration eine Weile dauern.

Abbildung 1: Die erste Konfiguration der vRealize Orchestrator Tools.

Nachdem der Service eingerichtet ist, kann die Systemkonfiguration von vRealize Orchestrator über die webbasierte Oberfläche erfolgen. Der aktuelle Status des vRealize Orchestrator Configuration Tools kann über den folgenden Befehl überprüft werden:

 

service vco-configuration status

 

Der Zugriff auf das Konfigurationsmenü erfolgt über den webbasierten Zugang unter der folgenden URL: https://vrealize_appliance_fqdn:8283/vco-config

Die Standardanmeldedaten lauten vmware/vmware. Nach der ersten Anmeldung muss dann ein neues Passwort vergeben werden. Nachdem der Konfigurationsdienst in diesem Fall manuell gestartet wurde, wird er auch nur so lange ausgeführt, bis ein Reboot erfolgt oder er anderweitig gestoppt wird.

Der Großteil der weiteren Konfiguration muss für dieses Beispiel nicht zwangsläufig durchgeführt werden. Der nächste wichtige Schritt besteht aber in der weiteren Konfiguration der Active-Directory- und IaaS-Konfiguration (Infrastructure as a Service), damit vRealize Orchestrator auch wie erwartet funktioniert.

Abbildung 2: Status-Check von vRealize Orchestrator.

Man beachte hierbei die grünen Punkte in Abbildung 2, die einen schnellen Überblick über den Servicestatus geben. Insgesamt gibt es vier Farben, die jeweils eine unterschiedliche Bedeutung haben. Bei Grün ist der Service richtig konfiguriert. Rot zeigt dagegen an, dass bei der Konfiguration etwas schief gegangen oder ein Fehler aufgetreten ist. Bei Grau sind die Einstellungen nicht konfiguriert, Blau dagegen weist darauf hin, dass der Service noch lädt.

Anwender müssen zudem die nötigen Zertifikate für vCenter importieren, das funktioniert aber zum Glück recht einfach. Auf der Netzwerkseite gibt es den Reiter SSL Trust Manager, unter Import from URL kann dann die vCenter-URL angegeben werden, zum Beispiel https://vca.test.local/sdk, wenn vca.test.local die vCenter-URL ist.

Die Orchestrator-Umgebung ist dann über die Client-URL erreichbar, die folgendermaßen aussehen sollte: https://VRA_Appliance_FQDN:8281/vco/. Da der Client aber in Java geschrieben ist, muss für das reibungslose Funktionieren der Applikation auch Java installiert sein.

Der Log-in erfolgt über die SSO-Anmeldedaten (Single Sign-On), ab vSphere 5.5 aufwärts sollte der Nutzername administrator@vsphere.local heißen. Auch wenn der Bildschirm auf den ersten Blick kompliziert aussehen mag, lässt er sich doch recht einfach in drei Bereiche unterteilen.

Das erste Drop-Down-Menü am oberen Rand der Applikation legt fest, welche Ansicht gewählt ist und welche Optionen verfügbar sind. Anwender haben hier die Wahl zwischen Run, Design und Administer. Beim Wechsel zwischen den verschiedenen Ansichten verändern sich entsprechend die vorhandenen Tools und Optionen sowie das Layout. Der erste Schritt besteht dann im Hinzufügen der IaaS-Konfiguration sowie der Active-Directory-Integration.

Abbildung 3: Drop-Down-Menü von vRealize Orchestration.

Hierzu muss im Drop-Down-Menü die Ansicht Run gewählt werden, um auf der linken Seite das Workflow-Menü zu erhalten. Nach der Auswahl von Library/vCloud Automation Center/Configuration/Add the IaaS host of a vCAC host wird dann nach einem Rechtsklick Start Workflow gewählt.

Anschließend wird der Workflow ausgeführt, wobei man einige weitere Informationen angeben muss. Überall wo Not set auftaucht, müssen weitere Details eingegeben werden. Jedes Feld mit einem roten Sternchen benötigt weitere Pflichtangaben. Sobald ein Element rot angezeigt wird, ist eine manuelle Überprüfung notwendig. Der Workflow selbst kann aber problemlos mehrere Male hintereinander ausgeführt werden.

Abbildung 4: Hinzufügen eines IaaS-Hosts.

Sobald der IaaS-Host hinzugefügt wurde, muss noch ein Active Directory integriert werden. Dies erfolgt im Anzeigemodus Run, in dem dann Microsoft/Configuration/Configure Active Directory Server ausgewählt wird. Hier wird die Host-URL des Active Directory angegeben und Shared Session ausgewählt, anschließend können die Active-Directory-Anmeldedaten eingegeben werden. Nachdem dies erfolgt ist, kann man per Klick auf Submit fortfahren und Orchestrator wird den Workflow ausführen und das Active Directory integrieren.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2016 aktualisiert

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